Heißluftfritteusen sind aktuell kaum zu übersehen. Gefühlt stehen sie plötzlich in jeder zweiten Küche – und versprechen knusprige Ergebnisse, weniger Fett und vor allem: weniger Aufwand im Alltag. Wir durften uns, ein zur Verfügung gestelltes Testgerät, des schicken Cosori Iconic Airfryer für euch anschauen. Das machen wir mit harten Fakten – und ganz ohne Werbe-Bla-Bla. Nach knapp zwei Wochen mit diesem Gerät, kann ich vorweg nehmen, dass wir uns ein wenig ärgern, nicht schon viel früher einen Airfryer bei uns reingelassen zu haben.
Vor allem bei einem Klassiker hat uns (und die Kinder) das Gerät direkt abgeholt: Pommes! So knusprig und gleichmäßig gegart haben wir sie im Backofen bisher einfach nicht hinbekommen. Da bekommt man schnell das Gefühl, zu verstehen, warum viele nicht mehr zurück wollen. Trotzdem ist Airfryer ja nicht gleich Airfryer. Ein Punkt, der dabei gerade für viele Familien interessant ist: Cosori setzt auf eine PFAS- und BPA-freie Keramikbeschichtung – also bewusst ohne klassische Antihaft-Chemie.
Was das Gerät sonst noch so bietet, und was man für sein (zugegeben nicht wenig) Geld bekommt, erkunden wir hier gemeinsam mit euch, in diesem Beitrag.
Erster Eindruck: Hochwertig, durchdacht – und überraschend „premium“
Man sagt ja nicht umsonst, dass der erste Eindruck zählt. Unsere Iconic kam natürlich per Post, in einem unscheinbaren Versandkarton. Die Paketgröße war dann erstmal ein Statement: Klein ist die nicht!
Aber dass sich Cosori mit ihrer Premium-Heißluftfritteuse einiges vorgenommen hat, sah man sofort, als wir den Produktkarton aus dem Paket hievten. Der Karton schrie geradezu nach Wertigkeit.
(Bild: © Torsten Esser)
Die Verpackung wirkt durchdacht, fast schon inszeniert. Alles hat seinen Platz, nichts wirkt billig oder lieblos. Nichts rappelt oder klirrt. Das Auspacken macht tatsächlich Spaß – und das ist bei einem Küchengerät eigentlich nicht zu erwarten.
Auch das Gerät selbst setzt diesen Eindruck fort:
- viel Edelstahl statt Plastik
- klare, reduzierte Optik
- modernes, ruhiges Design
In der Küche wirkt die Iconic eher wie ein festes Element, als wie ein Gerät, das man nach der Nutzung wieder blickdicht verstaut. Wenn sie also so arbeitet, wie sie daher kommt, wäre das schon beeindruckend.
Bedienung & Funktionen: Viel Technik, aber angenehm unkompliziert
Technisch bringt der COSORI ICONIC™ Single Airfryer alles mit, was man aktuell erwarten kann – ohne dabei überladen zu wirken.
- 6,2 Liter Fassungsvermögen
- Temperaturbereich bis 230 °C
- mehrere Programme
- App-Anbindung möglich
Im Alltag entscheidend: Die Bedienung ist schnell verstanden. Auch ohne App (die gibt es nämlich dazu) kommt man sofort zurecht. Die bisherigen offiziellen Tests bestätigen genau diesen Punkt: Die Steuerung gilt als besonders einfach und intuitiv, sowohl direkt am Gerät, als auch per App.
App-Anbindung: Praktisch, aber bewusst eingeschränkt
Die Cosori Iconic lässt sich über WLAN mit der VeSync-App verbinden. Darüber können Einstellungen wie Temperatur, Zeit oder Programme angepasst und der Garvorgang aus der Ferne überwacht werden. Zusätzlich bietet die App eine integrierte Kochtabelle, sowie eine Auswahl an Rezepten, bei denen passende Einstellungen direkt an das Gerät übertragen werden können.
Bilder: © Jacqueline Esser / 1-2-family.de
ℹ️ Eigene Rezepte lassen sich ebenfalls speichern und später wieder abrufen, was im Alltag durchaus praktisch ist.
Eine sinnvolle “Einschränkung” gibt es allerdings: Der Start des Garvorgangs muss aus Sicherheitsgründen immer direkt am Gerät bestätigt werden.
Praxistest: Wo der COSORI ICONIC Airfryer wirklich überzeugt
Jetzt zur entscheidenden Frage: Was kann das Gerät im Alltag? Gibt es echte Kaufargumente für diese nicht ganz günstige Schönheit?
Pommes
(Bild: © Torsten Esser / 1-2-family.de)
Pommes sind bei uns immer ein Thema. Eine Fritteuse war trotzdem irgendwie nie eine Option. Heißes spritzendes Fett, tabu. Was den Backofen angeht, sind nicht alle Pommes gleich gut geeignet. Und – wir kennen es alle, auch die DIE offiziell geeignet sind, haben gute und schlechte Tage. Die Ergebnisse sind wirklich jedes Mal anders. Backofen-Pommes bleiben irgendwie Lotto. Zumindest bei uns.
