Körpersprache: Baby-Signale deuten und verstehen

Körpersprache bei Babys
Bild: © nanettegrebe / Fotolia

Solange ein Baby noch nicht sprechen kann, fällt es Eltern oftmals schwer, die kleinen Mäuse zu verstehen. Weinen kann auf so vieles hindeuten, dass Mama und Papa erst einmal die Palette an Möglichkeiten ausloten. Wir haben für euch das „Ein-Mal-Eins“ der Körpersprache zusammengestellt, damit ihr eurer Baby besser verstehen lernt. 

Weint ein Säugling – hat das immer einen Grund. Diesen jedoch herauszufinden, stellt Eltern häufig vor eine große Herausforderung. Ist es Hunger? Hat es die Windel voll? Oder langweilt es sich einfach nur? Fragen über Fragen, die nacheinander beantwortet werden wollen. Doch das kostet Zeit, in der ein Baby natürlich einfach weiter weint. Wie schön wäre es, wenn Eltern ihr Baby einfach sofort verstehen könnten.

Mit ein wenig Übung versteht man sein Baby: Denn auch wenn ein Baby nicht sprechen kann, es sendet Signale, die verraten, was gerade sein Bedürfnis ist. Und zwar anhand seiner Körpersprache. Diese richtig zu deuten, kann den Alltag mit Baby enorm vereinfachen.

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Nuckeln an Händchen und Tüchern

Häufig können Eltern beobachten, dass ihre Babys an ihrer Faust oder an Tüchern nuckeln. Meist deuten Eltern das als Hungersignal. Ist das Nuckeln aber nicht mit schmatzen, Suchbewegungen des Köpfchens, oder von Weinen begleitet, deutet das Nuckeln eher auf etwas anderes hin.

Babys nuckeln um, sich zu beruhigen. Dabei ist ihnen egal, ob sie einen Schnuller, den Daumen oder gar die ganze Hand zum Nuckeln haben. Babys zeigen dieses Verhalten oft, wenn sie müde sind. Sie nuckeln sich sozusagen in den Schlaf. Aber auch ein angespanntes Baby nuckelt, um sich zu erholen. Beispielsweise nach der Aufnahme vieler Reize (Farben, Licht, Geräusche). Sollte dies der Fall sein, braucht das Baby einfach eine ordentliche Verschnaufpause.


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Überstrecken und Rücken durchdrücken

Für viele Eltern ist das ein wahrlich beängstigender Anblick. Das Baby weint bitterlich und drückt den Rücken stark durch. Oft ist es ein Anzeichen für Schmerzen. Gerade beim – oder kurze Zeit nach – dem Füttern kommt es zu diesem Verhalten. Grund ist häufig Sodbrennen oder Bauchschmerzen. Durch das wölben des Rückens verschafft sich das Baby Linderung.

[blockquote align=“none“ author=““]Kommt dieses Überstrecken jedoch mehr als regelmäßig vor, sollte man die Ursachen der potentiellen Schmerzen von einem Kinderarzt abklären lassen.[/blockquote]

 

Kopf zur Seite drehen

Dreht ein Baby den Kopf beim Spielen weg – dann meistens – weil es den Input erst einmal verarbeiten muss, oder überfordert ist. Da es sich nicht verbal äußern kann, ist es sein Signal, eine Pause einzulegen. Gerade wenn physische Dinge dem Baby zu nahe kommen, könnt ihr beobachten, dass es sich weg dreht. Das Baby versucht mit diesem Verhalten, dem Überreiz (aus Farben und/oder Geräuschen) aus dem Weg zu gehen.

Beinchen anziehen und strecken

Viele Eltern können bei ihren Kindern beobachten, dass sie ihre Beinchen ruckartig anziehen und danach wieder strecken. Immer im Wechsel. Häufig weinen die Kleinen dabei. Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass euer Baby unter Bauchkrämpfen, Koliken oder einer Verstopfung leidet. Sie ziehen beim Schmerz die Beine an und lassen sie wieder los, wenn der Schmerz schwächer wird. Hier hilft es das Baby im Fliegergriff zu tragen oder eine sanfte Bauchmassage durchzuführen.

Kommunikation zwischen Eltern und Babys

Einen ganz tollen – und tiefer gehenden – Ratgeber zur Kommunikation zwischen Eltern und Babys, hat die Autorin Dr. Julia Strohmer als E-Book verfasst. Als Interviewpartnerin konnte man Vivian König (die deutsche Pionierin für Zwergensprache) gewinnen. Es wird ganz toll darauf eingegangen, wie man typische Babygebärden erkennen und deuten kann. Erst in der gegenseitigen Kommunikation zwischen Groß und Klein werden Bindungsprozesse besonders intensiv.

[blockquote align=“none“ author=““]Ganz spannend auch die Frage: „Wie kann ich als Vater mit meinem ungeborenen Kind kommunizieren?“[/blockquote]

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Jacqueline Esser
Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Zurzeit arbeitet sie als Gruppenleitung einer Krippen-Gruppe einer Kindertagesstätte. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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