Ich werde Vater – Achterbahnfahrt der Männer zwischen Freude und Angst

Was kommt auf einen künftigen Vater zu? Und welche Art Vater möchte man sein?

Vater werden - von Freude und Ängsten
Das erste Mal Vater zu werden ist ein sehr intensives Erlebnis. Freude und Ängste können auch Männer überwältigen.

Ganz sicher haben sich die meisten Männer schon oft ausgemalt, wie es sein wird, wenn sie selber Vater sind. Man blickt ganz automatisch zurück in die eigene Kindheit und zieht Schlüsse, welche Vaterrolle man gegenüber der „Frucht seiner Lenden“ einnehmen möchte. Und irgendwann – ganz unverhofft – weil nur schwer planbar – ist sie schwanger. Alle Gedanken werden akut: Vorfreude und Ängste überfluten auch gestandene Männer vollkommen schlagartig!

Wir Männer wissen eines ganz genau: Über Gefühle redet man nicht. Und über Ängste schon garnicht. Zumindest nicht über die echten! Allenfalls plänkelt man über „Ersatzängste“, welche man mit offenem Blick gegenüber der Frau ertragen kann.

Vorfreude und Zweifel äußern

Die meisten Männer werden sich zunächst spontan auf ihre linke Schulter klopfen. Denn immerhin ist der Beweis ihrer Zeugungsfähigkeit eindrucksvoll vollbracht! ?

Aber mitunter ist schon der zweite Gedanke ein wenig getrübt. Und ganz nebenbei – das ist auch erlaubt! Denn man darf sich schon fragen, ob man der neuen Situation gewachsen sein wird. Auch viele schwangere Frauen springen nicht gleich vor Freude durch die Decke, wenn sie erfahren, dass sie ein Baby bekommen werden.

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In realen Leben ist es oft so, dass zwei Partner unterschiedlich lange brauchen, um sich mit der „Schwangerschaft“ auseinanderzusetzen. Offene und ehrliche Gespräche sind hier sehr wichtig. Natürlich auch mit Freunden und Familie. Wer schon ein Umfeld mit Kindern hat, kann sich sicherlich sehr gut mit befreundeten Elternpaaren über eventuelle Bedenken oder Ängste unterhalten. Aber am Ende ist die Partnerin die richtige Adresse. Denn aus einer Partnerschaft wird hier sehr bald ein Elternpaar entstehen.

Der starke Mann und die Vaterrolle

Das Rollenbild der Männer hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Wir sind heute nicht mehr nur die plumpen Erbauer und Vernichter von Gütern, sondern können oftmals – absolut konkurrenzfähig – nähen, kochen, bügeln, putzen und Schlaflieder singen. Auch wenn es für die meisten von uns absolut selbstverständlich geworden ist, darf man sich trotzdem regelmäßig mit der älteren Generation (oder den Kumpels aus der „Frittenbuden-Gang“) über verweichlichte Rollenbilder auseinandersetzen.

Ein Mann ist ein Mann – und der tut was er kann!

Irgendwo scheint dieser Satz geschrieben. Und niemand weiß, warum er immer wieder ausgegraben wird. Und er ist genau so falsch wie dumm… Denn die meisten Männer sind tatsächlich besser, als man ihnen nachsagt. Allerdings müssen sie sich schon trauen, über den Tellerrand der kinderlosen Kumpels hinaus zu schauen!

Vater bringt die Kohle heim?

Einer der größten Vorteile des neuen Rollenbildes des Mannes: Männer stehen nicht alleine da. Auch die Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten ihren Platz an eurer Seite erkämpft! Eine Familie ist heute – weit mehr als früher – eine echte Partnerschaft.

Natürlich wird man in der ersten Zeit mit Baby finanzielle Einbußen verkraften müssen. Denn ein Baby geht tatsächlich auch ins Geld. Aber die meisten Mütter möchten nach einer gewissen Zeit auch selber wieder arbeiten gehen. Heutige Familienmodelle sind wesentlich flexibler als noch vor 15 Jahren.

Die starke und sanfte Hand der Väter 

Auch in der Vergangenheit gab es sicherlich Väter, die ihrer Zeit weit voraus waren. Heute ist ein Vater in der Familienstruktur oft wesentlich präsenter als früher. Diese Art der Familie eröffnet dem Mann tolle Möglichkeiten – kann aber auch Ängste hervorrufen.

Nicht jeder Mann fühlt sich der Kindererziehung gleich gewachsen. Aber Kinder machen es einem sehr einfach! Sie nehmen uns so, wie wir sind. Und genau so kann jeder frische Vater ganz leicht und ungezwungen in seine Vaterrolle wachsen.

Wer sich schon vor der Geburt intensiv mit sich und seiner eigenen Kindheit beschäftigt hat, wird viel über den eigenen Vater nachgedacht haben. Die einen in der Angst, so zu werden wie der „alter Herr“, die anderen in der Angst, dem eigenen Vater nicht gerecht zu werden.

Allen sei gesagt: Ängste machen Sinn! Denn sie bedeuten, das man sich beschäftigt. Und wer sich beschäftigt, wird versuchen alles gut zu machen. 

Darüber hinaus ist der heutige Mann geradezu gesegnet. Denn er darf auch als Vater genau das sein, was er sich als „Mensch“ vorgenommen hat. Jeder von uns hat eine starke und eine sanfte Seite. Unsere Kinder werden – auf ganz vielfältige Weise – all das brauchen, was wir ihnen an Stärke und Sanftmut mit auf den Weg geben können.


 

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