Mattis kennen viele Familien als Ronjas Vater aus „Ronja Räubertochter“. Erfunden hat Astrid Lindgren den Namen aber nicht: Er ist eine norwegische, schwedische und deutsche Form von Matthias. Seine ältere Bedeutung lautet „Gabe Gottes“.
Auch Mathis und der kürzere Mats gehören zu dieser Familie. In unserer Babynamen-Liste von A bis Z findet ihr weitere Namen mit nordischen Sprachformen.
Mattis auf einen Blick
Herkunft, Bedeutung und Aussprache im Überblick.
| Vorname | Mattis |
| Geschlecht | Jungenname |
| Herkunft | Norwegische, schwedische und deutsche Form von Matthias; ältere hebräische Wurzel |
| Bedeutung | Gabe Gottes, Gabe des Herrn |
| Aussprache | MAT-tis, zwei Silben mit Betonung auf der ersten |
Was bedeutet Mattis?
Die ältere hebräische Wurzel verbindet Gabe mit Gott.
Mattis gehört zu Matthias. Dessen ursprüngliche Namensbestandteile werden als „Gabe Jahwes“ übersetzt. Im Deutschen sind dafür auch „Gabe Gottes“ und „Gabe des Herrn“ gebräuchlich.
Die heutige Form Mattis wird sowohl in Norwegen und Schweden als auch im Deutschen verwendet. Der nordische Bezug und die hebräische Wortwurzel beschreiben also verschiedene Stationen seiner Geschichte.
Mattis und „Ronja Räubertochter“
In Astrid Lindgrens Geschichte ist Mattis der Räuberhauptmann und Ronjas Vater.
Ronja wächst in der Mattisburg und im Mattiswald auf. Als sie sich mit Birk anfreundet, dem Sohn von Mattis’ Feind Borka, geraten die alten Feindschaften der Erwachsenen ins Wanken. Der Name begegnet Familien deshalb auch in einer Geschichte über Freundschaft und den eigenen Weg.
Die bekannte Verfilmung von Tage Danielsson stammt aus dem Jahr 1984.
Wie klingt Mattis?
Im Deutschen werden zwei Silben gesprochen: MAT-tis.
Die erste Silbe ist betont, das a klingt kurz. Mathis und Matthis können im Deutschen genauso klingen. Bei Mattis stehen zwei t direkt nebeneinander und es gibt kein h.
Der verwandte Matts ist dagegen einsilbig. Das i in Mattis macht diesen Unterschied hörbar.
Wie häufig ist Mattis in Deutschland?
Die Schreibweise mit Doppel-t wird regelmäßig als erster Vorname gewählt.
Knud Bielefeld schätzt für die Geburtsjahrgänge 2010 bis 2025 rund 14.100 Vergaben in Deutschland. Die Hochrechnung ist keine vollständige amtliche Zählung. Mathis, Matthis und andere Schreibweisen werden dabei getrennt erfasst.
Quellen und Datenstand
Recherche: 26. Oktober 2026. Genannte Statistiken gelten für den im Text angegebenen Zeitraum.
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