Start Familienleben Partnerschaft 10 Dinge, die ein Paar bei der Kinderplanung bedenken sollte

10 Dinge, die ein Paar bei der Kinderplanung bedenken sollte

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10 Dinge, die ein Paar bei der Kinderplanung bedenken sollte

Der perfekte Zeitpunkt fürs Kinderkriegen – gibt es den überhaupt? Dieses Thema ist eines, der am häufigsten geführten Diskussionen, auch in eher weniger themenrelevanten, Foren und Communities. Unsere Checkliste zeigt, welche Punkte bei der Kinderplanung unbedingt beachtet werden sollten.

1. Verantwortungsvolles Handeln auch in Notfallsituation

Kann man sich selbst die Frage nach der persönlichen Reife noch recht einfach beantworten, so sollte man seinen Partner zumindest so gut kennen, dass dieser auch in prekären Notfall-Situationen cool und gelassen reagiert. Mama und Papa müssen ein unschlagbares Team bilden, wenn es darum geht, auch die Nächte fair untereinander aufzuteilen.

Ein Kind, gerade aber ein Säugling, beansprucht jede Menge an Aufmerksamkeit und Zeit. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass es ein ganz besonders Glück ist, seine volle Energie einem kleinen Wesen schenken zu dürfen, welches einen Mama oder Papa nennt.

2. Die finanzielle Absicherung:
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Wie sieht es finanziell aus? Und zwar nicht nur aktuell, sondern langfristig. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Allgemeine Kosten für das Kind (Kleidung, Nahrung, Pflege)
  • Arztkosten (bei Privatpatienten)
  • Urlaub
  • Geschenke (Jahresbudget festlegen)
  • Einrichtung (diese wächst mit dem Kind)
  • Schulische Ausbildung/ berufliche Ausbildung (inklusive Klassenfahrten, Schulmaterial,…)
3. Das Gemeinschaftskonto:

Ein extrem wichtiger Punkt der finanziellen Absicherung: Als Paar ein Gemeinschaftskonto eröffnen. Es ist wesentlich einfacher, einen guten Überblick über die monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu halten, wenn man ein gemeinsames Familienkonto führt. Und ganz nebenbei wird auch das Familiengefühl ansich gestärkt. Eine vielleicht etwas romantische Sicht auf die Dinge – aber es schadet nicht.

4. Die Wohnungsgröße

Ist das Baby noch klein, reicht auf den ersten Blick die bisherige Zwei-Zimmer-Wohnung. Wenn man sich aber tiefer ins Thema denkt, wird einem klar, dass gerade ein Baby sehr viel Ruhe und Geborgenheit braucht. Viele Eltern gehen mittlerweile sehr früh dazu über, ihre Babys an ein eigenes Zimmer zu gewöhnen. Aber das muss dann auch im Grundriss vorhanden sein.

Leider ist es immernoch so, dass junge Pärchen ohne Kind eher eine Wohnung bekommen, als es mit Kind der Fall ist. Gott sei Dank ist es keine Regel auf dem Wohnungsmarkt, dass Kinder abgelehnt werden. Aber mitunter gibt es Vermieter, welche aus falscher Vorsicht (wegen der potenziellen Nachbarn) „Kinderlärm“ vermeiden wollen. Daher kann es manchmal ratsam sein, schon vor einer Schwangerschaft in die gemeinsame Traumwohnung zu ziehen.

5. Die Wohnsituation / Kontakt zu anderen Eltern und Kindern

Gibt es Möglichkeiten zum spazieren gehen (Spielplatz)? Wohnen in der Umgebung andere junge Eltern mit Kindern? Sind die Straßen und Grünanlagen sauber?

Das sind nur einige der Fragen, welche einen schlagartig beschäftigen werden, wenn das Kind einmal da ist. Auch hier möchten wir dazu raten, sich diese Fragen schon vor Beginn einer Schwangerschaft zu stellen. Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn man an alles gedacht hat!

6. Öffentliche und medizinische Einrichtungen vor Ort

Bietet der aktuelle Wohnort eine nahe medizinische Versorgung, Kindergärten und Schulen? Sind diese zu Fuß zu erreichen? Google Maps ist hier ein guter Ausgangspunkt. Darüber hinaus findet man über diesen wirklich nützlichen Service auch die eine oder andere Einkaufs- und Freizeitgelegenheit.

7. Die persönliche Lebenssituation

Wenn man eine Familie gründen möchte, dann will man sicherlich auch Familie leben. Dass dazu mehr gehört, als eine gemeinsame Wohnung zu haben, ist den meisten von uns ganz spontan klar. Sprecht gemeinsam als Paar darüber, wie ihr euch eure eigene kleine Familie vorstellt. Es gibt kaum etwas schlimmeres, als wenn man ein paar Monate nach der Geburt des gemeinsamen Kindes feststellt, dass die Vorstellungen des Alltags weit auseinander klaffen.

8. Job und Beruf:

Ein Gespräch mit den jeweiligen Arbeitgebern kann nie schaden. Zum einen gibt es mitunter sehr interessante freiwillige soziale Leistungen, welche einem jungen Paar mit Kind enorm helfen können. Aber natürlich sind auch Themen wie die Elternzeit und Mutterschutz enorm wichtig.

9. Allergien und Familienkrankheiten

Man kann und sollte sich auch mit potenziell unangenehmen Themen befassen. Gibt es im Stammbaum der künftigen Eltern, Allergien oder häufig auftretende Krankheiten in der jeweiligen Familie? Natürlich sollte dieser Punkt nicht dazu führen, sich FÜR oder GEGEN den gemeinsamen Kinderwunsch zu entscheiden. Aber es ist gut, wenn man im Fall einer Schwangerschaft, mit dem behandelnden Frauenarzt über mögliche Überempfindlichkeiten reden zu können.

10. Wo bekommt man Unterstützung?

Ihr braucht massig Unterstützung in den ersten Jahren. Schwiegereltern, Oma und Opa, Paten, Freunde, …

Zum Einen ist es sehr anstrengend immer ein gewisses Energielevel aufrecht zu erhalten. Man braucht einfach ab und an einen Abend als Paar. Denn man sollte die Partnerschaft in der Elternschaft niemals vergessen, oder auf die leichte Schulter nehmen.

Zum anderen haben die eigenen Eltern und Großeltern überraschend gute Tipps und Hilfestellungen parat, wenn man sie am dringendsten braucht. Also traut euch, mit jeder Frage zu euren Liebsten zu gehen. Sie werden euch sicherlich helfen können.

Fazit:

Wenn ihr euch diese 10 Punkte als Grundlage gemeinsamer Gespräche nehmt, werdet ihr viel über einander heraus finden. Nehmt sie als Denkanstoß und entwickelt eigene Fragen. Wenn ihr das Gefühl habt, bei dem einen oder anderen Punkt in vollkommen anderen Welten zu leben, ist aber auch das noch kein Beinbruch! Seht es als Herausforderung an eurem gemeinsamen Familienbild zu arbeiten.

Alles im Leben entwickelt sich! Allerdings gilt es tatsächlich an der einen oder anderen Stelle, nicht alles dem Zufall oder dem Schicksal zu überlassen. Beim Kinderkriegen ist man ganz klar an einem Punkt im Leben angelangt, der so wenig Zufall wie möglich innehaben sollte.

 

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Torsten Esser
Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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