Wenn ein Baby das Sitzen lernt, ist das ein enorm großer Meilenstein in der Entwicklung und ermöglicht ganz neue Perspektiven in der Wahrnehmung der eigenen Umwelt. Das Sitzen ermöglicht neue Spiel- und Lernmöglichkeiten.

Der richtige Zeitpunkt um das Sitzen zu lernen

Nach dem Drehen und Robben, lernt ein Kind das Sitzen. Dazu braucht es einige Fähigkeiten. Die Rücken- und Bauchmuskulatur muss sich genügend aufgebaut haben, um sich hinsetzen zu können. Das ist bei den meisten Babys mit rund sieben Monaten der Fall. Sie können nun für einige Sekunden sitzen, wenn sie sich dabei mit den Ärmchen am Boden abstützen.

Mit neun oder zehn Monaten können sie sich bereits alleine aufsetzten und frei sitzen bleiben. Sollte ein Kind mit 10 Monaten noch nicht frei sitzen können, ist das kein Grund zur Sorge. Wie bei allen Entwicklungsschritten, geht auch hier jedes Kind seinen eigenen Weg, und in seinem selbstbestimmten Tempo.

Ein Baby, das nicht selbständig frei sitzen kann, sollte auf keinen Fall frühzeitig und gestützt, in eine sitzende Position gebracht werden! Erst wenn ein Baby von alleine sitzen kann, ist auch seine Muskulatur ausreichend aufgebaut. Sind die Muskeln noch nicht reif genug, könnte die Wirbelsäule bleibende Schäden davon tragen.

Viele Wege führen zum Sitzen

Ein Baby hat mehrere Möglichkeiten vom Liegen in den Sitz zu gelangen. Für welche Möglichkeit es sich entscheidet, hängt sehr mit persönlichen Vorlieben zusammen. Liegt es zum Beispiel mehr auf dem Rücken, wird es eine andere Variante wählen, als aus der Bauchlage heraus. Die häufigsten Varianten sind:

Der Klassiker: Das Baby befindet sich im Vierfüßlerstand und setzt seinen Po rechts oder links neben dem Fuß ab, streckt die Beine aus und richtet die Wirbelsäule auf. Schon sitzt es in einem stabilen Sitz, der dazu einlädt, entspannt zu spielen.

Entspanntes aufrichten: Aus der Rückenlage dreht sich das Baby auf die Seite und stützt sich mit dem Arm ab. Mit wachsender Muskulatur richtet sich das Baby immer mehr ab, bis es frei sitzt.

Gymnastikrunde: Das Baby hebt sich aus der Bauchlage heraus in den Spagat und schiebt sich in den freien Sitz.

Fußspieler: Einige Babys setzen sich auf, indem sie aus der Rückenlage versuchen, nach ihren Füßen zu greifen. Das sieht in etwas so aus, als würden die Kleinen ihre Bauchmuskeln trainieren.

Damit ein Baby sitzen lernt, ist die wichtigste Fähigkeit als Voraussetzung, sich mit den Händen abstützen zu können. Denn nur so kann es sich in eine aufrechte Position bringen. Die ersten Sitzversuche sind wackelig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Doch mit etwas Übung wird es immer sicherer. Und schon bald ist es in der Lage, sein Gewicht auszubalancieren und stabil im freien Sitz zu verweilen.

Wie Babys die Welt neu entdecken

Kann ein Baby sitzen, lernt es seine Welt neu kennen. Es beginnt eine neue spannende Zeit. Durch die veränderte Perspektive können Dinge noch genauer betrachtet werden. Da die Hände frei sind, bieten sich dem Kind völlig neue Spielmöglichkeiten, wodurch es in seiner Entwicklung ganz neue Meilensteine erreichen wird. Endlich kann das Baby auch im Hochstuhl sitzen und am Familientisch Platz nehmen.

Als nächste Entwicklungsschritte folgen schon bald das Krabbeln, das Aufstehen und dann das Laufen.


 

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