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Co-Sleeping – so schläft das Baby sicher und geborgen im Familienbett

von Torsten Esser
Co-Sleeping Baby

Beim Co-Sleeping schlafen Mama, Papa und Kind(er) gemeinsam in einem Bett. Mehr und mehr Familien entscheiden sich für diese natürliche Form der Schlafgestaltung. Die Extraportion an Kuscheleinheiten und die körperliche Nähe führen in der Regel zu entspannteren Nächten. Worauf bei der Wahl des Familienbettes und in puncto Sicherheit geachtet werden sollte, erfährst du hier.

Das Familienbett – oft ungeplant und doch immer beliebter

Für einige werdende Eltern ist von Anfang an klar, dass ihr Baby mit ihnen im elterlichen Bett schlafen soll. Andere Paare planen mit viel Liebe zum Detail das Kinderzimmer, kaufen ein hübsches Babybettchen mit hochwertiger Matratze und stellen am Ende fest: Das Neugeborene schläft viel lieber bei Mama und Papa. Das Familienbett erfreute sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, bringt es doch zahlreiche Vorteile für Eltern und Kinder mit sich.

Warum schlafen die meisten Babys am liebsten im Familienbett?

Aus evolutionsbiologischer Sicht war das Schlafen in direkter Nähe zu den Eltern für ein Baby überlebenswichtig. Ohne diese wären sie widrigen Wetterbedingungen und wilden Tieren schutzlos ausgeliefert gewesen. Noch heute ist das gemeinsame Schlafen in fast allen Kulturen die Norm – mit Ausnahme der modernen westlichen Welt.

Bei uns hat es sich im vergangenen Jahrhundert etabliert, dass Neugeborene im eigenen Bett oder gar im eigenen Zimmer schlafen. Doch wissen Babys nicht, dass sie im heimischen Kinderzimmer heutzutage sicher sind vor Tigern, Bären und Co. Ihre jahrtausendealten Schutzinstinkte sind noch immer aktiv und zeigen sich in ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit und Körpernähe zu den Eltern, besonders beim Schlafen.

Das häufige Aufwachen in der Nacht dient der Überprüfung, ob noch alles sicher ist. Liegen die Eltern neben dem Kind, reicht oft eine kurze Berührung oder ein beruhigendes Wort, damit das Kleine wieder in den Schlaf findet. Mama und Papa sind schließlich da.

Was sind die Vorteile von Co-Sleeping?

  • Sichere Schlafumgebung: Wie bereits erläutert, fühlen sich Babys in direkter Nähe zu ihren Eltern am sichersten. Damit ist die beste Grundlage für einen erholsamen Schlaf geschaffen.
  • Schnelles Beruhigen und Füttern: Wacht das Baby nachts auf, muss nicht aus dem Bett geklettert werden, um es zu beruhigen. Dasselbe gilt für das Füttern. Stillende Mütter ziehen ihren Sprössling einfach zu sich an die Brust und können dabei im besten Fall gleich wieder einschlafen. Auch das Fläschchen kann schon auf dem Nachttisch bereitstehen und ohne großen Aufwand gegeben werden.
  • Mehr Erholung: Schlafen Baby und Mama eng beieinander, so passen sich ihre Schlafzyklen einander an. Wacht das Baby auf, wird die Mutter also gewöhnlich nicht aus einer Tiefschlafphase gerissen. Aus diesem Grund fühlen sich viele Mütter trotz häufigen nächtlichen Stillens am nächsten Tag weniger übermüdet.
  • Gesundheit: Es hat sich gezeigt, dass Babys, die bei ihren Eltern schlafen, einen stabileren Atemrhythmus und Herzschlag haben. Auch funktioniert aufgrund des Körperkontakts ihre Wärmeregulierung besser. Dies ist vor allem für Frühchen ein großer Vorteil.
  • Bindung: Das gemeinsame Schlafen stärkt das Urvertrauen und fördert eine enge Bindung zwischen Eltern und Kind.
Neben dem reinen Kuschelfaktor darf das Co-Sleeping auch einfach mal Spaß machen! (Bild: © David Pereiras / Adobe Stock)

Ein erhöhtes oder verringertes Risiko von SIDS im Familienbett?

Eine der größten Ängste von frischgebackenen Eltern ist der plötzliche Kindstod (SIDS, Sudden Infant Death Syndrom). Immer wieder wird im Hinblick auf SIDS vor dem Schlafen im Familienbett gewarnt. Beachtet man jedoch einige Sicherheitsvorkehrungen, so kann Co-Sleeping das Risiko des Kindstods sogar verringern. Wie bereits erwähnt, wirkt sich die Nähe zu den Eltern positiv auf die Atmung und den Herzschlag des Kleinkindes aus. Mütter haben oft einen so leichten Schlaf, dass sie Atemaussetzer instinktiv bemerken, wenn ihr Baby neben ihnen liegt. Darüber hinaus fördert Co-Sleeping die Stillbeziehung, was wiederum die Gefahr des plötzlichen Kindstods reduziert.

