Startseite » Beitragsarchiv » Verbraucher » Großer Beeren-Rückruf: Diese Produkte von Lidl, Aldi, Netto und Rewe sind betroffen
Gesundheitsgefahr!

Großer Beeren-Rückruf: Diese Produkte von Lidl, Aldi, Netto und Rewe sind betroffen

Großer Beeren-Rückruf: Diese Produkte von Lidl, Aldi, Netto und Rewe sind betroffen

Mehrere tiefgekühlte Beerenmischungen werden aktuell zurückgerufen. Bei Produkten von Lidl, Aldi und Netto können Noroviren nicht ausgeschlossen werden. In einer Beerenmischung von Rewe wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen. Ein Blick ins Gefrierfach ist deshalb dringend ratsam.

Ein Blick ins Gefrierfach lohnt sich gerade besonders: Der zunächst bei Lidl gestartete Rückruf einer tiefgekühlten Bio-Beerenmischung wurde deutlich erweitert. Inzwischen sind außerdem ähnliche Produkte von Aldi und Netto betroffen.

Daneben läuft ein separater Rückruf bei Rewe. Obwohl es sich auch dort um eine tiefgekühlte Beerenmischung handelt, ist der Grund ein anderer: In dem Rewe-Produkt wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen.

Wir haben alle derzeit bekannten Produkte, Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargen für euch zusammengestellt. Stand der Angaben ist der 27. Juli 2026.

Lidl: Rückruf der Freshona Bio-Beerenmischung erweitert

Der Hersteller Jütro Tiefkühlkost ruft die Freshona Bio Beerenmischung, erntefrisch tiefgefroren, zurück. Betroffen sind 300-Gramm-Packungen, die bundesweit bei Lidl verkauft wurden.

Bei den Beeren kann nach Angaben des Herstellers nicht ausgeschlossen werden, dass sie Noroviren enthalten. Inzwischen umfasst der Rückruf deutlich mehr Packungen als zu Beginn.

Kontrolliert bitte sowohl das Mindesthaltbarkeitsdatum als auch die Chargennummer:

  • MHD 22.02.2028: L220226P3, L220226G3, L220226Z3 und L220226D3
  • MHD 23.02.2028: L230226D3
  • MHD 02.03.2028: L030326Z3, L030326H3 und L030326W3
  • MHD 14.04.2028: L150426P3
  • MHD 17.04.2028: L180426H3 und L180426L3
  • MHD 18.04.2028: L190426L3 und L190426N3

Betroffene Packungen sollten nicht mehr gegessen oder verarbeitet werden. Ihr könnt sie in einer Lidl-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird laut Rückrufinformation auch ohne Kassenbon erstattet. Die vollständige Liste findet ihr auch in der aktualisierten Lidl-Kundeninformation .

Aldi Nord und Aldi Süd: Mehrere Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen

Auch eine tiefgekühlte Bio Beerenmischung in der 300-Gramm-Packung, die bei Aldi Nord und Aldi Süd verkauft wurde, wird vom Hersteller Jütro zurückgerufen.

Betroffen sind folgende Mindesthaltbarkeitsdaten:

  • 21.03.2028
  • 22.03.2028
  • 23.03.2028

In der aktuellen Behördenmeldung werden dazu folgende Chargennummern genannt:

  • L220326B3
  • L230326N3
  • L230326P3
  • L230326B3
  • L240326N3

Die Beeren wurden bundesweit verkauft. Auch hier können Noroviren nicht ausgeschlossen werden. Betroffene Packungen könnt ihr in einer Aldi-Filiale zurückgeben und euch den Kaufpreis ohne Vorlage des Kassenbons erstatten lassen. Die Angaben sind in der amtlichen Lebensmittelwarnung aufgeführt.

Netto: BioBio Bio Beerenmischung wird zurückgerufen

Bei Netto Marken-Discount betrifft der Rückruf die tiefgekühlte BioBio Bio Beerenmischung in der 300-Gramm-Packung.

Achtet auf diese Angaben:

  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 26.03.2028
  • Charge: L270326B3

Auch dieses Produkt wurde bundesweit angeboten. Vom Verzehr wird abgeraten, weil Noroviren nicht ausgeschlossen werden können.

Die Packung kann in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Netto informiert auf seiner Seite über den öffentlichen Warenrückruf.

Separater Rückruf bei Rewe: Hepatitis-A-Viren nachgewiesen

Unabhängig von den Norovirus-Rückrufen bei Lidl, Aldi und Netto gibt es einen weiteren Beeren-Rückruf bei Rewe.

Betroffen ist folgendes Produkt:

  • Produkt: ja! Beerenmischung, tiefgefroren
  • Packungsgröße: 750 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 15.03.2028
  • Charge: L-26085
  • GTIN: 4337256908795
  • Hersteller: Eurogroup España Frutas y Verduras S.A.U.

