Babys wollen ihre Welt entdecken. Sie fühlen, schmecken und hören. Die meisten Sinne nutzen sie parallel beim spielen. Ein Baby braucht aber nicht gleich eine ganze LKW-Ladung Spielzeug dafür. Ein paar gut ausgewählte Spielzeuge und die Entdeckungsreise kann beginnen. Das Spielzeug ABC …

Schon Neugeborene schauen sich ihre Welt genau an. Sie betrachten die Farben, nehmen die Gerüche wahr, und hören auf den Klang der sie umgebenen Stimmen. Desto älter ein Kind wird, desto mehr Interesse zeigt es an Dingen wie Spielzeug. Die bunten Bälle, das schön klingende Glockenspiel, oder das Mobile am Bett, laden dazu ein, erkundet zu werden.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes, sollten Eltern die Spielzeuge anpassen. So ist die Rassel erst wirklich dann interessant, wenn das Kind diese auch eigenständig halten kann.

1. bis 5. Lebensmonat: Mobile, Spieluhr und Rasseln

Das erste Spielzeug auf das ein kleines Baby trifft, ist seine Spieluhr. Vielleicht kennt es die Melodie bereits aus der Zeit in Mamas Babybauch. Umso besser, denn sie erinnern sich an diese und fühlen sich sicher und geborgen. Zieht man die Spieluhr auf, liegen die meisten Babys friedlich in ihrem Stubenwagen und lauschen der Musik. Da sich ihr Sehvermögen in den ersten Monaten noch verstärken muss, ist das Ohr eines der stärksten Sinnesorgane in dieser Zeit.

Das hören der Musik entspannt die Kleinen und lässt sie ruhiger werden. Um den dritten Lebensmonat herum, wird das Mobile über dem Bett, oder das Spieltrapez auf dem Boden interessant. Neugierig schauen die Kleinen sich die bunten Dinge an, die dort in der Luft schweben und tanzen. Vielleicht wandert sogar schon ab und zu das kleine Händchen in Richtung Spielzeug. Treffen tun sie dies jedoch nur mit viel Glück. Sie können die Entfernung zum Spielzeug noch nicht einschätzen und greifen daher oft ins Leere.

Etwa mit fünf Monaten greifen Kinder gezielt nach Gegenständen. Zu diesem Zeitpunkt werden bunte Rasseln, und alles was gut in der Babyhand liegt, zum Objekt ihrer Begierde. Rasseln mit Glöckchen, Greifbälle und Beißringe liegen jetzt hoch im Kurs.

6. bis 9. Lebensmonat: Bälle, Autos und Musik

Mit sechs Monaten werden die Kleinen immer mobiler. Sie können sich drehen, und robben vielleicht schon über den Fußboden. Nun werden Spielzeuge interessant, mit denen man z.B. aktiv Geräusche produzieren kann. Können die Babys alleine sitzen – und beginnen zu krabbeln – sind Bälle oder Autos der absolute Hit. Auch Spielzeuge die Musik abspielen, werden nun mit Freude betrachtet und angehört.

10. bis 12. Lebensmonat: Stapeltürme, Bausteine und Kuscheltiere

Mit großen Schritten geht es jetzt auf den ersten Geburtstag zu. Die Kinder beginnen sich überall hochzuziehen und an Möbeln entlang zu laufen. Auch das Greifen kleiner Dinge wird dank des Pinzettengriffs beherrscht. Zum ersten Mal werden Bausteine interessant. Türme zu bauen und sie mit lautem Krach umzuwerfen, macht großen Spaß. Alles woran man sich festhalten und hochziehen kann, ist ebenfalls sehr gefragt. Eigens dazu gibt es von vielen Firmen Spieltische. Diese locken mit bunten Farben und vielfältigen Spielmöglichkeiten.

Viele Kinder suchen sich in diesem Alter ein Kuscheltier aus, welches sie von nun an treu begleiten soll. Egal ob im Bett, beim Ausflug zur Oma, oder zum Kinderarzt – überall hin muss der liebste Bär, Hase, oder Elefant mit.

Es muss nicht immer gekauftes Spielzeug sein!

Spielzeuge haben ihren Preis. Einige sogar einen sehr hohen. Dabei brauchen Kinder gar nicht immer gekauftes Spielzeug, um ihre Welt spielerisch zu entdecken. Der Kochtopf mit dem Holzlöffel, oder der Schneebesen, eignen sich hervorragend zum musizieren. Und auch die Trinkbecher der großen Schwester können super gestapelt und umgeworfen werden.

Viele Kinder lieben es mit Alltagsgegenständen spielen zu dürfen. Wollten sie doch schon immer mal wissen, was dieses komische Ding ist, womit Mama da kocht. Das Ausräumen von Schubladen ist besonders beliebt. Gut eignen sich Schubladen gefüllt mit Plastikdosen alla Tupperware, oder Plastik-Schüsseln und Bechern. Diese können gefahrlos und nach Herzenslust, ein- und wieder ausgeräumt werden.

Achtung beim Spielzeugkauf

Prüfsiegel GSWichtig ist auf die Sicherheit des Spielzeugs zu achten. Gerade Kleinteile oder schlecht verarbeitete Spielzeuge, bergen eine große Gefahr für Kinder.

 

Achten sollten Eltern auf:

  • Ecken und Kanten – diese könnten das Baby beim Spielen verletzen
  • Gute Verarbeitung – können sich eventuell Kleinteile ablösen, besteht die Gefahr des Verschluckens. 
  • Holzspielzeug darf nicht splittern
  • Die Farbe darf nicht abblättern, verwischen, oder giftig sein
  • Immer die Altersempfehlung beachten
  • Auf Prüfsiegel achten, diese Spielzeuge wurden von einer Komission geprüft

Immer wieder kommt es bei Herstellern zu Rückrufen ihrer Ware. Durch Mängel in der Produktion können sich Kleinteile lösen, das Material ist schlecht verarbeitet, oder im Spielzeug befinden sich unerwünschte Stoffe. In unserer Rubrik Rückrufaktionen informieren wir über aktuelle Rückrufe von Spielzeugen, und Gegenständen, mit hoher Relevanz für Kinder und Familie. Ein Blick in diese Rubrik lohnt sich daher immer wieder.


 

Über den Autor

Jacqueline Esser

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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