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Bastian: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

Bastian: Bedeutung, Herkunft und Beliebtheit des Vornamens

1973 sahen Fernsehzuschauer Horst Janson als „Bastian“. Sechs Jahre später bekam ein anderer Bastian ein Buch in die Hände und reiste in Michael Endes Geschichte nach Phantásien. Der Name hat gleich zwei besondere Plätze in der deutschen Popkultur.

Bastian ist aus Sebastian entstanden, kann aber auch ganz für sich auf der Geburtsurkunde stehen. Weitere Namen findet ihr in unserer Babynamenliste von A bis Z.

Bastian auf einen Blick

Bastian ist eine Kurzform von Sebastian. Hinter beiden Namen steckt die antike Stadt Sebaste.

HerkunftDeutsche Kurzform von Sebastian, aus lateinisch Sebastianus
BedeutungWörtlich „aus Sebaste stammend“; dahinter steht griechisch „ehrwürdig, erhaben“
AusspracheBas-ti-an, meist drei Silben
Verwandte FormenSebastian, französisch Bastien; familiär Basti
Namenstag20. Januar, nach dem heiligen Sebastian

Was hat Bastian mit Sebaste zu tun?

Der lateinische Name Sebastianus bedeutete „aus Sebaste stammend“. Aus Sebastian wurde später die kurze Form Bastian.

Sebaste lag in Kleinasien. Der Stadtname geht auf das griechische Wort „sebastós“ für „ehrwürdig“ oder „erhaben“ zurück. Deshalb findet ihr bei Bastian auch die Erklärung „der Ehrwürdige“.

Bei der kurzen Form fiel einfach der Anfang „Se-“ weg. Wenn ihr Bastian wählt, braucht ihr euch keinen längeren Vornamen dazuzudenken. In anderen Familien kann Bastian auch eine kurze Anrede für einen Sebastian sein.

Ein Bastian im Fernsehen

Horst Janson spielte 1973 die Hauptrolle in der ZDF-Serie „Der Bastian“. Ein Jahr später stand Bastian unter den 100 beliebtesten Jungennamen.

Vielleicht kennt ihr die Serie noch aus der Familie. In Knud Bielefelds Namensauswertung liegen ihre Ausstrahlung und der Aufstieg des Namens direkt nacheinander.

Ein bekannter Bastian war schon vorher geboren: Der Komiker Bastian Pastewka kam 1972 zur Welt. Seine Eltern wählten den Namen also, bevor die Serie ausgestrahlt wurde.

Bastian Balthasar Bux und Phantásien

1979 erschien „Die unendliche Geschichte“. Michael Endes Leser und späterer Held heißt Bastian Balthasar Bux.

Zuerst liest Bastian von Phantásien und den Abenteuern Atréjus. Dann merkt er, dass er selbst zur Geschichte gehört. Das ist für viele bis heute eine besondere Erinnerung an den Namen.

Für Michael Ende hatte die Figur auch eine persönliche Bedeutung: Er setzte damit einem Freund aus seiner Kindheit ein Denkmal, der früh gestorben war.

Als die Verfilmung 1984 ins Kino kam, war Bastian bereits ein gefragter Vorname. Einen neuen Aufschwung durch den Film zeigt Bielefelds Langzeitauswertung nicht.

Wie häufig ist Bastian heute?

Für 2010 bis 2025 schätzt Knud Bielefeld rund 9.700 Vergaben von Bastian als erstem Vornamen.

In seiner Auswertung gingen die Platzierungen in diesem Zeitraum insgesamt zurück. Besonders verbreitet ist der Name in Bayern. Vielleicht kennt ihr ihn aber vor allem durch den Fußballer Bastian Schweinsteiger, der 2014 mit Deutschland Weltmeister wurde.

Gezählt wurde Bastian als erster Vorname. Kosenamen für eingetragene Sebastians sind in der Zahl nicht enthalten. Die rund 9.700 Vergaben sind eine Schätzung aus Knud Bielefelds Namenssammlung, keine vollständige amtliche Zählung.

Basti, Bastien und der Namenstag

Basti kann bei Bastian genauso wie bei Sebastian zur kurzen Anrede werden. Die französische Form heißt Bastien.

Im Deutschen spricht sich Bastian meist mit drei Silben: Bas-ti-an. Wenn euch gerade der kürzere Anfang gefällt, könnt ihr bei dieser Form bleiben.

Der Namenstag am 20. Januar erinnert an den heiligen Sebastian. Nach christlicher Überlieferung war er ein römischer Soldat, der wegen seines Glaubens verfolgt wurde. Die Verehrung des Heiligen trug dazu bei, dass der Name in Europa bekannt wurde.

Quellen und Datenstand


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