Ruby heißt auf Englisch „Rubin“. Der Mädchenname trägt damit einen roten Edelstein im Namen. Er ist kurz und klingt im Englischen ungefähr RUU-bi – mit einem langen u und der Betonung auf der ersten Silbe.
Vielleicht gefällt euch an Ruby gerade die Verbindung aus einem knappen Namen und einer greifbaren Bedeutung. Trotz seiner vier Buchstaben ist er keine Kurzform, sondern ein vollständiger Vorname. Weitere Ideen zum Vergleichen findet ihr in unserer Vornamenliste von A bis Z.
Ruby auf einen Blick
Ruby gehört zu den englischen Vornamen, die unmittelbar von einer Edelsteinbezeichnung kommen.
| Namensart | Mädchenname |
| Herkunft | Englisch |
| Bedeutung | Rubin |
| Englische Aussprache | Etwa RUU-bi, Betonung auf der ersten Silbe |
| Silben | 2: Ru-by |
| Schreibvariante | Rubye |
Woher kommt die Bedeutung von Ruby?
Das englische Edelsteinwort hat ältere französische und lateinische Wurzeln.
Das wissenschaftliche Namensverzeichnis DMNES führt Ruby auf mittelenglisch rubie und altfranzösische Formen zurück. Behind the Name nennt in der weiteren Wortgeschichte mittellateinisch rubinus und lateinisch rubeus für „rot“. Gemeint ist der Rubin.
Seine rote Farbe verdankt der Stein dem Element Chrom. Das erklärt das Gemmologische Institut GIA in seinem Edelsteinlexikon. Mit der Namensbedeutung ist also ein konkreter Stein verbunden, keine festgelegte Eigenschaft eines Kindes.
Der Rubin gilt traditionell als Geburtsstein des Monats Juli. Das kann ein schöner persönlicher Bezug sein. Als Vorname ist Ruby natürlich nicht an einen Geburtsmonat gebunden.
Ruby ist als Vorname schon lange belegt
Der Name wirkt heute international, ist aber keine neue Wortschöpfung.
Im Dictionary of Medieval Names from European Sources findet sich ein englischer Beleg für Ruby aus dem Jahr 1581. Edelsteinwörter wurden also schon vor Jahrhunderten als Vornamen verwendet.
Die englische Aussprache hat zwei Silben. Das y am Ende klingt wie ein kurzes i, das u davor lang. Wenn ihr den Namen im Deutschen verwendet, kann es helfen, ihn bei der ersten Vorstellung einmal deutlich auszusprechen. Eine zusätzliche Koseform braucht der kurze Name nicht.
Eine bekannte Namensträgerin: Ruby Bridges
Mit Ruby Bridges verbindet sich ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Bürgerrechtsgeschichte.
Als Sechsjährige besuchte sie 1960 als erstes Schwarzes Kind die zuvor ausschließlich weißen Kindern vorbehaltene William Frantz Elementary School in New Orleans. Bundesbeamte schützten sie auf dem Schulweg vor rassistischen Angriffen. Ihre Geschichte steht für den Kampf gegen die Trennung von Kindern nach ihrer Hautfarbe.
Eine solche Namensträgerin kann für eine Familie eine persönliche Bedeutung haben. Sie verändert aber nicht die sprachliche Herkunft von Ruby: Die führt weiterhin zum Rubin.
Wie häufig ist Ruby in Deutschland?
Ruby wird hierzulande vergeben, gehört aber nicht zu den allgegenwärtigen Mädchennamen.
Für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 nennt Knud Bielefeld ungefähr 4.200 Vergaben als ersten Vornamen in Deutschland. Die Zahl stammt aus seiner Auswertung und ist keine vollständige amtliche Zählung. Andere Schreibweisen werden getrennt betrachtet.
Quellen und Datenstand
Namensherkunft und Aussprache: Behind the Name: Ruby. Historischer Beleg: DMNES: Ruby, Beleg von 1581. Edelstein: GIA: Ruby Description. Namensträgerin: National Park Service: Ruby Bridges. Häufigkeit: Beliebte Vornamen: Ruby (2010–2025). Recherche: 19. Oktober 2026.
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