Sport und Fitness in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?

Sport und Fitness in der Schwangerschaft Was ist erlaubt

Noch bis vor einigen Jahren, galten Fitness- und Sporttraining während der Schwangerschaft, als ein in Stein gemeißeltes Tabu. Mittlerweile haben sich Experten auf breiter Front dafür ausgesprochen, dass eine angemessene körperliche Fitness, die allgemeine Konstitution und Vitalität einer schwangeren Frau enorm verbessern kann. Selbst die typischen Beschwerden einer Schwangerschaft sollen dadurch gelindert werden.

Allerdings sollte man sich natürlich trotzdem vor Augen führen, welche enormen Veränderungen der Körper einer Frau durchmacht, wenn darin ein Kind heran wächst. Darüber hinaus benötigt es jede Menge Energie, um ein Baby während der Schwangerschaft ausreichend zu versorgen. Es gilt also, durch angemessenes Training, die Batterien aufzuladen und das Skelett durch vorsichtigen Muskelaufbau zu stützen, ohne das Maß der Dinge aus den Augen zu verlieren.

Extreme Belastungen sind tabu!

Eine klare Grenze liegt natürlich beim Kampfsport und im Extremsport-Bereich! Aber auch diverse Teamsport Aktivitäten und Wettkampf orientierte Sportarten, überlasten den Körper ungemein. Schnelle und ruckartige Bewegungen, zu große Kraftaufwendungen und Überdehnungen, fordern von einer schwangeren Frau wesentlich mehr Energie ein, als sie bereit sein sollte, auf Kosten des Babys zu geben. Darüber hinaus ist die Sturz- und Verletzungsgefahr in der Schwangerschaft, natürlich nicht nur für die werdende Mutter relevant. Auch das ungeborene Kind kann schweren Schaden nehmen!

Empfohlen wird daher ein recht breit gefächertes Spektrum im Fitnessbereich. Beinahe jeder wird in seinem lokalen Umfeld, spezielle Angebote für Schwangere finden. Der Frauenarzt oder die Vorsorge-Hebamme sind sehr gute Ansprechpartner für solche Adressen. Aber auch in guten Fitness-Clubs gibt es speziell geschulte Kräfte, die sich mit den Begebenheiten einer Schwangerschaft auskennen. Sollte man also einen Fitness- oder Gymnastik-Kurs besuchen wollen, wird man dort die Übungen für eine schwangere Frau anpassen können.

Sport in der Schwangerschaft kann vielseitig sein

Als sehr gut machbar – bis ins dritte Trimester hinein – gilt das Gerätetraining im Fitnessstudio. Denn vorsichtiges Kraft-Ausdauer-Training und Fitnesstraining an Geräten, kann ganz individuell auf das Stadium der Schwangerschaft angepasst werden. Auch macht es einen enormen Unterschied, ob eine Frau schon vorher sportlich aktiv war, oder erst ab der Schwangerschaft ihre Physis stabil halten möchte.

Speziell wenn es um die eigentliche Fitness geht – also den Herz-Kreislauf-Apparat – sind der Ergometer (das Stand-Fahrrad) und der Crosstrainer (Ellipsentrainer) eine tadellose Alternative zum Joggen. Denn das Joggen wird in Fachkreisen heiß diskutiert. Die Belastung durch den Aufprall beim Laufen ist in der ersten Zeit der Schwangerschaft für das Kind recht hoch. Bei fortgeschrittener Schwangerschaft wiederum für den Körper der Mutter.

Auch Tanzkurse, Yogakurse und Aerobik-Einheiten sind durchaus machbar, wenn sie den Umständen angepasst sind. Auch hier gilt es, ruckartige und belastende Bewegungen tunlichst zu vermeiden. Hat man vorher noch nie etwas in diese Richtung gemacht, sollte man lediglich zugeschnittene Kurse für schwangere Frauen besuchen. Aber auch erfahrene Frauen suchen automatisch das Gespräch mit der Kursleitung, um die Intensität der Übungen an ihre Situation anzupassen.

Vorteile und Gefahren beim Training in der Schwangerschaft

Durch gezieltes Training während der Schwangerschaft, kann man die Belastung der Gelenke und die berüchtigten Kreuzschmerzen reduzieren. Auch der Beckenboden kann effektiv trainiert werden. Das allgemeine Wohlbefinden (physisch als auch psychisch) wird enorm gefördert, und die Beweglichkeit des Körpers wird positiv beeinflusst.

Eine schwangere Frau bekommt sehr früh erzählt, dass sie sehr intensiv auf die inneren Signale ihres Körpers achten soll. Sport kann auch hier sehr förderlich sein. Allerdings birgt das sportliche Training noch einen weiteren Grund, um in sich hinein zu horchen: Eine Schwangerschaft ist eine extreme Ausnahmesituation für den Körper einer Frau. So förderlich Sport während der Schwangerschaft sein kann, so viele Warnsignale kann der Körper schicken, sollte man es unvorsichtig übertreiben. Treten Schwindelgefühle, Zeichen von Unterzuckerung, übermäßiger Schweißfluss oder gar Übelkeit auf, sollte man das Training auf der Stelle abbrechen, Wasser zu sich nehmen, und sich ausruhen.

[quote_box_center]Grundsätzlich gilt auch für erfahrene Fitness-Fans, dass sie nur bei speziell auf Pränatales Training geschultem Personal, in guten Händen sind. Denn in der Schwangerschaft gilt auch für den Sport, dass für ein paar Monate nichts so ist, wie es bisher war.[/quote_box_center]

-Anzeige-

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here