Die betroffenen Beeren wurden in Rewe-Märkten in folgenden Bundesländern verkauft:

  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Anders als bei den Produkten von Jütro wurden in dieser Beerenmischung nach Angaben des Rückrufs Hepatitis-A-Viren nachgewiesen.

Die Packungen dürfen nicht mehr gegessen oder verarbeitet werden. Sie können im jeweiligen Markt zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Weitere Angaben und ein Produktfoto stellt Rewe in seiner offiziellen Rückrufinformation bereit.

Was solltet ihr jetzt tun?

Habt ihr eine der genannten Beerenmischungen im Gefrierfach, kontrolliert bitte die Verpackung genau. Je nach Produkt sind das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Chargennummer und die Packungsgröße entscheidend.

Betroffene Beeren solltet ihr:

  • nicht essen,
  • nicht für Smoothies, Desserts oder Kuchen verwenden,
  • nicht an andere Personen weitergeben,
  • und in die jeweilige Verkaufsstelle zurückbringen.

Das gilt auch dann, wenn die Packung bereits geöffnet wurde oder die Beeren unauffällig aussehen. Viren lassen sich weder am Aussehen noch am Geruch oder Geschmack erkennen.

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargen sind nach dem derzeitigen Stand nicht Teil dieser Rückrufe. Die Warnungen betreffen also nicht grundsätzlich sämtliche Tiefkühlbeeren der genannten Marken.

Was sind Noroviren?

Noroviren gehören zu den häufigsten Auslösern akuter Magen-Darm-Erkrankungen. Eine Infektion beginnt oftmals plötzlich mit starkem Erbrechen und Durchfall. Hinzukommen können Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder leichtes Fieber.

Zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden liegen nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung meistens sechs bis 50 Stunden. Die Erkrankung klingt häufig nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Durch den starken Flüssigkeitsverlust können jedoch insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und gesundheitlich geschwächte Personen stärker belastet werden.

Wer nach dem Verzehr der betroffenen Beeren stark erbricht, an heftigem Durchfall leidet oder deutliche Kreislaufprobleme entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen. Bei kleinen Kindern ist besonders darauf zu achten, dass sie ausreichend Flüssigkeit aufnehmen. Weitere Informationen bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Was ist Hepatitis A?

Hepatitis A ist eine durch Viren verursachte Entzündung der Leber. Die Erreger können unter anderem über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden. Auch rohe oder nicht ausreichend erhitzte Tiefkühlbeeren waren in der Vergangenheit Auslöser entsprechender Erkrankungen.

Mögliche Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Fieber. Später können sich die Haut und das Weiße der Augen gelblich verfärben. Auch dunkler Urin, heller Stuhl oder Juckreiz können auftreten.

Bei jüngeren Kindern verläuft eine Infektion häufig mild oder sogar ohne erkennbare Beschwerden. Erwachsene und Menschen mit einer bestehenden Lebererkrankung können dagegen schwerer erkranken.

Besonders tückisch ist die lange Zeit bis zum Auftreten der ersten Symptome: Sie kann zwischen 15 und 50 Tagen liegen. Im Durchschnitt zeigen sich Beschwerden nach etwa vier Wochen. Dadurch wird der Zusammenhang mit einem zuvor gegessenen Lebensmittel leicht übersehen.

Wer von der zurückgerufenen ja!-Beerenmischung gegessen hat, sollte sich zeitnah ärztlich beraten lassen. Laut Rückrufinformation kann nach einer möglichen Ansteckung unter Umständen eine nachträgliche Impfung infrage kommen. Ob diese sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich geklärt werden. Informationen zur Erkrankung gibt es bei Infektionsschutz.de.

Tiefkühlbeeren grundsätzlich gründlich erhitzen

Tiefgefroren bedeutet nicht automatisch keimfrei. Viren können niedrige Temperaturen überstehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb, tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr vollständig und gleichmäßig zu erhitzen. Kurzes Erwärmen oder bloßes Auftauen reicht möglicherweise nicht aus.

Diese allgemeine Empfehlung ist allerdings keine Lösung für die aktuell zurückgerufenen Packungen. Produkte, die ausdrücklich vom Rückruf betroffen sind, solltet ihr nicht mehr verwenden, sondern zurückgeben.


Wir hoffen sehr, dass dir unser Artikel gefallen hat. Vielleicht hat er dir geholfen, eine Frage zu beantworten. Oder er hat dich nachdenklich, traurig oder fröhlich gestimmt. Wir freuen uns jederzeit über deine Rückmeldung oder Anregung per Kommentar, Email oder Social-Media. Gerne kannst du uns auf Facebook, Pinterest oder Flipboard folgen. Wir freuen uns auch dich! 🤗

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Inhaltsverzeichnis
Nach oben scrollen