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Update vom 21.04.2026

HiPP-Fall weitet sich aus: Auch deutsche Behörden ermitteln – Rattengift nachgewiesen

HiPP-Fall weitet sich aus: Auch deutsche Behörden ermitteln – Rattengift nachgewiesen

🔴 Update (21. April 2026)

Im Fall der manipulierten HiPP-Babynahrung hat sich der Hersteller nun selbst zu Wort gemeldet: Nach eigenen Angaben sieht sich das Unternehmen mit einem Erpressungsversuch konfrontiert. Auslöser ist eine E-Mail, die im Zusammenhang mit dem Fall eingegangen sein soll.

Die Ermittlungsbehörden prüfen diesen Hinweis derzeit. Ob die Nachricht tatsächlich von den Tätern stammt und mit den manipulierten Gläsern in Verbindung steht, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Neue Entwicklung: Ermittlungen jetzt auch in Deutschland

Im Fall der manipulierten Babynahrung des Herstellers HiPP weiten sich die Ermittlungen deutlich aus.

Nach aktuellen Berichten ermitteln inzwischen auch deutsche Behörden. Hinweise in dem Fall sollen demnach unter anderem aus Deutschland gekommen sein. Damit handelt es sich nicht mehr nur um einen Vorfall in Österreich, sondern um einen grenzüberschreitenden Kriminalfall.

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Gift nachgewiesen – Rattengift in Babynahrung entdeckt

Besonders brisant: Inzwischen wurde ein manipuliertes Glas identifiziert, das tatsächlich mit einem Giftstoff belastet war.

Nach Angaben der Behörden handelt es sich dabei um ein sogenanntes Rodentizid (Rattengift). Ein Kunde hatte das betroffene Produkt entdeckt und an die Behörden übergeben. Ein Verzehr fand nach bisherigen Erkenntnissen nicht statt.

Ermittlungen und möglicher Hintergrund

Die Ermittlungen im Fall der manipulierten Babynahrung laufen weiterhin auf Hochtouren und umfassen inzwischen mehrere Länder.

Nach aktuellen Erkenntnissen ist bei dem Hersteller HiPP eine E-Mail eingegangen, die im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen könnte. Das Unternehmen gibt an, sich mit einem Erpressungsversuch konfrontiert zu sehen.

Die zuständigen Behörden prüfen diesen Hinweis derzeit. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob die Nachricht tatsächlich von den Tätern stammt und ob ein direkter Zusammenhang mit den manipulierten Gläsern besteht. Nach bisherigem Stand ist dies jedoch nicht abschließend geklärt. Ermittler schließen nicht aus, dass es sich auch um einen Trittbrettfahrer handeln könnte.

Unabhängig davon konzentrieren sich die Untersuchungen weiterhin darauf, wie die Manipulation erfolgt sein könnte und ob weitere Produkte betroffen sind.

Mehrere Länder betroffen

Neben Österreich und Deutschland laufen die Ermittlungen inzwischen auch in weiteren Ländern, darunter Tschechien und die Slowakei.

Ausgangspunkt des Falls ist ein in Österreich entdecktes Glas, das nach Behördenangaben tatsächlich mit einem Giftstoff belastet war. Weitere Hinweise und Ermittlungsansätze führten dazu, dass auch Behörden in anderen Ländern eingebunden wurden.

Auch in Ungarn versuchen die Behörden zu dem Thema aufzuklären, da es in grenznahen Gebieten zu Österreich, viele ungarische Familien gibt, die gerne im Nachbarland einkaufen.

In Deutschland prüfen Ermittler unter anderem Hinweise, die im Zusammenhang mit dem Fall eingegangen sind. Konkrete Funde von manipulierten Gläsern wurden hier bislang nicht bestätigt.

Auch in Tschechien und der Slowakei untersuchen die zuständigen Behörden mögliche Zusammenhänge. Dabei geht es vor allem darum zu klären, ob betroffene Produkte in den jeweiligen Ländern in den Umlauf gelangt sein könnten oder ob es Hinweise auf ähnliche Vorfälle gibt.

Rückruf weiterhin umfassend

Unverändert gilt: Der Rückruf betrifft weiterhin alle HiPP-Babynahrungsprodukte, die über SPAR Österreich verkauft wurden. Da offenbar nicht sicher eingrenzbar ist, welche Produkte manipuliert sein könnten – und welche nicht, wurde das gesamte HiPP Sortiment zurückgerufen.

Warum Rattengift so gefährlich ist

Rattengifte enthalten Wirkstoffe, die die Blutgerinnung im Körper hemmen. Das Gefährliche:

  • Symptome treten oft erst nach mehreren Tagen auf
  • mögliche Folgen sind Blutungen, Schwäche oder Blässe

Was Eltern jetzt beachten sollten

Die Behörden raten weiterhin zur Vorsicht:

Beim Öffnen von Babynahrungsgläsern spielt ein kleines Detail eine wichtige Rolle: das typische „Plopp“-Geräusch. Dieses entsteht, wenn sich das Vakuum im Glas beim ersten Öffnen löst. Bleibt dieses Geräusch aus, kann das ein Hinweis darauf sein, dass das Glas bereits geöffnet oder beschädigt wurde.

Allerdings gilt: Das „Plopp“ allein ist kein verlässlicher Sicherheitsnachweis.

Auch bei vorhandenen Manipulationen kann das Vakuum unter Umständen noch bestehen. Deshalb sollten Eltern zusätzlich auf folgende Punkte achten:

  • Deckel wirkt aufgebläht, beschädigt oder locker
  • Glas oder Inhalt zeigt ungewöhnliche Veränderungen (Geruch, Farbe, Konsistenz)
  • Verpackung wirkt insgesamt auffällig oder manipuliert

Zusätzlich gilt: Verdächtige Produkte sollten nicht geöffnet, sondern direkt den Behörden gemeldet werden. Und hier geht es zur offiziellen Infoseite des Herstellers: https://www.hipp.de/beikost/aktuelles/rueckruf-glaeschen/


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