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Mathilde – Bedeutung, Herkunft und Besonderheiten des Vornamens

Mathilde – Bedeutung, Herkunft und Besonderheiten des Vornamens

Mathilde verbindet eine alte Bedeutung mit einem weichen e am Ende. Der Mädchenname gehört zur Familie von Mechthild und Mathilda und wird sinngemäß als „mächtige Kämpferin“ erklärt. Im Deutschen hat er drei Silben, im Französischen klingt derselbe geschriebene Name kürzer.

Die verwandte Form Mathilda endet auf a, die Kurzform Tilda lässt den Anfang weg. Welche davon euch gefällt, hört ihr beim direkten Vergleichen. Weitere alte und neue Favoriten findet ihr in unserer Babynamen-Liste von A bis Z.

Mathilde auf einen Blick

Herkunft, Bedeutung und Aussprache im Überblick.

VornameMathilde
GeschlechtMädchenname
HerkunftGermanische beziehungsweise althochdeutsche Namensfamilie um Mechthild
BedeutungSinngemäß mächtige Kämpferin beziehungsweise Kraft im Kampf
Aussprachema-TIL-de, im Deutschen drei Silben; h bleibt stumm

Was bedeutet Mathilde?

Zwei alte Wortbestandteile verbinden Stärke und Kampf.

Hinter der Namensfamilie stehen germanische Formen wie Mahthilt und die deutsche Form Mechthild. Das erste Namensglied gehört zu Macht oder Stärke, das zweite zu Kampf. Daraus ergeben sich sinngemäß „mächtige Kämpferin“ und „Kraft im Kampf“. Mathilde hat dieselbe Wortwurzel wie Mathilda, Matilda und Mechthild.

Mathilde, Mathilda und Matilde

Ein anderer Schlussvokal verändert den Ausklang deutlich.

Im Deutschen klingt Mathilde gewöhnlich ma-TIL-de, mit einem unbetonten e am Ende. Mathilda endet dagegen auf einem deutlichen a. Das h nach dem t wird in beiden Formen nicht eigens gesprochen. Matilde lässt diesen Buchstaben weg und ist unter anderem im Spanischen, Portugiesischen und Italienischen gebräuchlich.

Auch Mathilde wird in mehreren Sprachen verwendet. Französisch klingt der Name ungefähr ma-TILD; das Schluss-e bildet dort keine eigene gesprochene Silbe. Die gleiche Schreibweise kann in einer mehrsprachigen Familie deshalb unterschiedlich gerufen werden.

Ein Name mit mittelalterlicher Geschichte

Die Namensfamilie war schon vor vielen Jahrhunderten in Europa verbreitet.

Nach Darstellung der Gesellschaft für deutsche Sprache wurde sie zunächst besonders in Adelskreisen und ab dem 12. Jahrhundert auch breiter verwendet. Um 1800 war die Form Mathilde beziehungsweise Matilde wieder häufiger. Der zugehörige Namenstag am 14. März erinnert an die heilige Mathilde. Als kurze Anrede begegnet Tilde; Tilda gehört zur gleichen Familie.

Wie selten ist Mathilde heute?

Die Form mit e ist bei Neugeborenen vertreten, gehört aber zu den weniger häufigen Namen.

Knud Bielefeld schätzt für 2010 bis 2025 rund 1.900 Vergaben als ersten Vornamen in Deutschland. Diese Hochrechnung ist keine vollständige amtliche Zählung. Andere Schreibweisen und die Formen mit a am Ende sind darin nicht enthalten.


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