Bild Copyright: Erich Kasten/Pixelio.de
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Euer Baby schreit unaufhaltsam, zieht die Beine an, und das Bäuchlein ist aufgebläht und hart – es hat Blähungen. Diese treten häufig in den ersten drei Lebensmonaten auf und werden Drei-Monats-Koliken genannt.

Viele Eltern kennen die Situation: Es ist Abend (acht Uhr) und das Baby schreit und schreit und schreit. Einen ersichtlichen Grund scheint es nicht zu geben. Das kleine Menschlein ist frisch gefüttert, gewickelt und müde scheint es auch nicht zu sein. Doch was steckt hinter dem herzzerreißenden weinen? Es können Blähungen und starke Bauchschmerzen sein, welche die Kleinen quälen.

Ich selbst kenne diese Frage nur zu gut, schon kurz nach der Geburt meines Sohnes erlebte ich genau diese Situation. Stundenlang trug ich ihn durch die Wohnung und verzweifelte, weinte mit und suchte nach Lösungen. Nach den ersten Wochen  war auch mir dann klar – mein Sohn hat Drei-Monats-Koliken. Halleluja, die nächsten Wochen stehen also im Zeichen von Blähungen und schlimmem Bauchweh meines Babys.

Woher kommen die Drei-Monats-Koliken?

Welche Ursache die Koliken haben, konnte bisher nicht genau geklärt werden. Klar ist, der Darm kleiner Babys ist noch unausgereift und somit anfällig für Magen-Darm Probleme. Mögliche Ursachen können zu hastiges trinken sein, wobei Luft in den Verdauungstrakt gelangt, blähende Nährstoffe, die über die Muttermilch zum Kind gelangen, oder die Unverträglichkeit der Milchnahrung.

Wo auch immer die Drei-Monats-Koliken her kommen, alle Eltern fragen sich „Was können wir tun, um unserem Kind zu helfen?“. Wir haben ein paar Tipps und Tricks zusammengefasst, die euch und vor allem euren Kindern helfen können, die Blähungen zu vermeiden, oder zumindest zu erleichtern.

Koliken verhindern

  • Die Milchnahrung beim Zubereiten nicht schütteln, sondern rühren. So gelangt weniger Luft in die Milch und in den Verdauungstrakt der Kleinen.
  • Babys beim füttern häufiger aufstoßen lassen, so entweicht die Luft aus dem Bäuchlein.
  • Stillende Mütter sollten auf blähende Lebensmittel (Bohnen, Kohl, etc), Koffein und Teein verzichten
  • Zwischen den Mahlzeiten sollte, wenn möglich, 2 Stunden  Abstand bestehen.
  • Sab simplex und Lefax: die Emulsion löst die Luftbläschen im Darm auf und verhindert so Blähungen

Hilfe bei Blähungen und Magenkrämpfen

  • Warmer Fencheltee
  • Fliegergriff: Das Baby mit dem Bauch auf den Unterarm legen, die Hand liegt am Bauch und wärmt, übt gleichzeitig Druck aus. Dabei ein wenig umherlaufen.
  • In Absprache mit dem Kinderarzt die Flaschennahrung wechseln
  • Kirschkernkissen oder Wärmflasche
  • Das Baby baden
  • Massagen des Bauches
  • Das Leitungswasser zum Zubereiten der Flasche mit Babywasser ersetzten

Homöopathische Mittel gegen Bauchweh und Blähungen

  • Viburcol-Zäpfchen (wirken entblähend und entkrampfend, außerdem zur Behandlung von Unruhezuständen und banalen Infekten bei Kindern geeignet)
  • Carum carvi Zäpfchen – Kümmelzäpfchen ( wirken entkrampfend und entblähend, sowie Stuhlauflockernd )

Wie lange bleiben die Drei-Monats-Koliken?

Wie der Name bereits vermuten lässt, treten die Koliken meist in den ersten drei Lebensmonaten des Babys auf. Manche Babys quälen sich jedoch auch darüber hinaus mit Blähungen herum. Eine genaue Angabe über die Dauer der Koliken kann leider nicht getroffen werden. Doch meistens verschwinden die Drei-Monats-Koliken so schnell, und unerwartet, wie sie gekommen sind.

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