Wir haben natürlich Freunde und Bekannte, die teilweise schon länger einen Airfryer im Haus haben. Einige wesentlich günstigere Geräte, mitunter aber auch hochpreisiger, von namhafter Konkurrenz. Wir kennen also Pommes (und auch andere Gerichte) aus der Heißluftfritteuse, in ganz unterschiedlicher Ausführung.
Was wir allerdings NICHT kannten, waren Pommes Frites in Restaurantqualität! Denn genau das erleben wir hier seit knapp zwei Wochen. Und zwar ganz ohne (wie oben versprochen) Werbe-Bla-Bla. Die Pommes aus dieser Maschine, sind fast ohne Übung, die wahrscheinlich besten, die wir hier zu Hause jemals gezaubert haben.
Die Ergebnisse sind:
- deutlich knuspriger als im Backofen
- gleichmäßig (knusprig) gegart
- innen weich, außen kross
- keine Geschmacksverfälschung: sie schmecken unfassbar kartoffelig
Auch unabhängige Tests bestätigen genau das: Gerade bei Pommes liefert die Iconic sehr starke Ergebnisse. Wer etwas anderes behauptet, hat wahrscheinlich vergessen, den Stecker in die Dose zu drücken.
Bananenkuchen im Airfryer
Wir haben den Airfryer auch für einen Bananenkuchen in einer Gugelhupf-Springform genutzt – einfach, um zu sehen, wie gut sich klassische Backrezepte übertragen lassen.
Das Ergebnis: außen leicht gebräunt, innen schön saftig und gleichmäßig durchgebacken. Was auffällt: Es geht schneller. Kein langes Vorheizen, Backzeit war bei uns ähnlich wie im Ofen, da wir mit drei Bananen und dem Öl relativ viel Feuchtigkeit im Teig hatten. (Ein weniger feuchter Teig backt sehr wahrscheinlich nochmal wesentlich schneller durch. Aber dann mangelt es in diesem Fall am Geschmack.)
Bananenkuchen aus dem Airfryer
Utensilien
- Airfryer Einstellung: Backen bei 160 Grad
- kleine Kastenform oder Gugelhupfform muss in den Garkorb passen (mit Abstand zur Heizspirale)
- Gabel oder Kartoffelstampfer zum Zerdrücken der Bananen
- Schneebesen oder Teigspatel
Zutaten
Für den Teig
- 3 reife Bananen je brauner, desto aromatischer
- 2 Eier
- 80 g Zucker alternativ Honig nach Geschmack
- 80 ml Sonnenblumenöl
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Optional
- 1 TL Zimt
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 50 g Schokostückchen oder gehackte Nüsse nach Belieben
Anleitungen
Zubereitung
- Die reifen Bananen in einer Rührschüssel mit einer Gabel gründlich zerdrücken.3 reife Bananen
- Eier, Zucker und Öl zu den zerdrückten Bananen geben und alles mit einem Schneebesen oder Teigspatel verrühren.2 Eier, 80 g Zucker, 80 ml Sonnenblumenöl
- Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen und nur so lange verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz
- Optional Zimt und Schokostückchen oder Nüsse unterheben.1 TL Zimt
- Den Teig in eine leicht gefettete kleine Kastenform oder eine passende Gugelhupfform füllen, die in den Airfryer passt.
- Das Bananenbrot bei 160 °C etwa 25 bis 35 Minuten im Airfryer backen. Nach rund 20 Minuten kontrollieren. Wird die Oberfläche zu dunkel, das Bananenbrot locker mit Alufolie abdecken.
- Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob das Bananenbrot durchgebacken ist. Danach kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und servieren.
Notizen
Nährwerte pro Portion (Tagesnährwerte)
Gemüse + Fleisch im Airfryer
Ein weiterer Test mit Rosenkohl und mariniertem Hähnchen-Innenfilet zeigt, wie alltagstauglich die Iconic ist. Beides lässt sich gleichzeitig zubereiten und wird gleichmäßig gegart. Außen leicht geröstet, innen saftig. Gerade solche Kombinationen fragt sich der Alltag recht häufig. Dass es gemeinsam so toll funktioniert, ist überraschend gut. Airfryer können also mehr, als nur klassische Snacks.
Auch hier – beinahe unterschätzt:
- leichte Röstaromen
- angenehme Konsistenz
- kein matschiges Gemüse, Fleisch innen durchgegart
- voller Geschmack
Gerade für schnelle Beilagen im Alltag ein echter Vorteil.