Bei diesen Ausnahmen sollte Co-Sleeping nicht praktiziert werden:

  • Wenn ein oder beide Elternteile rauchen, Alkohol oder andere Drogen konsumiert haben.
  • Wenn die Eltern krank sind (sie beispielsweise Fieber haben).
  • Wenn es sich beim Elternbett um ein Wasserbett handelt.

Was gilt es in puncto Sicherheit noch zu beachten?

Während Babybetten die Kleinen durch Gitter vor dem Herausfallen schützen, ist dies beim Schlafen im Familienbett nicht gegeben. Es sollte demnach vor allem bei mobileren Kindern darauf geachtet werden, dass sie nicht vom Bett herunterfallen können. Eine Maßnahme kann sein, das Bett an einer Seite direkt an die Wand zu stellen. Ist auf der anderen Seite ein Beistellbett angebracht, ist dies schon ein guter Schutz. Darüber hinaus bietet der Handel Sicherheitsgitter, die das Baby vor Stürzen bewahren.
Wichtig ist, dass die Matratze nicht zu weich ist. Auch muss die Schlafumgebung so gestaltet sein, dass keine Kissen, Kuscheltiere oder Decken über das Baby rutschen können. Ein Neugeborenes sollte auf jeden Fall in seinem eigenen Schlafsack schlafen. Des Weiteren haben Haustiere im Familienbett nichts zu suchen.

Ein guter Kompromiss zwischen Familienbett und eigenem Babybett: das Beistellbett

Viele Eltern entscheiden sich für ein Beistellbett, das direkt an das Elternbett angebracht wird. So haben sie ihr Baby in der direkten Nähe und doch hat jeder seinen eigenen Schlafbereich. Diese Option ist demnach ein guter Mittelweg. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass das Baby am Ende doch im Elternbett schläft und das Beistellbett nur als Ablageplatz verwendet wird.

Baby schälft in Beistellbett
Bild: © Ekaterina Pokrovsky / Adobe Stock

Checkliste: Darauf sollte beim Kauf eines Beistellbettes geachtet werden:

  • Bettgröße: Neugeborene sind winzig, darum haben Beistellbetten oft sehr geringe Maße. Wer das Bett mehr als ein paar Monate nutzen möchte, wählt am besten ein größeres Modell.
  • Höhe: Nicht alle Elternbetten sind gleich hoch. Es gilt darauf zu achten, dass sich die Matratzen auf der gleichen Höhe befinden. Viele Beistellbetten lassen sich stufenlos verstellen und an das Elternbett anpassen.
  • Material: Möbel für Kinder sollten schadstofffrei sein und abgerundete Kanten haben.

Und was, wenn das Kind mit 18 Jahren noch im Familienbett schlafen will?

„Das Kind wird nie im eigenen Bett schlafen!“ Ein solches Argument hört man von Gegner des Co-Sleepings häufig. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Die meisten Kinder entscheiden sich im Alter zwischen zwei und fünf Jahren von selbst dafür, dass sie nun allein schlafen möchten. Auch ist es in der Regel zu jeder Zeit möglich, das Kind ans eigene Bett zu gewöhnen. Die Entscheidung, wie lange Co-Sleeping betrieben wird, liegt allein bei der jeweiligen Familie. Zudem ändern sich die Schlafgewohnheiten von Kindern ständig. Schaut einfach, was im Hier und Jetzt für euch gerade das Richtige ist.

Welche Betten eignen sich zum Co-Sleeping?

Wichtig bei der Wahl des Familienbettes ist die Größe. In Betten mit den Maßen 200 × 200 cm, wie sie bei Möbel-Eins zu finden sind, schlafen drei Personen sehr bequem. Wer auf der Suche nach einem Familienbett ist, findet große Boxspringbetten für die ganze Familie bei Möbel-Eins. Diese sind bequem, bieten ausreichend Fläche und versprechen süße Träume für Groß und Klein. Das Bett sollte stabil und die Matratze nicht zu weich sein. Wie bereits erwähnt, sind Wasserbetten zum Co-Sleeping nicht geeignet. Das Schlafen im Familienbett wird von vielen Experten empfohlen. Werden einige Sicherheitsvorkehrungen beachtet, bietet es zahlreiche Vorteile für Eltern und Kind. Gemeinsames Kuscheln und zusammen aufwachen – genieße diese einzigartigen Momente, denn viel zu schnell werden die Kleinen groß.


Quellen:


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