Nestlé unter Druck: Belastete Babynahrung offenbar seit Anfang Dezember bekannt

Nestlé unter Druck Belastete Babynahrung offenbar seit Anfang Dezember bekannt

Bild: © Юлия Завалишина / Adobe Stock


Berlin, 8. Januar 2026. Wie bereits am 5. Januar von uns berichtet, gibt es aktuell einen großen Rückruf von Nestlé-Babynahrung. Betroffen sind die Marken BEBA und Alfamino . Der Nestlé-Konzern hat unzählige Produkte wegen möglicher Verunreinigungen zurückgerufen. Neue Recherchen der Verbraucherorganisation foodwatch zeigen nun offenbar: Nestlé wusste schon seit Anfang Dezember von der Kontamination. In mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, wurden die betroffenen Produkte bereits vor Wochen zurückgerufen – in Deutschland erfolgte die Warnung erst jetzt.

Der Rückruf betrifft inzwischen 800 Produkte in 60 Ländern weltweit, die in mehr als zehn Nestlé-Werken hergestellt wurden. Das gefundene Toxin Cereulid kann bei Babys zu Erbrechen und Durchfall führen.

„Es ist absolut inakzeptabel, dass Nestlé die deutschen Verbraucher:innen erst Wochen später informiert hat. Dieses Vorgehen ist höchst fragwürdig”, erklärt Alina Nitsche von foodwatch.

Untersuchungen von foodwatch decken besorgniserregende Details auf:

  • Am 9. Dezember meldete Nestlé den niederländischen Behörden die Entdeckung von Cereulid bei Eigenkontrollen. Dies wurde foodwatch von der zuständigen Behörde schriftlich bestätigt. Weder Nestlé noch die Behörden in den Niederlanden starteten einen öffentlichen Rückruf.
  • Die italienischen Behörden stellten am 12. Dezember eine Warnung im EU-System RASFF ein. Frankreich reagierte umgehend mit einem Rückruf – Deutschland nicht, obwohl die Produkte auch hier im Handel waren.
  • Die österreichische Lebensmittelbehörde war nach eigenen Angaben bereits zu Weihnachten informiert. Auch hier gab es zunächst nur einen “stillen Rückruf” ohne Verbraucherinformation.
  • Erst am 5. Januar startete Nestlé den öffentlichen Rückruf in Deutschland.
  • Laut niederländischen Behörden ist ein kontaminierter Rohstoff die Ursache. Die genaue Herkunft konnte bisher offenbar weder von Nestlé noch den Behörden ermittelt werden. Das zeigt laut foodwatch erneut Mängel in der EU-rechtlich vorgeschriebenen Rückverfolgbarkeit.

Alina Nitsche von foodwatch kritisiert: „Das Muster ist leider bekannt: Verbraucher:innen werden zu spät informiert und die Unternehmen kommen meist ohne ernsthafte Konsequenzen davon. Wir brauchen dringend strengere Veröffentlichungspflichten und spürbare Sanktionen für Verstöße. Die bisherigen Strafen sind oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein.”

Wohin die “Reise” in diesem Fall geht, scheint aktuell völlig offen. Da bisher scheinbar noch nicht sicher feststellbar ist, woher der kontaminierte Rohstoff ursprünglich stammt, können Verbraucher/innen lediglich darauf hoffen, dass alle im Umlauf befindlichen Chargen, auch im Nachgang noch einmal intensiv auf mögliche Verunreinigungen getestet wurden.

Hier geht es zum Nestlé-Rückruf für Babynahrung: 

BEBA und Alfamino Rückruf: Es besteht potenzielle Gesundheitsgefahr

Torsten Esser 5. Januar 2026
Wichtige Info für Eltern: Rückruf bei BEBA & ALFAMINO. Hier findest du alle betroffenen Chargen/MHD in Tabellenform und was du jetzt tun solltest.

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