Geröstetes Hähnchen-Innenfilet mit Rosenkohl aus dem Airfryer
Utensilien
- 1 Airfryer z. B. Cosori Iconic
- 1 Knoblauchpresse
- 1 Schüssel zum Marinieren
- 1 Crisperblech für den Airfryer
Zutaten
Für Gemüse und Hähnchen
- 300 g Rosenkohl geputzt und halbiert
- 400 g Hähnchen-Innenfilet
- 3 EL Olivenöl erhitzbar
- 1 TL Honig
- 2 Knoblauchzehen durch die Knoblauchpresse gedrückt
- 0.75 TL Salz
- 0.5 TL Pfeffer frisch gemahlen
- 1 EL Sriracha für das Hähnchen
Optional zum Servieren
- süße Balsamicocreme zum Beträufeln beim Anrichten
Anleitungen
- Olivenöl, Honig, gepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren.
- Den vorbereiteten Rosenkohl in die Marinade geben, gut vermengen und kurz ziehen lassen.
- Zum Rest der Marinade einen Schuss Sriracha geben und anschließend die Hähnchen-Innenfilets darin wenden.
- Rosenkohl und Hähnchen etwa 10 Minuten marinieren lassen.
- Beides auf dem Crisperblech des Airfryers verteilen, sodass die Stücke möglichst nicht übereinanderliegen.
- Im Airfryer bei der Einstellung „Rösten“ bei 205 Grad garen.
- Den Rosenkohl nach etwa 10 Minuten herausnehmen, sobald er weich und leicht angebräunt ist.
- Das Hähnchen insgesamt etwa 15 Minuten garen, bis es außen leicht geröstet und innen saftig ist.
- Alles anrichten und nach Wunsch mit etwas süßer Balsamicocreme verfeinern.
Notizen
Nährwerte pro Portion (Tagesnährwerte)
Reinigung & Alltagstauglichkeit
Ein Punkt, der oft entscheidet, ob ein Gerät wirklich genutzt wird:
- Korb voll spülmaschinengeeignet
- Beschichtung wirkt robust
- keine komplizierten Bauteile
Die Edelstahloberfläche ist natürlich ein toller Blickfang, aber auch eine regelmäßige Aufforderung, das Blitzen und Blinken zu erhalten. Wenn ihr aber völlig routinemäßig, kurz mit einem Tuch über das Edelstahl und die gehärtete Glasoberfläche des Displays poliert, bevor ihr die Maschine auf die Seite stellt, lächelt sie euch jederzeit wohlwollend an.
Die Iconic zeigt sich in unserem Alltag völlig genügsam. Der Korb lässt sich ähnlich leicht wie eine hochwertig beschichtete Pfanne mit einem Spülschwamm auswischen. Aber er passt genauso gut in die Spülmaschine. Für das Knusperblech gilt das gleiche. Alles ehrlich top!
Für wen lohnt sich die Cosori Iconic?
Besonders geeignet für:
- Familien, die schnell und unkompliziert kochen wollen
- alle, die Wert auf Materialien (weniger Plastik und ausdampfende Giftstoffe ) legen
- Nutzer, die regelmäßig klassische Ofengerichte zubereiten
Weniger geeignet für:
- sehr kleine Küchen mit wenig Platz
- alle, die nur gelegentlich frittieren
Unser Fazit: Kein Schnäppchen – aber ein wirklich durchdachtes Gesamtpaket
Die Cosori Iconic Airfryer ist keine günstige Heißluftfritteuse. Und das merkt man nicht nur am Preis. Sie ist aus hochwertigen Materialien gefertigt – und ebenso gut verarbeitet. Und viel wichtiger: Sie liefert außerordentlich gute Ergebnisse. Und das nicht nur beim reinen Airfryen, sondern auch beim Backen, und Rösten.
Was wir ehrlicherweise in unserer bisherigen Zeit mit der Cosori noch nicht getestet haben, sind die weiteren Funktionen. Dazu gehören das Dörren, Gären und Aufwärmen. Über diese Funktionen können wir also allenfalls Mutmaßungen anstellen.
Die App-Anbindung der Iconic ist ein toller Bonus, der evtl. im Alltag kein Pflichtprogramm ist, aber situationsabhängig enorm nützlich sein kann.
Bei uns bleibt kleben:
- hochwertige Verarbeitung
- durchdachtes schickes Design
- überzeugende Zubereitungergebnisse im Alltag
- lässt sich super leicht reinigen
- PFAS-freie Keramikbeschichtung
- App-Anbindung ist gelungen und hilfreich
Und ganz ehrlich: Wenn ein Gerät dafür sorgt, dass Klassiker wie Pommes plötzlich besser werden, als im Backofen, dann ist das mehr als nur ein kleines Upgrade. Zumal man nicht vergessen darf, dass man mit einem Airfyer gegenüber dem Backofen einiges an Strom spart.
Unterm Strich ist die Iconic aufgrund ihrer höheren Preisklasse, vielleicht kein Must-Have für jeden. Aber für uns ein echtes „Warum haben wir das nicht schon früher genutzt?“-Gerät.
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