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Der Herbst kommt: Die Natur als Lernraum für Kinder

von Jacqueline Esser
Veröffentlicht: Letztes Update
Kind im Herbst

Der Herbst ist für Kinder wie ein allumfassender Abenteuerspielplatz. Sind sie in der Natur unterwegs, findet sich an jeder Ecke etwas spannendes zu entdecken. Die verschiedenen bunten Blätter, Kastanien, Walnüsse und Eicheln laden zum spielen ein und bereiten den Kindern große Freude. Ausgiebige Spaziergänge in Wald und Felder sind jetzt genau das richtige für die kleinen Abenteurer.

Gut ausgerüstet für den Herbst

Vorbei sind die Sommertage im Freibad – nun kommt die nächste Jahreszeit mit großen Schritten auf uns zu. Der Herbst kündigt sich langsam an und bringt für die Kinder damit die nächste spannende Zeit mit. Draußen durch das Laub waten, in Pfützen springen und mit nasser Erde matschen, all das und vieles mehr bietet der Herbst für die Kinder. Um dafür gut gerüstet zu sein, braucht es eine „spezielle“ Ausrüstung. Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel dürfen im Herbst auf keinem Fall fehlen. Sie gehören fest zum Repertoire. An kalten Tagen gehört vielleicht sogar schon eine Mütze dazu, und ein Halstuch kann auch nicht schaden. Doch dann sind die Kleinen bereit für ihren Ausflug in die Natur.

Natur erleben – Lernen mit allen Sinnen

Kinder lernen durch Erleben – und da bietet die Natur im Herbst ein großes Lernpotenzial. Überall bietet sich für Kinder die Gelegenheit etwas neues zu entdecken. Egal wo sie in der Natur unterwegs sind, immer wieder haben sie das Bedürfnis, etwas zu betrachten, zu fühlen, oder zu ertasten. Sie erleben die Natur mit all ihren Sinnen. Gerade das Fühlen und Matschen hat es ihnen dabei angetan. Das Spielen mit nassem Laub, das Matschen mit Erde oder Wasser – all das regt das größte ihrer Sinnesorgane an, die Haut. Das taktile System der Haut hilft dem kindlichen Gehirn, alle anderen Sinnesreize wie Sehen, Riechen, Schmecken, in Beziehung zu setzen und zu organisieren. So lernen Kinder auf sehr intensive Weise, Reize zu verarbeiten und für sich zu nutzen.


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Spaziergänge als Lernräume

Egal ob ein Spaziergang durch den Wald, das Feld, oder durch den heimischen Garten, er bietet den Kindern immer neue Lernräume. Neue Möglichkeiten zum entdecken, forschen und lernen. Wichtig dabei ist jedoch, dass das Kind dabei sein eigenes Tempo gehen kann, und die Eltern ihm die Möglichkeit dazu bieten. Denn was für Erwachsene längst langweilig geworden ist, z.B. das Betrachten einer Baumrinde, ist für das Kind unbeschreiblich spannend. Daher sollten Eltern ihrem Kind die Zeit lassen, die Baumrinde selbständig zu erkunden und Fragen zu stellen.

Motorikschule Naturausflug

Nicht nur die kognitiven Fähigkeiten werden beim Spaziergang im Herbst geschult, auch die Motorik wird gefördert. Der Ausflug in die Natur ist sogar eine wahre Motorikschule. Denn das Klettern über Äste und Baumstämme, das Aufheben von Kastanien und Eicheln, das Werfen von Blättern, oder das Springen in Pfützen, lassen ganz neue Bewegungsabläufe entstehen. Die Kinder schulen beim Erkunden der Natur ihre Fein- sowie Grobmotorik, und ihren Gleichgewichtssinn. Ganz selbstverständlich befriedigen sie ihren Bewegungsdrang und lernen dabei viele neue Fähigkeiten.

Lesetipp: Motorische Entwicklung im ersten, im zweiten und im dritten Lebensjahr.

Der Herbst als Geheimwaffe für das Immunsystem

Dabei ist der Herbst übrigens auch eine gute Gelegenheit, um das kindliche Immunsystem zu stützen. Ausgiebige Spaziergänge an der frischen Luft – und auch der Kontakt mit Materialien aus der Natur, sind ideale Bedingungen, um den Körper auf die kommende kalte Jahreszeit vorzubereiten. Das gilt natürlich auch für uns Erwachsene. Also raus an die Luft – und tief durchatmen!


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