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Wachstumsschmerzen – tut wachsen wirklich weh?

von Jacqueline Esser
Veröffentlicht: Letztes Update

Fast jedes dritte Kind hat sie – Wachstumsschmerzen. Meist treten sie abends und nachts auf, und lassen Kinder schlecht schlafen. Tut wachsen wirklich weh? Und was kann man dagegen machen?

Was sind Wachstumsschmerzen?

Wachstumsschmerzen sind kindliche Schmerzen in den Beinen und Armen, die auf keine Verletzungen oder Erkrankungen zurück zu führen sind. Sie treten meist im Alter zwischen 4 und 16 Jahren auf. Am häufigsten haben Vorschulkinder und Grundschulkinder unter ihnen zu leiden. Woher die Wachstumsschmerzen kommen, ist bisher tatsächlich nicht eindeutig geklärt.

Forscher gehen davon aus, dass abendliche und nächtliche Wachstumsschübe von etwa 0,2 Millimetern pro Stunde, zu einer starken Dehnung der Bänder und Sehnen führen, die dann diese Schmerzen auslösen. Wachstumsschmerzen können – auch wenn sie völlig normal und harmlos sind – mitunter sehr stark und dadurch sehr belastend für die Kinder sein.

Woran erkennt man Wachstumsschmerzen?

Die Beine sind im Kindesalter besonders wachstumsintensiv. Aus diesem Grund treten dort am häufigsten Schmerzen auf. Vor allem die Knie und Unterschenkel sind davon betroffen. Ob euer Kind wirklich unter Wachstumsschmerzen leidet, könnt ihr an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Die Schmerzen treten Nachmittags, Abends oder Nachts auf, und sind am nächsten Morgen wie weggeblasen.
  • Das Kind beschreibt die Schmerzen als dumpf, stechend und brennend
  • Der Schmerz hält einige Minuten bis hin zu Stunden an
  • Die Schmerzen kehren alle paar Monate zurück
  • An der schmerzenden Stelle sind keine Veränderungen erkennbar (keine Blutergüsse, Schwellungen oder Ausschläge)
  • Es treten keine anderen Symptome auf, wie Fieber, Taubheitsgefühle oder Übelkeit.

Was tun bei Wachstumsschmerzen?

Ihr solltet euer Kind immer ernst nehmen und ihm mit Verständnis entgegen treten. Oft hilft es den Kindern bereits, wenn sie spüren, dass sie und ihre Schmerzen ernst genommen werden. Die elterliche Nähe und Zuwendung lässt Kinder die Schmerzen häufig schon vergessen oder wenigstens weniger wahrnehmen.

Sollte dies jedoch nicht ausreichen, hilft vor allem Wärme gegen die Wachstumsschmerzen. Ob Heizkissen, Wärmflasche oder ein warmes Bad, die Wärme führt zu Entspannung und hemmt die Schmerzen. Auch eine sanfte, kreisende Massage der schmerzenden Stelle mit Arnikasalbe oder Sportlercremes bringen Linderung. Hilfreich kann außerdem das homöopatische Mittel GUAIACUM D 6 sein. Lasst euch dazu von eurem Arzt oder in der Apotheke beraten.

Helfen dieses oder andere homöopathische Mittel nicht, und die Schmerzen sind sehr stark, kann auch mit der geeigneten Dosierung Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. Holt euch auch hierzu den Rat eures Arztes.

Kann man den Schmerzen vorbeugen?

Wirklich Vorbeugen kann man den Wachstumsschmerzen nicht. Um das Risiko jedoch zu verringern, ist es wichtig das die Kinder sich gerade beim Sport, vorher aufwärmen und nachher dehnen. Auch eine ausgewogene, mineralstoffreiche und gesunde Ernährung kann dazu beitragen, dass sich die Schmerzen in Grenzen halten.

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2 Kommentare

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Stefanie Strate 27. Mai 2014 - 21:21

Danke für die Tipps werde sie beim nächsten mal testen und euch berichten.

Antwort
1-2-family.de
1-2-family.de 28. Mai 2014 - 10:32

Wir freuen uns drauf! 🙂 Liebe Grüße 🙂

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