Jede Schwangerschaft lässt die Werte auf der Waage etwas steigen. Doch wie viel ist normal? Schwangere Frauen machen sich viele Gedanken um die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Doch keine Sorge, zunehmen gehört dazu. 

Jede Frau und jede Schwangerschaft ist anders

Frauen neigen dazu, sich mit Anderen zu vergleichen. Doch beim Thema Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist das relativ schwierig. Jede Frau startet mit anderen Voraussetzungen in ihre Schwangerschaft. Nicht nur das Ausgangsgewicht ist unterschiedlich, auch der Körperbau und die Körpergröße. All dies kann zu völlig verschiedenen Zunahmen führen. Hinzu kommt, dass bei manchen Frauen mehr Wasser im Gewebe eingelagert wird, oder die Brüste größer werden.

Andere schwangere Frauen haben ein großes und schweres Baby. Auch die Menge des Fruchtwassers spielt eine große Rolle. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist anders. Deshalb macht ein Vergleich der Gewichtszunahme mit anderen schwangeren Frauen tatsächlich nur wenig Sinn.

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Abnehmen in der Schwangerschaft

Viele schwangere leiden gerade in der Frühschwangerschaft unter Übelkeit und Erbrechen. Da kommt es nicht selten vor, dass die Waage ein paar Kilo weniger zeigt. Doch keine Sorge – das ist völlig normal. Solange ihr genügend Flüssigkeit zu euch nehmt, und die auch im Körper ankommt, braucht ihr euch keine Sorgen um euer Baby und um euch zu machen. Nur in den seltensten Fällen ist das Erbrechen so schlimm, dass der werdenden Mutter, Flüssigkeit in Form von Infusionen verabreicht werden muss. Falls ihr viel Erbrechen solltet, besprecht dies mit eurem Frauenarzt.

Eine Diät in der Schwangerschaft sollte absolut tabu sein. Solltet ihr das Gefühl haben, zu viel zuzunehmen, besprecht auch das mit eurem Frauenarzt! Er kann gemeinsam mit euch überlegen, welche leichte Sportart geeignet ist, um der Zunahme entgegen zu wirken. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung lässt ebenfalls die Waage stiller stehen.

Gewichtsverteilung: Plazenta, Fruchtwasser, Baby …

Viele Schwangere fragen sich, wie es zusammenpassen kann, dass das Baby zwar erst ein paar hundert Gramm wiegt, man selbst aber bereits schon mehrere Kilos zugenommen hat. Das ist einfach erklärt:

Nicht nur das Kind wächst und nimmt zu, und sorgt so für eine Gewichtszunahme der werdenden Mutter. Auch die Gebärmutter wird größer, die Fruchtwassermenge steigt, und die Plazenta nimmt an Gewicht zu. All dies zusammen macht die Gedsamtzunahme des Körpergewichts aus.

Beispielrechnung:
  • Gebärmutter: +970g
  • Plazenta: +650g
  • Fruchtwasser: +800g
  • Brüste: +400g
  • Blutmenge: +1.300g
  • Wassereinlagerung: +3.300g
  • Fetteinlagerung: +1.700g

Das sind bereits 9.120 Gramm, die jede Frau in ihrer Schwangerschaft zunimmt. Rechnet man dann das Baby hinzu (welches im Schnitt ca. 3.500 Gramm wiegen wird), liegt die endgültige Zunahme bei mindesten 12,6 kg. Mit der Geburt sind dann jedoch nicht sofort diese ca. 12 Kilogramm wieder weg. Gewebsflüssigkeiten, wie Blut und Wasser, die Milch und kleine Fettdepots bleiben meist noch eine Weile erhalten.

Schwangerschaft: Essen für Zwei?

Früher hieß es immer, wenn man Schwanger ist, muss man für zwei Menschen Essen. Das dies nicht der Fall ist, ist längt belegt. Der Kalorienbedarf einer werdenden Mutter steigt erst im Verlauf der Schwangerschaft. Circa ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steigt der Bedarf um etwa 300 Kcal pro Tag. Deutlich weniger, als die meisten spontan glauben würden. Bereits eine halbe Tafel Schokolade hat um die 270 Kcal.

Um Heißhungerattacken in der Schwangerschaft zu vermeiden, sollte man fünf kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Diese sollten vollwertig und gesund sein. Also aus viel Gemüse und Obst bestehen.

Gewichtskontrolle bei den Vorsorgeuntersuchungen

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird der Blutdruck gemessen, gibt es eine Urinkontrolle, und auch der Schritt auf die Waage ist fester Bestandteil. Die Gewichtskontrolle ist sogar ein sehr wichtiger Vorgang. Denn anhand des Gewichtsverlaufs können Frauenärzte meist schon früh Komplikationen, wie starke Ödeme (Wassereinlagerungen) erkennen.

Diese wiederum können auf Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes hinweisen. Also nehmt diese Kontrollen gelassen. Denn sie dienen nur der Gesundheit eures Babys und euch selbst.


 

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