Die Geburt, so schön sie auch ist, ist enorm anstrengend. Und in den Wochen danach haben auch die wenigsten Mamas zwischen Windeln und Stillen noch Zeit, sich um sich selbst zu kümmern. Doch das sollte man – sich selbst und dem Partner zuliebe. Und das geht auch mit ein paar kleinen Schritten, ohne „die ganz große Show“.

Eine Kopfsache

Die meisten Mamas werden beim folgenden Satz zustimmend nicken: So sehr ein Baby einen auch mit guten Gefühlen erfüllt, so wenig fühlt man sich nach den neun Monaten noch als attraktive Frau. Die Dehnungen, die vielleicht hinzugekommenen Pfunde und die Tatsache, dass der Säugling einen Großteil des Tages beansprucht, sorgen dafür, dass viele Mütter sich anfangs gar nicht wohl in ihrer Haut fühlen. Nein, das hat nichts mit einem falschen Gesellschaftsbild vom Mutterkörper zu tun, sondern liegt daran, dass all die vergangenen und aktuellen Anstrengungen dafür sorgten, dass sich eine Frau rein äußerlich in einer kurzen Zeitspanne stark änderte.

Sich im eigenen Körper wohlzufühlen, hat nichts mit falschen Schönheitsidealen zu tun, sondern ist Grundvoraussetzung für ein glückliches Mutterdasein und auch das Re-Normalisieren einer Beziehung. Doch das alles muss unter einem realistischen Eindruck bleiben: Viel Sport ist in den ersten Wochen noch nicht drin und man muss auch zwei Monate nach der Geburt nicht wie eine Promi-Lady schon sämtliche Spuren beseitigt haben. 

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1. Die Easy-Frisur

Es ist einfach so: in den ersten Wochen hat man einfach nicht die Zeit, die es benötigt, um eine schwierige Frisur täglich zu waschen und zu stylen. Genau das ist aber einer der sichtbarsten Faktoren, der viele Frauen stört und zu Unwohlsein beiträgt.

Daher gilt, am besten noch vor der Geburt, ab zum Friseur und sich eine maximal pflegeleichte kurze Frisur schneiden lassen.  Keine Sorge, ein guter Friseur weiß, was zu welcher Gesichtsform passt und was auch dann gut aussieht, wenn man nur kurz mit dem Kamm durchfährt. Und: Auch Färben ist erlaubt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht hier sowohl während der Schwangerschaft wie der Stillzeit keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken.

2. Schau mir in die Augen, Papa

Ein kleines hungriges Würmchen, das mehrmals pro Nacht kräht, dazu die körperliche Anstrengung einer Geburt, das ist nichts, was schönen Augen zuträglich wäre. Doch auch das lässt sich auf einfache Weise regeln:

  • Um die schlafmangel-bedingten Augenringe zu bekämpfen, sollte regelmäßig koffeinhaltige Creme aufgetragen werden. Die regt die Mikrozirkulation an.
  • Stellen sich aus gleichem Grund Tränensäcke ein, sind das meist nur einfache Schwellungen, die durch täglichen Einsatz einer kühlenden Kompressen-Brille gemindert werden können. In schwereren Fällen sollten Rosskastanie-Cremes aufgetragen werden.
  • Statt der Brille (die sowieso zu schnell durchs Baby vom Gesicht gewischt werden kann), sollte man Kontaktlinsen einsetzen. Allerdings bitte nicht wahllos bestellen, sondern sich vorher informieren und vergleichen. Wer nicht noch mehr Pflegeaufwand produzieren will, nimmt Eintageslinsen, die werden abends einfach entsorgt.
  • Tagsüber generell immer wieder mit sauberen Fingern sanft über die Augenlider und das umgebende Gewebe streichen und sie so massieren. Das regt ebenfalls die Zirkulation an.

Und falls man morgens auch nur fünf Minuten Zeit hat, kann man schnell einen Lidstrich ziehen.

3. Mama-Style

Mamas dürfen sich auch schminken
Als Neu-Mama muss man einfach nur lernen, jede freie Sekunde zu nutzen. Da bleibt auch mit Säugling pro Tag noch genug übrig. (Bild: © goodluz / Fotolia)

Auch wenn viele Mütter es gerne verbergen würden, aber in den Wochen nach der Geburt hängt der Bauch arg. Klar, wo vorher das Ungeborene für pralle Füllung sorgte, stützt jetzt nichts mehr. Das sorgt für ein Dilemma: Umstandskleidung passt meistens schon nicht mehr, aber die alten Sachen von vor der Schwangerschaft sind noch zu eng und machen auch eine unvorteilhafte Figur. Dabei ist der Mittelweg relativ einfach: alles, was die derzeitige Figur etwas kaschiert, ist erlaubt. Ein Klassiker sind Leggins, über die man schön geschnittene Oversize-Tops in gedeckten Farben trägt.

Auch Kleider sind perfekt, solange man nicht auf zu unruhige Muster setzt, die betonen die Problemzonen nämlich noch. Und generell sollte man nun seine Kleider zeitweise in der XL-Abteilung suchen. Denn die dortigen Stücke sind in Schnitt und Farbe eben voll darauf ausgerichtet, weibliche Problemzonen zu kaschieren – egal wodurch sie entstanden. Aber es gilt auch: auf Bauch-Weg-Unterwäsche etc. sollte man verzichten. Die ist nur unbequem.

4. Der Notfall-Koffer

Auch wenn es sich so anfühlt, selbst intensive Säuglinge brauchen keine 24-stündige Aufmerksamkeit. Wenn sie schlafen oder auch nur gestillt werden, bietet sich immer die Gelegenheit, schnell zuzugreifen und sich etwas Mama-Schönheitszeit zu gönnen. Solche Momente wahrzunehmen, ist das Wichtigste. Und dazu gehört, jederzeit eine Kulturtasche mit Spiegel, Puder, Creme und Makeup griffbereit zu haben.

5. Schönheit ganz unten

Zugegeben, lange, gepflegte, lackierte Nägel und Hände sind nicht drin, wenn man sich tagtäglich dutzende Male die Hände waschen und dauernd ein empfindliches Baby halten muss. Die Hände sind also nach der Geburt eine Baustelle, an der man einfach nichts ändern kann. Aber weiter unten geht das durchaus. Wer noch nicht so gelenkig ist, bittet einfach den Papa, sich mit Feile und Nagellack an den Zehen zu betätigen und einem eine Mama-Fußpflege zu verpassen. Währenddessen sucht man oben im Netz nach schicken offenen und vor allem flachen Schuhen. Egal wie sicher man vor der Schwangerschaft auf hohen Hacken auch war, mit Kind im Arm sind jegliche Absätze einfach zu risikoträchtig. Gut, dass die klassischen „Gesundheitslatschen“ schon seit geraumer Zeit auch für junge Frauen zur trendigen Schuhmode gehören.

Und wenn man all diese Schritte noch mit der Einstellung kombiniert, dass man jetzt auch nach Neu-Mama aussehen darf – und eben nicht „wie früher“ – dann kommt das gute Körpergefühl ganz von selbst.


 

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Jacqueline Esser
Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Zurzeit arbeitet sie als Gruppenleitung einer Krippen-Gruppe einer Kindertagesstätte. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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