Manchmal sind es die einfachsten Rezepte, die am meisten begeistern. Arme Ritter gehören genau in diese Kategorie. Kaum Zutaten, kaum Aufwand – und trotzdem steht in wenigen Minuten ein Gericht auf dem Tisch, das nach Kindheit, Geborgenheit und einem Hauch der eigenen Kindheit schmeckt.
Gerade im turbulenten Familienalltag sind solche Rezepte Gold wert. Vielleicht liegt da noch Brot vom Vortag, das niemand mehr so richtig essen möchte. Wegwerfen? Viel zu schade. Genau hier kommen Arme Ritter ins Spiel. Außen goldbraun gebraten, innen weich und saftig – und je nach Lust und Laune mit Zimt und Zucker, Apfelmus oder frischen Beeren serviert.
Das Schöne daran: Dieses Rezept verzeiht viel. Es funktioniert mit Toast, Mischbrot oder sogar Brötchenresten. Und es ist schnell genug für ein spontanes Sonntagsfrühstück, ein süßes Mittagessen oder eine kleine Seelenwärmer-Mahlzeit am Nachmittag.
Arme Ritter – schnell gemacht & perfekt zur Resteverwertung
Utensilien
- 1 Pfanne
- 1 kleine Rührschüssel
- 1 Schneebesen
Zutaten
Für die Armen Ritter
- 8 Scheiben Brot oder Toast
- 3 Eier
- 300 ml Milch
Zum Braten
- Butter für die Pfanne
Zum Servieren (optional)
- 4 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- Apfelmus oder frische Beeren nach Belieben
Anleitungen
- Schlage die Eier in einem tiefen Teller oder einer flachen Schale auf und verrühre sie gründlich mit der Milch.
- Lege die Brotscheiben nacheinander in die Eiermilch. Sie dürfen sich gut vollsaugen, sollten aber nicht zerfallen.
- Erhitze etwas Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Brate die Brotscheiben goldbraun aus und wende sie vorsichtig, sobald die Unterseite gestockt ist.
- Bestreue die warmen Armen Ritter mit Zimt und Zucker oder serviere sie pur mit Apfelmus, Beeren oder Joghurt. Auch süße Aufstriche oder Erdnussbutter können eine leckere Variante sein.
Notizen
Nährwerte pro Portion (Tagesnährwerte)
Woher kommen eigentlich Arme Ritter?
Arme Ritter sind kein moderner Food-Trend, sondern echte Küchenhistorie. Schon im Mittelalter war es üblich, altes Brot nicht einfach wegzuwerfen. Lebensmittel waren kostbar. Verschwendung konnte sich kaum jemand leisten. Also wurde hartes Brot in Milch oder Eiermilch eingeweicht und anschließend ausgebacken.
Der Name „Arme Ritter“ deutet genau darauf hin: Es war ein Gericht der einfachen Leute. Eine Möglichkeit, aus wenigen, günstigen Zutaten, etwas Sättigendes zu zaubern. Ähnliche Varianten gibt es übrigens in vielen Ländern – in Frankreich als „Pain perdu“ (verlorenes Brot), in England und den USA als „French Toast“. Die Idee dahinter ist überall dieselbe: Resteverwertung in Lecker.
Warum hat sich das Rezept bis heute gehalten? Weil es mehrere Bedürfnisse erfüllt. Es ist nachhaltig, weil es Lebensmittel rettet. Es ist schnell, weil keine komplizierten Schritte nötig sind. Und es schmeckt generationenübergreifend – Kinder lieben die süße Variante, Erwachsene schätzen, dass es schnell geht – und man meist das Passende noch irgendwo aus dem Ärmel zaubern kann.
Hinzu kommt: Arme Ritter lassen sich wunderbar anpassen. Weniger Zucker für kleinere Kinder, mit Obst für eine frische Note, oder sogar herzhaft mit etwas Salz und Kräutern. Dieses Grundrezept ist eine Basis, mit deren Hilfe jeder von euch seine Lieblingsvariante finden kann.
FAQ zu Armen Rittern
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