Kaspar gehört für viele zur Weihnachtsgeschichte: So heißt in der späteren Überlieferung einer der Heiligen Drei Könige. Der Jungenname wird meist als „Schatzmeister“ erklärt. Seine Schreibweise mit K und a in der zweiten Silbe unterscheidet ihn von Caspar und Kasper.
Caspar und Kasper gehören zur gleichen Familie, sind aber jeweils eigene Namensformen. Wenn ihr solche Varianten vergleichen möchtet, hilft auch unsere Babynamen-Liste von A bis Z. Bei Kaspar lohnt sich besonders der Blick auf die alte Dreikönigstradition.
Kaspar auf einen Blick
Herkunft, Bedeutung und Aussprache im Überblick.
| Vorname | Kaspar |
| Geschlecht | Jungenname |
| Herkunft | Wahrscheinlich über hebräische und lateinische Formen aus dem Altpersischen |
| Bedeutung | Meist als Schatzmeister oder Schatzverwalter erklärt |
| Aussprache | KAS-par, zwei Silben |
Was bedeutet Kaspar?
Die geläufige Deutung führt zu jemandem, der Schätze verwaltet.
Hinter der Namensfamilie wird ein hebräisches Wort für Schatzmeister vermutet, das wiederum aus dem alten Persischen übernommen wurde. Über Formen wie Gaspar entwickelte sich die europäische Namensfamilie. Der genaue Weg ist nicht restlos gesichert. „Schatzmeister“ oder „Schatzverwalter“ ist deshalb die übliche, vorsichtig einzuordnende Erklärung.
Kaspar und die Heiligen Drei Könige
Die Namen gehören zur späteren christlichen Überlieferung.
Im biblischen Bericht werden die Sterndeuter aus dem Osten nicht mit Namen vorgestellt. Erst später erhielten sie die Namen Caspar beziehungsweise Kaspar, Melchior und Balthasar. Durch Krippendarstellungen und das Sternsingen blieb diese Verbindung über Jahrhunderte vertraut. Der Name Kaspar begegnet deshalb auch Familien, die ihn noch nie als möglichen Babynamen betrachtet haben.
Kaspar, Caspar und Kasper
Ein kleiner Buchstabenwechsel macht hier eine eigene Schreibweise aus.
Kaspar beginnt mit K und endet auf -par. Caspar setzt ein C an den Anfang; Kasper verändert den letzten Vokal zu e. Im Deutschen wird Kaspar gewöhnlich KAS-par gesprochen. Zwei Silben und die Betonung am Anfang geben dem Namen einen klaren Rhythmus. Auch das englische Jasper und das französische Gaspard gehören zur weiteren Familie.
Wie selten ist Kaspar in Deutschland?
Unter Neugeborenen gehört Kaspar zu den weniger häufigen Namen.
Knud Bielefeld schätzt für 2010 bis 2025 rund 700 Vergaben als ersten Vornamen. Die Hochrechnung ist keine vollständige amtliche Zählung. Sie gilt für Kaspar mit K und a; Caspar und Kasper werden gesondert erfasst.
Quellen und Datenstand
Recherche: 25. Oktober 2026. Genannte Statistiken gelten für den im Text angegebenen Zeitraum.
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