Ein ganzes Jahr auf Weihnachten zu warten, ist für Groß und Klein eine harte Nuss. Aber die letzten 24 Tage im Dezember können schier endlos sein. Mit einem Adventskalender wird die Wartezeit jedoch meist geschickt versüßt. Und wo es vor 20 Jahren nur eine Frage des Schokoladenherstellers war, wird man heute von unterschiedlichsten Varianten erschlagen. Gekaufte Kalender, oder selbstgemachte, für Kinder oder Erwachsene. Doch wie wäre es mit einem Adventskalender für die ganze Familie? Einer, der die Vorweihnachtszeit mit gemeinsamen Momenten bestückt – und viele schöne Überraschungen birgt.

Es muss nicht immer der Schokoladen-Kalender sein

Für viele Menschen war die Beschaffung eines Adventskalenders bis vor einiger Zeit, noch eine „lästige“ Pflicht der Vorweihnachtszeit. Billige Schokolade, immer die gleichen Motive, oft schon am dritten Tag heimlich geplündert. Bei drei Kindern, benötigte man also drei Billigschokoladen-Spender. Diese „Tradition“ hatte sich über Jahrzehnte so gefestigt. Dabei waren Adventskalender in ihrem Ursprung liebevolle Individualisten. Früher wurden sie meist von Hand auf vollkommen unterschiedlichste Weise gefertigt und bestückt. Da hingen an der Wand entweder Socken, Säckchen oder Mini-Geschenke, welche jeden Morgen mit Spannung erwartet wurden.

Seit ein paar Jahren scheint sich dieser Trend glücklicherweise wieder zum Guten zu drehen. Auch, wenn nicht immer selbst Hand angelegt wird, findet man, wenn man mit ein wenig Herzblut danach sucht, tolle Adventskalender für die ganze Familie, zum Kauf. Dabei gibt es natürlich spezifische Varianten für Jungen oder Mädchen. Aber auch neutrale Themen, wie die Weihnachtskrippe, Bauernhoftiere oder Bausteine. Stets altersgerecht, finden Eltern immer einen Kalender, der zu ihrem Kind passt.

Darüber hinaus hat man auch die Erwachsenen als Konsument der vorweihnachtlichen Zeit entdeckt. Wenn man in der Vergangenheit allenfalls als geschätzter Geschäftskunde, eine Aufmerksamkeit zur Adventszeit erhoffen konnte, steht uns Großen nun auch die zauberhafte Welt der Adventskalender, in voller Pracht, zur Verfügung. Angefangen bei 24 tollen Teesorten zum Probieren, bis zum erotischen Geschenkekalender, für besonders adventliche Erlebnisse zu Zweit. Man darf vorsichtig behaupten, dass es nichts gibt, was man nicht bekommen könnte …

Selber machen lohnt sich!

So weit – so vorweihnachtlich. Der Trend der letzten Jahre geht trotzdem immer mehr zum DIY-Adventskalender. Immerhin hat es den entschiedenen Vorteil, nicht an eine Produktgruppe gebunden zu sein. So nett 24 Teesorten auch sein mögen – am Ende sind sie dann vielleicht doch nicht besser, als der Schokoladenspender aus den 90ern.

Man ist also vollkommen frei darin, den Inhalt zu wählen. Aber auch die Gestaltung kann absolut einzigartig sein. Wer im Netz nach Ideen sucht, wird tatsächlich überrascht sein, auf welch tolle Möglichkeiten man stößt. Warum muss ein Adventskalender immer an der Wand hängen? So kann man auch die Ablagefläche des Highboards mit nummerierten Wichteln bestücken, deren Mützen abnehmbar sind, um die tägliche Überraschung zu lüften. Natürlich kann man sich auch die Mühe machen, und 24 todschicke Weihnachtssocken in Übergröße zu stricken. Wer diese mit ein paar Zweigen und Glitzer an die Wand hängt, hat ebenfalls einen tollen wiederverwendbaren Adventskalender. So kehrt auch die Nachhaltigkeit in der Vorweihnachtszeit in die Häuser ein.

(© 1-2-family.de)

Vierundzwanzig kleine Besonderheiten zum Advent

Beim Befüllen des Adventskalenders, müssen natürlich 24 kleine Geschenke gefunden werden, welche zu dem Beschenkten passen. Auch hier gibt es verschieden Varianten, die man nutzen kann. Wir haben in diesem Jahr die Kalender unserer Kinder mit jeweils einem gekauften Spielset gefüllt. So hat die Räubertochter in ihren 24 Tütchen, jeden Tag eine Kleinigkeit, für ihre Puppe. Vom Schnuller bis zum Löffel, findet sich dabei so einiges, was eine echte Puppenmama gebrauchen kann. Für den Junior haben wir ein Bausteine Set in 24 Tage aufgeteilt. In jedem Tütchen sind nun ein paar Bausteine mit der zugehörigen Bauanleitung für den Tag. So bleibt die Spannung erhalten. Denn erst mit der Zeit kann er erahnen, was er denn da eigentlich aufbaut. Für beide Kinder gibt es dann auch noch eine kleine Süßigkeit in jeder Tüte.

Möchte man dem Partner einen Kalender füllen, können Pröbchen aus der Drogerie eine Möglichkeit sein. Oder wenn es ein wenig persönlicher sein soll, wird es beispielsweise ein Kalender mit 24 kleinen Fotos von gemeinsamen Momenten, oder von symbolischen Vorhaben.

Familienzeit: Der König unter den Adventskalendern

Eine wirklich ganz andere Herangehensweise an die Adventszeit, ist die totale Abkehr vom Produktgedanken. Diese Form des Adventskalenders ist mit wertvoller Familienzeit bestückt.

In diesem Weihnachtsdorf, könnte jedes Haus einen besonderen Familienmoment verbergen (Bild: © lithiumphoto / Adobe Stock)

Im hektischen Alltag fällt es uns von Jahr zu Jahr schwerer, in der Adventszeit so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das betrifft nicht nur die Erwachsenen. Auch Kinder verfallen immer früher, mit Blick auf das Christkind, dem reinen Konsumgedanken. Das ist doch zu schade, um dem nichts entgegen zu setzen.

Die Idee für diesen Adventskalender besteht darin, als Familie die Vorweihnachtszeit, gemeinsam mit vielen schönen Momenten zu verbringen. Jeder der 24 Tage ist mit Familienzeit bestückt. Auf kleinen Zetteln – oder mit spezifischen Utensilien – können die Momente im Kalender angekündigt werden. So dürfen Backförmchen verraten, dass am Nachmittag gemeinsam Plätzchen gebacken werden. Ausflüge zum Weihnachtsmarkt, gemeinsam eine Adventgeschichte lesen, Strohsterne für den Weihnachtsbaum basteln, oder zum Weihnachtssingen im Dorf gehen. Der Adventskalender schenkt 24 besondere Momente mit der Familie.

Wenn die Kinder etwas älter sind, kann der Kalender auch zum Gemeinschaftsprojekt werden. Jedes Familienmitglied kann dazu einige Tage des Kalenders mit „Momenten“ bestücken, und so die anderen Familienmitglieder überraschen. So wird der Dezember vom stressigen Dauerflug durch die weihnachtliche Konsumwüste, wieder zu einer gehaltvollen Adventszeit mit echter Tiefe…


Habt ihr noch weitere Ideen für tolle Adventskalender? Dann schreibt uns einen Kommentar!

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