Manchmal reicht ein Stück Kreide – und schon wird aus einem grauen Stück Asphalt ein kleiner Spielplatz. Himmel und Hölle ist genau so ein Spiel. Viele Eltern kennen es noch aus ihrer eigenen Kindheit: ein paar Kästchen auf den Boden malen, ein Steinchen werfen und loshüpfen.
Das Schöne daran: Dieses Spiel braucht kaum Vorbereitung, kein Spielzeug und funktioniert fast überall – auf dem Schulhof, auf dem Gehweg vor dem Haus oder in der Spielstraße. Und während Kinder versuchen, das Gleichgewicht zu halten und die richtige Reihenfolge der Felder einzuhalten, trainieren sie ganz nebenbei Koordination und Konzentration.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Alter: ab etwa 5 Jahren
- Ort: draußen auf Asphalt, Pflaster oder Beton
- Anzahl der Kinder: alleine oder mit mehreren spielbar (ideal 2–6 Kinder)
- Dauer: so lange, wie die Kinder Lust haben
Das braucht ihr
- Straßenkreide
- einen kleinen Stein oder ein Säckchen
- etwas freie Fläche
Mehr ist tatsächlich nicht nötig.
Vorbereitung
Zuerst wird mit Kreide das Spielfeld auf den Boden gemalt. Das klassische Himmel-und-Hölle-Feld besteht aus mehreren nummerierten Kästchen, die übereinander angeordnet sind.
Typisch ist diese Reihenfolge:
1
2 – 3 (nebeneinander)
4
5 – 6 (nebeneinander)
7
8 – 9 (nebeneinander)
10 („Himmel“)
Das oberste Feld wird oft als Himmel bezeichnet – daher auch (wenig überraschend) der Name des Spiels.
Spielanleitung Schritt für Schritt
- Das erste Kind wirft den Stein in das Feld mit der Nummer 1.
- Dieses Feld wird übersprungen.
- Alle anderen Felder werden der Reihe nach hüpfend durchlaufen.
Dabei gilt:
- In Einzelfeldern wird auf einem Bein gehüpft.
- In Doppelfeldern dürfen beide Füße aufgesetzt werden.
- Im obersten Feld – dem „Himmel“ – darf kurz mit beiden Füßen gestanden werden.
- Auf dem Rückweg wird der Stein aufgehoben, ohne auf zwei Beine zu kommen oder die Linien zu berühren.
Dann beginnt die nächste Runde mit Feld 2.
Berührt ein Kind eine Linie, verliert das Gleichgewicht oder landet im falschen Feld, ist das nächste Kind an der Reihe.
Warum Kinder dieses Spiel lieben
Himmel und Hölle wirkt auf den ersten Blick einfach – aber genau das macht seinen Reiz aus. Kinder versuchen Runde für Runde, ein bisschen geschickter zu werden.
Dabei werden ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten trainiert:
- Gleichgewicht und Koordination
- Konzentration
- Körperkontrolle
- Geduld und Durchhaltevermögen
Und nicht selten entsteht dabei ein kleiner Wettbewerb: Wer schafft als erstes alle Felder?
Varianten für mehr Abwechslung
Damit das Spiel nicht langweilig wird, lassen sich leicht neue Regeln einbauen.
Für jüngere Kinder
- weniger Felder malen
- ohne Stein spielen
- mit beiden Füßen hüpfen
Für ältere Kinder
- rückwärts hüpfen
- mit geschlossenen Augen werfen
- auf Zeit spielen
Kreative Variante
Die Felder können statt Zahlen auch kleine Aufgaben enthalten, zum Beispiel:
- einmal drehen
- in die Hände klatschen
- ein Tiergeräusch machen
Noch mehr spontane Spielideen:
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