Schwanger nach Fehlgeburt – von Angst und Hoffnung

Eine Fehlgeburt gehört zu einer der einschneidensten Erlebnissen im Leben einer Frau. Leider enden viele Schwangerschaften bereits frühzeitig. Kommt es danach zu einer weiteren Schwangerschaft, wird diese oft von vielen Ängsten begleitet.

Jede fünfte Schwangerschaft endet tragischerweise in einer Fehlgeburt. Das ist eine erschreckende Zahl. Denn eine Fehlgeburt ist für jedes Paar, und besonders für die Frau, eine sehr einschneidende Erfahrung. Wenn dann der Schwangerschaftstest erneut Positiv ausfällt, keimt bei vielen die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt auf. Die Freude über eine neue Chance bleibt häufig zunächst aus. Doch seid euch sicher, bald werdet ihr euch freuen können und die neue Schwangerschaft genießen.


Gefühls-Achterbahn 

Eine Fehlgeburt belastet die Seele enorm. Da ist es total verständlich, dass man, wenn man wieder schwanger ist, Angst vor einer erneuten Fehlgeburt hat, und die Freude nur vereinzelt durchdringt. Die Angst wird einen wahrscheinlich die ersten Wochen der Schwangerschaft begleiten. Sind dann die ersten 13-14 Wochen geschafft, wird man recht sicher durchatmen können. Danach wird auch die Freude ihren Platz in euren Herzen finden, und ihr werdet die Schwangerschaft genießen können.

Aber die Gefühlsachterbahn, die ihr nun erlebt, ist völlig normal. Diese Gefühle darf man akzeptieren und zulassen. Im Gespräch mit eurem Partner, Freunden, oder der Familie, solltet ihr euren Gedanken freien Lauf lassen können.

Engmaschige Kontrollen 

Bei einer Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt, wird der Frauenarzt gerade zu Beginn mehr Untersuchungen anordnen, um die Schwangerschaft engmaschig zu kontrollieren. Das wird euch Sicherheit geben. Wenn ihr das kleine Herzchen schlagen seht, es vielleicht sogar hört, werdet ihr körperlich spüren, wie euch ein Stein vom Herzen fällt. Diese Vorsorgeuntersuchungen werden wahrscheinlich alle 2-3 Wochen stattfinden. Scheint die Schwangerschaft stabil zu sein, können sie auch im 4 Wochen-Rhythmus einberufen werden.

Natürlich kann man jederzeit zu seinem Frauenarzt gehen, wenn man etwas ungewöhliches feststellt, oder man sich einfach nicht gut fühlt. Nutzt die Untersuchungen beim Frauenarzt auch, um über eure Sorgen zu sprechen. Er wird für eure Situation das größte Verständnis haben.

Ausruhen und Schonen 

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft werdet ihr vielleicht müde und erschöpft sein. Gebt diesem Gefühl nach und ruht euch aus. Räumt Ruhepausen ein und versucht euch so gut wie möglich zu schonen. Vermeidet es, schwere Dinge zu tragen und euch zu überanstrengen. Fühlt ihr euch gut, dann geht spazieren und lasst die Seele baumeln.

Alles was euch gut tut, tut auch eurem Baby gut. Man darf dabei gerne auf seinen Bauch hören. Und zwar im doppelten Sinne. Vielleicht wartet schon lange ein tolles Buch auf euch, oder ihr wolltet schon ewig einen Wellness-Tag zelebrieren. Es ist immer genau die Zeit dafür, wenn man sich danach fühlt.

Eine Schwangerschaft ist auch Lebenszeit

[quote_box_center]Denn eines ist klar: Man sollte grundsätzlich während einer Schwangerschaft auf Sich und seine innere Stimme hören. So kann man Warnsignale schnell erkennen. Aber eine glückliche und entspannte Schwangerschaft, wird auch eine erfolgreiche sein. Also die Antennen nach Innen ausrichten – gut zuhören – aber nicht vergessen zu leben![/quote_box_center]

 

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