In einer Partnerschaft ohne Kinder hat das Liebesleben einen großen Stellenwert. Gerade dann, wenn ein Kinderwunsch besteht, wird Sex zu einem großen Thema. Doch wie steht es um das Liebesleben, wenn erstmal das Kind da ist? Wird Sex zur echten Nebensache, oder bleibt genügend Raum und Zeit für den physischen Teil der Partnerschaft?

Entgegen aller Gerüchte – Auch Eltern haben noch Sex!

Möglichst häufig, lange und intensiv sollte er sein. So zumindest sind die Erläuterungen im Freundes- und Bekanntenkreis, wenn man über Sex spricht, BEVOR Kinder mit im Haushalt leben. Fragt man Eltern, heißt die Antwort oft: „Sex, was ist das? Wir sind froh, wenn wir drei Minuten für uns haben können!„.

Nach der Geburt fehlt oft die Lust auf Sex

Auch als Elternpaar hat Sex keinen geringeren Stellenwert, als vor der Elternschaft. Aber es wird anders. Sobald ein Baby geboren ist, liegt der Fokus der Eltern auf dem Kind. Der Alltag wird rund um die Bedürfnisse des Kindes geplant, und gerade bei Neugeborenen hat man selbst Abends nur kurze Verschnaufpausen. Also bleibt die Zweisamkeit, zumindest am Anfang, ein wenig auf der Strecke. Viele Frauen haben zusätzlich – durch das Hormonchaos nach der Schwangerschaft – wenig bis gar keine Lust auf Sex.

Und auch viele Männer verspüren in der Zeit nach der Geburt ihres Kindes, ein geschmälertes Verlangen nach Geschlechtsverkehr. Hier kann es verschiedene Gründe geben. Zum einen steht das starke Geschlecht oft noch unter dem Einfluss der Eindrücke der Geburt. Darüber hinaus entwickeln sie rein hormonell eine Art Beschützerdrang. Sexualität rutscht dann für den Moment in der Hierarchie ein paar Ränge ab. Diese Dinge sind natürlich von Mann zu Mann vollkommen unterschiedlich ausgeprägt.

Das Baby übernimmt die Führung im Schlafzimmer

Wird das Baby dann größer, der Alltag hat sich eingespielt und die Nächte sind nicht mehr ganz so kurz, kommt meist die Lust auf Sex zurück. Doch dann wird klar: Das Baby schläft im Schlafzimmer! Der bisherige Ort für Zärtlichkeiten und Zweisamkeit ist von nun an gefühlt tabu. Zum Glück hat eine Wohnung noch genügend andere Zimmer. Und so müssen Eltern in ihrem Liebesleben wieder kreativ sein. Die neue Situation bringt häufig wieder Schwung in das eingeschlafene Sexualleben.

Im Bett ist es halt gemütlich – und das nicht nur in der Nacht! (Bild: © EVERST / Adobe Stock)

Die Date-Night für Eltern

Auf den ersten Blick wirkt eine feste Date-Night für Eltern ungewöhnlich. Doch viele Paare profitieren von fixen Terminen für ihr Liebesleben. Gerade für Elternpaare, denen der erneute Weg zum Liebespaar schwerer fällt, ist die Idee einer Date-Night genau richtig. Dabei überlegt sich abwechselnd ein Partner etwas für den besonderen Abend. Was genau, liegt dabei natürlich bei den Vorlieben des Paares. Erlaubt ist alles, was beiden Partnern Spaß und Freude bereitet. Dabei muss es also nicht unbedingt das klassische Candlelight-Dinner sein. Auch eher verrückte Ideen (Dinge, die man schon IMMER einmal gemeinsam machen wollte) stehen hier ganz groß im Kurs. Das große Finale wird dann „natürlich“ wieder hinter verschlossenen Türen gefeiert …

Die goldene Regel: nicht beim Sex erwischen lassen

Eine Sache die man wirklich niemals schleifen lassen sollte, ist ein bestimmtes Mindestmaß an Vorsicht, wenn es um den Beischlaf im Haus geht, während Kinder in der Wohnung sind. Denn schon alleine die Geräuschkulisse rund um den Akt, kann sehr verstörend für Kinder sein. Entweder vernehmen sie vermeintlich wimmernde oder lautstarke „Schmerzenslaute“. Welchen Eindruck Kinder bekommen können, wenn sie ihre Eltern In flagranti erwischen, mag man sich kaum ausmalen. So intensiv positiv Sex für uns bei der Durchführung sein mag, so brutal und skurril wirkt er auf Kinder. Insbesondere, wenn diese „Brutalität“ zwischen Mama und Papa stattfindet.

Bild: © vgstudio / Adobe Stock

So gibt es tatsächlich viele Paare, welche gänzlich auf Sex verzichten, solange Kinder zu Hause sind. Dabei ist das gar nicht zwingend nötig, wenn man mit Hilfe von ein paar Kleinigkeiten eine Art Sicherheitssystem installiert – und darüber hinaus immer schön die Ohren gespitzt hält. Abhilfe schafft hier oft schon ein Windspiel, welches an einer strategisch günstigen Stelle aufgehängt wird. Entweder an der nächstgelegenen Zwischentüre oder vielleicht auch direkt vor der Kinderzimmertüre. So hört man sofort, wenn der Nachwuchs auf die Pirsch geht. Ein befreundetes Paar hat sogar eine Lösung gebastelt, in der ein Bewegungsmelder installiert wurde. Schreitet jemand durch den Bereich des Sensorfeldes, geht im Schlafzimmer eine rote Lampe an! Praktisch – und verrückt genug, um hier erwähnt zu werden …


Was sind – oder waren – eure Strategien? Schreibt uns in den Kommentaren! 🙂

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