Mittagsbrei darf richtig satt machen – und gleichzeitig sanft zum kleinen Bäuchlein sein. Ab etwa dem 9. Monat wird das Essen für viele Babys spürbar „erwachsener“: Die Portionen werden größer, es darf etwas mehr Struktur im Brei sein, und neue Geschmacksrichtungen werden besser akzeptiert. Genau dafür ist dieser Gemüse-Lachs-Reis-Brei eine tolle Idee: mild, cremig, gut vorzubereiten – und mit einem Lebensmittel, das viele Eltern erst später auf dem Zettel haben: Fisch.
Lachs bringt nicht nur Eiweiß mit, sondern auch wertvolle Fettsäuren, die in der Babyernährung oft zu kurz kommen. Kombiniert mit Zucchini, Erbsen, Tomaten und Reis entsteht eine Mahlzeit, die ausgewogen ist und sich gut als Mittagsbrei eignet: Gemüse als Basis, Kohlenhydrate als Sattmacher, dazu Eiweiß – und zum Schluss ein Löffel Öl, der Energie liefert und hilft, fettlösliche Vitamine besser aufzunehmen.
Wenn dein Baby schon gut mit dem Löffel isst, kannst du den Brei ab 9 Monaten auch bewusst nicht mehr komplett spiegelglatt pürieren, sondern leicht „stückig“ lassen. Das unterstützt das Kauen (auch wenn noch nicht viele Zähne da sind) und macht den Übergang zur Familienkost später einfacher.
Und jetzt kommt das Rezept:
Babybrei mit Gartengemüse, Lachs & Reis
Utensilien
- Kleiner Topf mit Deckel
- Schneidebrett
- Messer
- Messbecher oder Tasse
Zutaten
Zutaten
- 100 g Lachsfilet frisch oder aufgetaut, gründlich auf Gräten prüfen
- 150 g Zucchini entspricht ca. 2 kleinen Zucchini
- 3 Stück Mini-Tomaten Kerngehäuse entfernen
- 100 g Erbsen frisch oder TK
- 50 g Langkornreis Rohgewicht (ergibt ca. 150 g gekocht)
- 80–120 ml Wasser zum Garen (nach Bedarf mehr für die Konsistenz)
Zum Unterrühren
- 3 EL Rapsöl pro Portion 1 EL, erst nach dem Pürieren unterrühren
Anleitungen
- Reis nach Packungsangabe in Wasser garen, abgießen und beiseitestellen (ergibt ca. 150 g gekochten Reis).
- Zucchini und Tomaten waschen. Zucchini klein würfeln. Bei den Tomaten das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls würfeln. Lachs in kleine Stücke schneiden und sorgfältig auf Gräten prüfen.
- Zucchini und Erbsen in einen kleinen Topf geben. Mit ca. 80–120 ml Wasser aufkochen und bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
- Lachs und Tomaten in den Topf geben und weitere 4–6 Minuten garen, bis der Lachs sicher durch ist.
- Gekochten Reis dazugeben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren. Falls der Brei zu dick ist, schluckweise Kochwasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Pro Portion 1 EL Rapsöl unterrühren (Öl nicht mitkochen). Eine Portion direkt füttern, den Rest rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren oder einfrieren.
Notizen
Nährwerte pro Portion (Tagesnährwerte)
Warum dieser Brei gut als Mittagsbrei passt
Der klassische Mittagsbrei in vielen Beikostplänen ist eine sättigende Hauptmahlzeit: Er liefert Energie für den Tag und enthält idealerweise eine Kombination aus Gemüse + Kohlenhydraten + Eiweiß + Öl. Genau dieses Prinzip steckt auch hier drin – nur dass statt Fleisch oder Ei, ein Fischanteil dabei ist. Das ist praktisch, weil du so Abwechslung in den Speiseplan bringst, ohne das Baby mit zu vielen neuen Komponenten auf einmal zu überfordern.
Was steckt in den Lebensmitteln?
- Lachs: Liefert hochwertiges Eiweiß und (je nach Sorte) reichlich Omega-3-Fettsäuren. Wichtig ist: immer gut durchgaren und sorgfältig auf Gräten prüfen.
- Zucchini: Sehr mild, wasserreich und deshalb ideal als „sanfter“ Gemüsebasis-Partner.
- Erbsen: Bringen etwas mehr „Substanz“ und Nährstoffe als viele andere Gemüse – und einen leicht süßlichen Geschmack, den Babys oft mögen.
- Tomaten: Sorgen für frische Note. Für empfindliche Babys kann Tomate (wegen Säure) manchmal zu „viel“ sein – ab etwa 9 Monaten klappt es meist gut. Wenn dein Kind zu einem wunden Po neigt, probiere erst einen kleineren Anteil Tomate.
- Reis: Gut verträglich und ein zuverlässiger Sattmacher.
- Rapsöl: Gehört bei Babybreien quasi zum Pflichtprogramm, weil es Energie liefert und die Nährstoffaufnahme unterstützt. Wichtig: erst nach dem Pürieren unterrühren.
Ideen zur Variation (passend ab 9 Monaten)
Damit der Brei spannend bleibt, ohne dass du das Grundprinzip verlierst, hier ein paar Baby-taugliche Abwandlungen:
- Gemüse tauschen (mild bleiben):
Statt Zucchini passen auch Karotte, Kürbis, Fenchel oder ein bisschen Brokkoli (nicht zu dominant, lieber mit mildem Gemüse mischen). - Kohlenhydrate wechseln:
Reis kannst du gelegentlich ersetzen durch Kartoffel, Hirse, Haferflocken (fein) oder kleine Mengen Nudeln (sehr weich gekocht). - Fisch variieren:
Wenn Lachs mal nicht passt: milde Sorten wie Kabeljau/Dorsch oder Seelachs (ebenfalls gut durchgaren und grätencheck!). - Tomaten sanfter machen:
Für empfindliche Babys: Tomaten weglassen oder nur 1–2 Stück verwenden und dafür z. B. etwas Karotte ergänzen. - Konsistenz anpassen:
Ab 9 Monaten darf der Brei ruhig etwas gröber sein. Du kannst z.B. erst alles pürieren und dann ein paar weiche Reis- oder Gemüsestückchen unterrühren.
Mini-Tipp für euren Alltag
Der Brei eignet sich super zum Portionieren: Eine Portion für heute, der Rest in kleinen Behältern einfrieren. Beim Aufwärmen dann nur noch den Öl-Löffel frisch dazu – fertig.
Weitere Breirezepte:
- Birne-Dinkel-Brei
- Zucchini-Kartoffel-Brei
- Kartoffel-Blumenkohl Gemüse-Brei
- Buttergemüse-Kartoffel-Brei mit Pute
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