Wie die Sinne des Babys die Sprachentwicklung fördern

Die Sprachentwicklung eines Babys beginnt bereits im Mutterleib und läuft kurz nach der Geburt schon auf Hochtouren. Mit allen fünf Sinnen wird die Sprachentwicklung gefördert und leitet die Kinder zu ihrem ersten Wort. Wie genau, das haben wir hier für euch zusammengefasst.

Wenn euer Baby sein erstes Wort spricht, ist das ein riesiger Erfolg, der eine lange Entwicklung hinter sich hat. Besonders wenn das erste Wort „Mama oder Papa“ lautet, ist es für die Eltern ein hoch-emotionaler Moment. Doch schon Monate bevor euer Baby das erste Wort aussprechen konnte, war seine Sprachentwicklung in vollem Gange. Denn von Geburt an waren seine fünf Sinne – das Hören, Riechen, Sehen, Fühlen und das Schmecken aktiv, und haben alles aus der kleinen Welt eures Babys aufgesaugt. Die Fähigkeiten der Sinneswahrnehmung und den damit aufgesaugten Erfahrungen, legen den Grundstein, die euer Kind für die Sprachentwicklung braucht.

Saugen, schlucken, schmecken – Werkzeuge zum Sprechen lernen

Um sprechen zu lernen, müssen zuerst die organischen Voraussetzungen geschaffen sein. Denn zur Sprachentwicklung muss euer Kind bestimmte Mund- und Zungenbewegungen ausführen, die es erst einmal lernen muss. Außerdem muss es die Zwerchfellmuskulatur, sowie die Muskeln der Stimmbänder gebrauchen und richtig einsetzen können. Das lernt euer Kind aber bereits ab dem Säuglingsalter. Denn mit jeder Nahrungsaufnahme trainiert es das Saugen, Schlucken und Kauen. Das sind die Übungen, die das Kind braucht, um Sprechen zu lernen. Es lernt also ganz nebenbei die Muskeln zu kontrollieren und geht so einen Schritt Richtung Sprachentwicklung.

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Sprache hören und verstehen lernen

Hören können eure Babys bereits im Mutterleib. Erst nehmen sie nur die Stimme der Mutter und das Rauschen des Blutes wahr. Doch bereits in der 17. Schwangerschaftswoche hören die Kleinen Geräusche von Außen und nehmen damit passiv-aktiv die Umwelt der Mutter wahr. So erkennen Neugeborene oft auch die Melodie ihrer Spieluhr wieder, wenn diese bereits während der Schwangerschaft im Bauch zu hören war.

In den ersten Monaten lernen sie dann, woher ein Geräusch kommt und schauen automatisch in dessen Richtung. Im weiteren Verlauf lernen eure Babys dann verschiedene Geräusche zu unterscheiden und können sich bereits eine kurze Zeit auf ein bestimmtes Geräusch konzentrieren. So schaltet ein Baby alle Geräusche um sich herum aus, wenn es zum Beispiel eurem Gesang zuhört, oder der Stimme der Schwester lauscht.

Dieser Schritt ist ein ganz besonders wichtiger in der Entwicklung der eigenen Sprache. Denn durch das Filtern der verschiedenen Geräusche, können eure Kinder bereits erste Worte heraushören, um dann mit ca. 10 bis 11 Monaten einzelne Wörter zu verstehen und mit bestimmten Handlungen oder Gegenständen zu verknüpfen. So wird euer Kind in diesem Alter bereits auf eure Handlungsanweisungen reagieren. Sie knüpfen das Wort Ball beispielsweise sofort mit dem zugehörigen Gegenstand und suchen nach euer Aufforderung «Wo ist der Ball?» mit den Augen den Raum ab.

Sehen und nachahmen

Babys nehmen ihre Welt von Beginn an mit den Augen wahr. Sie beobachten neugierig alles in ihrer Umgebung und saugen Farben, Formen, Muster und Figuren in sich auf. Sie lernen die verschiedenen Dinge zu unterscheiden und lernen schnell ihre Beobachtungen mit Handlungen und Geräuschen zu verbinden.

So beobachten sie euch auch beim sprechen, wenn ihr sie auf dem Arm oder dem Schoss habt. Sie schauen sich genau an, wie ihr euren Mund bewegt, und hören welcher Laut dabei heraus kommt. Schnell beginnen sie eure Lippenbewegungen nachzuahmen. Bereits mit fünf Monaten knüpfen sie eine bestimmte Lippenbewegung mit einem Laut. Dies ist ein wichtiger Teil der Sprachentwicklung.

Mit Lob die Sprachentwicklung vorantreiben

Wenn euer Baby sechs bis neun Monate alt ist, werden die Laute die es von sich gibt, immer vielseitiger. Es beginnt Doppelsilben zu bilden. Und manchmal kommt bereits ein „mamama“ dabei heraus. Welch ein Glücksmoment! Und das solltet ihr euren Kindern auch zeigen. Denn mit Lob und Anerkennung spornt ihr eure Zwerge an, immer weiter zu machen. Wenn ihr sie beim Brabbeln freudig anschaut und vielleicht sogar die gemachten Laute wiederholt, wird es vergnügt weiter machen und seine Stimme und Sprache damit aktiv fördern.

Kommen dann mit ca. einem Jahr die ersten richtigen Worte zu Stande, ist ein enorm großer Meilenstein in der Sprachentwicklung erreicht. Nun werden immer mehr Worte nachgesprochen. Auch das anschauen von Bilderbüchern wird jedes Mal als Lehrstunde genutzt, um neue Wörter aufzuschnappen.

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Jacqueline Esser
Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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