In jedem Jahr winkt irgendwann die Sommerzeit. Nicht jedermann ist Feuer und Flamme für die Zeitumstellung. Die Auswirkungen auf Körper und Seele sind vielfach zu enorm:

Der Lauf der Dinge …

Man vergisst mitunter, dass Sonne und Mond die eigentlichen Stundenuhren unserer Welt sind. Alles was darüber hinaus kalendarisch festgelegt wurde, ist lediglich der Versuch einer mathematischen Annäherung durch den Menschen. Montag ist nicht der Wochenbeginn, weil die Sonne um eine bestimmte Uhrzeit aufgeht, oder an einer bestimmten Stelle. Wir haben es irgendwann so festgelegt, weil es alles ein wenig einfacher für uns macht.

So ist es schon sehr nützlich, dass wir mit Hilfe von Uhrzeiten, unsere Kinder gleichzeitig an der Schule absetzen können. Oder die Formel-1-Boliden alle pünktlich zur Qualifikation auf der Rennstrecke erscheinen. Alles ist, wenn man es darauf anlegt, durchaus planbar. Die Zeit selber ist aber letzten Endes keine Erfindung des Menschen. Wir haben es lediglich geschafft, sie für uns zu nutzen.

Warum also an der Zeit schrauben?

Die Grundidee der Zeitumstellung hängt mit der „besseren“ Verteilung der Sonnenstunden zusammen. Man wollte die jeweils ganz frühen und ganz späten Tagesstunden besser nutzen können. Ohne die Zeitumstellung auf Sommerzeit, wäre es morgens schon um kurz nach drei Uhr hell, und abends um die einundzwanzig Uhr dunkel. Man hat also den Tag ein wenig nach hinten geschoben, um in den Abendstunden Energie sparen zu können.

Die Sommerzeit erwies sich als nutzlos:

Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass zwar tatsächlich ein wenig am Stromverbrauch geschraubt werden konnte. Allerdings lange nicht im erhofften Maße. Letztlich wird der Tag halt nur zeitlich verschoben. Für die im Drei-Schicht-System produzierende, energieintensive Industrie, hat das keine Bewandtnis. Es wird rund um die Uhr produziert. Da ist es den Turbinen egal, wann die Sonne auf- oder unter geht. Selbst in der Familie hat es nur schiebenden Charakter.

Die Durchschnittsmenge an verbrauchter Energie bleibt. Sie fällt lediglich zu anderen Uhrzeiten an.

Ganz anders sieht es dann aber schon beim menschlichen Energiehaushalt aus. Hier weist die Bilanz eine ganz klare Negativkurve auf. Insbesondere Kinder haben enorme Problem mit der Umstellung auf die neue Zeitzone. Sei es im Sommer, oder im Winter, sie brauchen teils mehrere Wochen, um ihre innere Uhr anzugleichen. Bis dahin sind sie müde, abgeschlafft, reizbar und unausgeglichen.

Wie Mama und Papa diese, für sie selber ebenfalls anstrengende Zeit, ohne große Schramme überwinden können, könnt ihr in unserem Beitrag über die Zeitumstellung in der Familie, lesen.

Über den Autor

Torsten Esser

Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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