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Gefälschte AOK-Mail: Vorsicht vor angeblichem Austausch der Gesundheitskarte

Gefälschte AOK-Mail: Vorsicht vor angeblichem Austausch der Gesundheitskarte

Aktuell kursiert eine betrügerische E-Mail, die vor allem bei Familien schnell für Verunsicherung sorgen kann. Darin wird im Namen der AOK behauptet, ältere elektronische Gesundheitskarten müssten aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.

Wer den angeblichen Austausch nicht rechtzeitig beantragt, könne die Karte ab dem 1. August 2026 nicht mehr verwenden. Das stimmt nicht. Hinter der Nachricht steckt nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW ein Phishing-Versuch.

Betrüger setzen eine sehr kurze Frist

Die gefälschte Mail trägt einen Betreff wie „Wichtige Information zu Ihrer Gesundheitskarte“. Darin wird behauptet, Gesundheitskarten, die vor Januar 2023 ausgestellt wurden, seien nicht mehr mit neuen digitalen Lesegeräten kompatibel.

Der Austausch müsse angeblich bis zum 15. Juli 2026 beantragt werden. Dafür sollen Empfängerinnen und Empfänger auf einen Link in der Nachricht klicken.

Genau dieser Zeitdruck ist ein typisches Merkmal von Phishing-Mails. Die Betrüger wollen erreichen, dass ihr schnell reagiert und dabei persönliche Daten, Versicherungsinformationen oder möglicherweise Zahlungsdaten eingebt.

Eure Gesundheitskarte wird nicht wegen dieser Mail gesperrt

Die Verbraucherzentrale stellt klar, dass die in der Nachricht behauptete gesetzliche Umstellung nicht existiert. Ihr müsst eure Gesundheitskarte nicht über einen Link in einer E-Mail austauschen lassen.

Auch die Androhung, die Karte werde ab August unbrauchbar, soll lediglich Druck erzeugen. Öffnet deshalb weder den Link noch mögliche Anhänge und antwortet nicht auf die Nachricht.

Falls ihr unsicher seid, meldet euch ausschließlich über die offizielle App, die bekannte Internetseite oder eine selbst herausgesuchte Telefonnummer bei eurer Krankenkasse.

Daran könnt ihr die gefälschte Nachricht erkennen

Nach Angaben der Verbraucherzentrale enthält die aktuelle Mail mehrere typische Warnzeichen:

  • Die Anrede ist unpersönlich.
  • Die Absenderadresse wirkt nicht wie eine offizielle Adresse der AOK.
  • Es wird eine äußerst kurze Frist gesetzt.
  • Bei ausbleibender Reaktion wird mit einer Sperrung der Gesundheitskarte gedroht.
  • Persönliche Angaben sollen über einen Link bestätigt werden.

Name und das Logo einer Krankenkasse sind dabei kein Beweis dafür, dass eine Nachricht echt ist. Solche Elemente lassen sich leicht kopieren.

Habt ihr den Link lediglich geöffnet, aber noch keine Daten eingegeben, schließt die Seite sofort. Habt ihr persönliche Daten, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen übermittelt, solltet ihr schnell handeln.

Ändert betroffene Passwörter, informiert eure Krankenkasse und kontaktiert bei weitergegebenen Bank- oder Kartendaten zusätzlich eure Bank. Kontrolliert in den folgenden Tagen außerdem eure Kontobewegungen und Nachrichten der Krankenkasse besonders aufmerksam.

Die verdächtige E-Mail könnt ihr anschließend in den Spam-Ordner verschieben und löschen. Ihr könnt sie außerdem an den Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW weiterleiten.


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