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Immer mehr Schulstraßen: Warum Städte jetzt umdenken

Immer mehr Schulstraßen: Warum Städte jetzt umdenken

In immer mehr Städten werden derzeit sogenannte Schulstraßen eingerichtet oder bestehende Modelle ausgeweitet. Dahinter steckt ein vergleichsweise simples Konzept: Straßen direkt vor Schulen werden zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt oder stark eingeschränkt.

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Ziel ist es, den Bereich rund um Schulen sicherer zu machen und den oft hektischen Bring- und Holverkehr zu entzerren.

Was genau ist eine Schulstraße?

Der Begriff „Schulstraße“ ist rechtlich nicht überall einheitlich definiert, wird in der Praxis aber ähnlich umgesetzt. In der Regel bedeutet er:

  • Eine zeitlich begrenzte Sperrung für Autos, meist vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss
  • Zufahrt nur für Anwohner, Schulpersonal oder Einsatzfahrzeuge
  • Absicherung durch Poller, mobile Sperren oder Verkehrshelfer
  • Kinder kommen zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zur Schule

In manchen Städten wird auch nur der Durchgangsverkehr eingeschränkt. Das Grundprinzip bleibt gleich: weniger Autos direkt vor dem Schultor.

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Seit wann gibt es Schulstraßen?

Das Konzept ist nicht neu, hat aber erst in den vergangenen Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen.

Erste Ansätze gab es bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren. Breiter umgesetzt wurden Schulstraßen jedoch erst seit den 2010er-Jahren. Zunächst vor allem in Städten wie Wien, London oder Paris.

Einen zusätzlichen Schub bekam das Thema während der Corona-Pandemie, als viele Kommunen kurzfristig mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer geschaffen haben. Seitdem werden entsprechende Modelle zunehmend verstetigt oder weiterentwickelt.

Warum gibt es nicht längst mehr davon?

Geschwister gemeinsam auf dem Schulweg
Bild: © Photographee.eu / Adobe Stock

Trotz der positiven Erfahrungen werden Schulstraßen bislang nur schrittweise eingeführt. Gründe dafür sind unter anderem:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Straßensperrungen müssen begründet und genehmigt werden
  • Akzeptanzfragen: Nicht alle Eltern möchten auf das Bringen mit dem Auto verzichten
  • Organisatorischer Aufwand: Absperrungen, Beschilderung und Kontrolle müssen geregelt werden
  • Örtliche Gegebenheiten: In dicht bebauten Gebieten fehlen oft einfache Alternativen

Viele Städte setzen deshalb zunächst auf Pilotprojekte, bevor dauerhafte Lösungen umgesetzt werden.

Was bringen Schulstraßen konkret?

Die Auswirkungen zeigen sich vor allem im direkten Umfeld der Schulen:

Mehr Sicherheit
Weniger Fahrzeuge reduzieren das Risiko unübersichtlicher Situationen beim Ein- und Aussteigen oder Überqueren der Straße.

Ruhigere Abläufe
Das typische Gedränge durch parkende, rangierende und anfahrende Autos nimmt deutlich ab.

Mehr Übersicht
Kinder, Eltern und Lehrkräfte behalten die Situation vor der Schule besser im Blick.

Stärkung eigenständiger Wege
Kinder legen den Schulweg häufiger selbstständig zurück, insbesondere auf den letzten Metern.

Der Gedanke dahinter

Schulstraßen stehen für einen Perspektivwechsel in der Verkehrsplanung: Der Raum vor einer Schule soll sich in erster Linie an den Bedürfnissen von Kindern orientieren – nicht am Autoverkehr.

Mit jeder neu eingerichteten Schulstraße verschiebt sich dieser Fokus ein Stück weiter. Viele Kommunen sehen darin einen Baustein für mehr Sicherheit im Alltag – und für einen Schulweg, der wieder stärker als Teil des kindlichen Lebensraums gedacht wird.


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