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Verstopfungen bei Kindern – wenn Bauch und Po weh tun

von Jacqueline Esser
Veröffentlicht: Letztes Update
Verstopfungen bei Kindern - wenn Bauch und Po weh tun

Viele Kinder leiden unter Verstopfungen. Damit beginnt häufig ein Teufelskreis, denn ein zu harter Stuhlgang schmerzt und sorgt so dafür, dass Kinder den Stuhlgang einhalten. Doch dadurch werden die Beschwerden noch schlimmer. Aber schon die Änderung des Speiseplans kann helfen, die Verstopfung los zu werden. 

Mit der richtigen Ernährung gegen die Verstopfung kämpfen

Leiden Kinder unter Verstopfungen, kann es hilfreich sein, den Speiseplan genauer unter die Lupe zunehmen. Manchmal reicht eine simple Änderung der Ernährungsgewohnheiten aus, um die Verstopfungen los zu werden. Gerade Kinder nehmen Lebensmittel zu sich, die stuhlfestigend wirken. Bananen, Möhren, Schokolade und Weißmehlprodukte, führen schnell zu Verstopfungen. Der Verzicht auf diese Lebensmittel reicht häufig schon aus, um die Verdauung zu regulieren.

Auf dem Speiseplan sollten lieber Vollkornprodukte stehen. Diese regen die Verdauung an und vermindern Verstopfungen. Außerdem helfen reichlich Obst und Gemüse, Verstopfungen vorzubeugen. Auch eine ausreichende Trinkmenge spielt eine große Rolle. Sollten die Beschwerden trotz Ernährungsumstellung anhalten, ist es ratsam, den Kinderarzt um Untersützung zu bitten. Denn auch eine Lebensmittelallergie kann zu Verdauungsproblemen führen.

Bauchweh und Verstopfung – ein Teufelskreis  

Kinder haben in der Regel alle zwei Tage, bis zu dreimal täglich Stuhlgang. Sollte ein Kind weniger als zweimal die Woche seinen Darm entleeren, und Beschwerden hinzukommen, wie Bauchschmerzen, spricht man von Verstopfungen. Die Verstopfungen kommen meistens mit Begleiterscheinungen, wie Bauchschmerzen und Schmerzen wenn der Darm entleert wird. Dadurch droht ein Teufelskreis. Denn aus Angst vor dem großen Geschäft halten Kinder den Stuhlgang zurück und vermeiden die Darmentleerung. 

Das Problem daran: Die Verstopfung und die damit verbundenen Schmerzen werden schlimmer. Aus diesem Teufelskreis einen Weg heraus zu finden, fällt Kindern häufig schwer. Daher wird in solchen Fällen der Gang zum Kinderarzt unumgänglich. Dieser wird vielleicht zu abführenden Medikamenten raten. In Form von Zäpfchen, wird das entleeren des Darms künstlich hervorgerufen. Auch Salben, die vor dem Stuhlgang am After aufgetragen werden, und so schmerzstillend wirken sollen, helfen Kindern bei der Darmentleerung. Solche Medikamente sollten aber wirklich nur mit ärztlicher Absprache zum Einsatz kommen.

Psychische Probleme als Ursache für Verstopfung 

Bei Kindern sind oftmals psychische Probleme ein Grund für vielerlei Beschwerden. So können diese auch hinter langwierigen Verstopfungen stecken. Große Veränderungen im Kinderleben, wie die Geburt eines Geschwisterchens, der Start in den Kindergarten, oder die neue Schule, können bei Kindern zu solchem Stress führen, dass Verdauungsprobleme auftreten. Kinder die gerade lernen die Toilette zu nutzen, haben ebenfalls oft Probleme beim Stuhlgang. Sie empfinden ihren Stuhlgang als Teil von sich selbst und haben große Angst davor, diesen in der Toilette zu entsorgen.

Der Machtkampf im Badezimmer 

Viele Verstopfungen entstehen durch zu viel Druck beim Töpfchentraining. Kinder die beim „sauber werden“ Zwang und Bestrafung erleben, entwickeln negative Toilettengewohnheiten. So wird die Sauberkeitserziehung schnell zum Machtkampf zwischen Eltern und ihren Kindern. Besser ist es, wenn Eltern eine angenehme, entspannte und positive Atmosphäre, beim Gang auf die Toilette schaffen.

Haben Kinder „Unfälle“ auf dem Weg zum Trocken werden, sollten Eltern das mit Verständnis hinnehmen – auch wenn sie ärgerlich und frustrierend sein mögen. Viele Kinder verrichten ihr großes Geschäft auch, wenn sie eigentlich bereits Trocken sind, noch in einer Windel. Das ist völlig normal. Manche Kinder benötigen einfach etwas mehr Zeit, um „richtig“ trocken zu werden. Wenn man dem Thema Sauberkeitserziehung gelassen entgegen sieht, und dem Kind das eigene Tempo zugesteht, läuft das trocken werden meist völlig unproblematisch und ganz von selbst.


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