Junges Paar Hand in Hand am Strand

„Männer sind … Und Frauen auch“, heißt es in Loriots Komödienklassiker „Pappa ante Portas“ beim Versuch von Herrn Lose, seinem Sohn die Geschlechterwelt zu erklären. Männer haben vor allem Schwierigkeiten, über Schwierigkeiten zu sprechen.

Intimität? Ja! – Gesprächskultur? Naja…

Es gibt viele Begriffe und Floskeln für das Auf und Ab in einer Beziehung. Die meisten sind eher unbrauchbar. Sie überdramatisieren, verniedlichen oder banalisieren oft real existierende Probleme. Dadurch werden diese häufig gar nicht als solche erkannt. Die Kommunikation innerhalb von Beziehungen wird nicht selten eher von den Frauen getragen. Dieses Ungleichgewicht kann zwar lange gut gehen, erweist sich jedoch meist nicht als krisenfest.

Den Männern fehlt die Routine, wenn es darum geht, unangenehme Themen zu besprechen, aber es mangelt auch an Routine, die Dinge offen anzusprechen und das Kind beim Namen zu nennen. Das geht dann unter Umständen so weit, dass um den Kern eines Problems monate- bis jahrelang herumgeredet (bzw. –geschwiegen) wird. Meist geschieht es aus Angst, dass jemand ansonsten verletzt werden könnte.

Des Pudels Kern – die Beziehung

Eine Beziehung kann zu einer Komfortzone werden. Sicherlich, man muss sich in der Partnerschaft wohl fühlen, allerdings gilt es ebenso, sich kontinuierlich um den Partner zu bemühen, ihn nicht für selbstverständlich zu nehmen. Des Öfteren verfallen Menschen jedoch in Routinen. Beziehungen sind keine Selbstläufer, sondern ein ständiger Näherungsprozess.

Dabei müssen beide Partner auch unangenehme Dinge über sich selber erfahren. Dafür wiederum muss die Bereitschaft da sein. Männern scheint es manchmal sogar grundsätzlich schwerzufallen, sich fest zu binden und eine Beziehung einzugehen, wie im Magazin von Questico berichtet wird. Sich komplett auf jemanden einzulassen, scheint für Männer ein emotionaler Kraftakt zu sein, auf den sie nur unzureichend vorbereitet sind.

Wichtig, um diese Problematik richtig anzugehen, ist Vertrauen. Es erfordert behutsames Vorantasten, das vor allem gemeinsam angegangen werden muss. Manchmal kann es auch helfen, eine Paartherapie zu beginnen.

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