Lidl ruft eine tiefgekühlte Bio-Beerenmischung der Marke Freshona zurück. In bestimmten Packungen könnten Noroviren enthalten sein. Familien sollten jetzt Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer kontrollieren.
Tiefgekühlte Beeren landen schnell im Smoothie, im Frühstücksjoghurt oder auf dem nächsten Familienkuchen. Wer eine Packung von Lidl im Gefrierfach hat, sollte deshalb genauer hinschauen: Der Hersteller Jütro Tiefkühlkost ruft die „Freshona Bio Beerenmischung“ zurück.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bestimmte Packungen mit Noroviren belastet sind. Vom Verzehr wird deshalb ausdrücklich abgeraten.
Diese Bio-Beerenmischung wird zurückgerufen
Kontrolliert bitte folgende Angaben auf der Verpackung:
- Produkt: Freshona Bio Beerenmischung, erntefrisch tiefgefroren
- Packungsgröße: 300 Gramm
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 17.04.2028 oder 18.04.2028
- Betroffene Chargen: L180426H3, L180426L3, L190426L3 und L190426N3
- Hersteller: Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG
- Verkauft bei: Lidl
Weitere Produkte der Marke Freshona sowie andere bei Lidl angebotene Produkte des Herstellers sind laut der offiziellen Rückrufinformation von Lidl nicht betroffen.
Da die Packungen noch bis 2028 haltbar sind, kann die Beerenmischung auch längere Zeit im heimischen Gefrierschrank liegen. Ein kurzer Blick auf die Verpackung lohnt sich daher auch dann, wenn der Einkauf bereits einige Zeit zurückliegt.
In diesen Bundesländern wurde die Beerenmischung verkauft
Die zurückgerufene Ware wurde nach Angaben von Lidl in folgenden Bundesländern angeboten:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Brandenburg
- Hessen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein werden nicht als Verkaufsgebiete genannt. Betroffene Packungen können trotzdem in jeder Lidl-Filiale zurückgegeben werden.
Warum werden die Tiefkühlbeeren zurückgerufen?
In den betroffenen Packungen könnten Noroviren enthalten sein. Dabei handelt es sich um hochansteckende Erreger, die plötzlich auftretende Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Typisch sind heftiges Erbrechen, starker Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Hinzukommen können Kopf- und Muskelschmerzen sowie eine leicht erhöhte Körpertemperatur.
Durch Erbrechen und Durchfall kann der Körper innerhalb kurzer Zeit viel Flüssigkeit verlieren. Besonders empfindlich reagieren Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie ältere, kranke oder geschwächte Menschen.
Wichtig: Es steht nicht fest, dass sämtliche zurückgerufenen Packungen tatsächlich belastet sind. Nach Angaben des Herstellers kann eine Verunreinigung jedoch nicht ausgeschlossen werden. Deshalb wird vorsorglich vom Verzehr abgeraten.
Was solltet ihr mit der Beerenmischung machen?
Habt ihr eine betroffene Packung zu Hause, solltet ihr die Beeren nicht mehr essen oder weiterverarbeiten. Das gilt auch für Smoothies, Joghurt, Desserts und andere Speisen.
Ihr könnt die Packung in einer beliebigen Lidl-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch dann erstattet, wenn ihr keinen Kassenbon mehr habt.
Was tun, wenn die Beeren bereits gegessen wurden?
Wer die Beeren bereits verzehrt hat, muss nicht automatisch erkranken. Achtet in den folgenden Stunden und Tagen aber auf mögliche Beschwerden. Nach Angaben von gesund.bund.de können erste Symptome einer Norovirus-Infektion etwa sechs Stunden bis zwei Tage nach der Ansteckung auftreten.
Bei Erbrechen und Durchfall ist es besonders wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Vor allem bei Kleinkindern, Schwangeren, älteren oder geschwächten Menschen sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden. Das gilt insbesondere bei häufigem oder länger anhaltendem Durchfall, zusätzlichem Erbrechen, Fieber oder deutlicher Schwäche.
Da Noroviren sehr ansteckend sind, solltet ihr außerdem sorgfältig auf die Hand- und Toilettenhygiene achten, falls innerhalb der Familie entsprechende Beschwerden auftreten.
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