Die meisten Menschen freuen sich natürlich auf den Sommer. Endlich wieder Vitamin-D tanken und viel frische Luft genießen. Wenn da nicht diese unangenehm heißen Nächte wären. Selbst Erwachsene wälzen sich dann im Bett von einer Seite zur anderen – und finden kaum Schlaf. Kinder kommen noch schwerer mit den heißen Temperaturen im Kinderzimmer klar. Bei Babys kommt dann noch hinzu, dass sie im ersten Lebensjahr ihre Körpertemperatur nicht gut selbst regulieren können. Bei Hitze ist das nicht lustig. Wir geben dir tolle Tipps, um auch bei echter Hitze, das Kinderzimmer auf annehmbare Temperatur zu bekommen.

So wenig Sonneneinstrahlung wie möglich

Die wichtigste Grundlage, damit sich das Kinderzimmer am Tage nicht allzu sehr aufheizt, ist so wenig wie möglich direkte Sonneneinstrahlung zuzulassen. Wer Rollläden besitzt, ist hier natürlich klar im Vorteil. Tagsüber einfach die Rollläden nur auf Schlitz aufziehen. So kommt noch Licht hinein, um das Zimmer zu nutzen. Jedoch nur wenig Wärmeeinstrahlung.

Jalousien und Vorhänge als Sonnenschutz im Kinderzimmer
Auch Jalousien und dicke Vorhänge können als Sonnenschutz dienen. (Bild: © Photographee.eu / Adobe Stock)

Alternativ funktionieren auch innenliegende Jalousien, oder schlicht ein dicker dunkler Stoff, den man in den Rahmen spannt. Wenn man nun die Türe zu den anderen Räumen (welche vielleicht nicht abgedunkelt sind) geschlossen oder auf Spalt hält, bleibt die Raumtemperatur schon ein gutes Stück kühler, als im Rest der Wohnung.

So lüftest du im Sommer die Wohnung

Wenn wir tagsüber das Zimmer verdunkeln, um Sonneneinstrahlung zu vermeiden, macht auch das Lüften bei Tag keinen Sinn. Denn so holen wir uns lediglich die heiße Luft wieder ins Haus – und jede Form von Verdunklung war sinnlos.

Wohnung Lüften durch Fenster
Frische Morgenluft durchs Fenster (Bild: © Bonsales /Adobe Stock)

Gelüftet wird also in den frühen Morgenstunden oder nach Sonnenuntergang – bzw. wenn es Draußen etwas abgekühlt ist. Sobald es im frühen Vormittag draußen wieder wärmer wird, sollten alle Fenster geschlossen sein, damit man etwas länger von der kühlen Morgenluft hat.



Ventilatoren und Klimageräte richtig nutzen

Natürlich sind Klimageräte die ultimative Lösung für Vieles. Mobile Monoblocks kann man mittlerweile schon um die 250 Euro kaufen. Der Stromverbrauch kann jedoch unglaublich durch die Decke schießen, wenn das Klimagerät nicht der zu kühlenden Quadratmeterzahl entspricht. Also bitte niemals ein Gerät, welches für 25 m² ausgelegt ist, in einen Raum stellen, welcher wesentlich größer ist. Es würde in Dauerbetrieb laufen, und den Raum trotzdem kaum heruntergekühlt bekommen.

Bild: © New Africa / Adobe Stock

WICHTIG: Ob Ventilator, Klimagerät oder Zugluft, Babys und Kinder sollten niemals im Durchzug spielen oder gar schlafen!

Nicht Jeder kann oder möchte sich direkt ein Klimagerät anschaffen. Denn auch Ventilatoren können im Sommer schon einen ordentlichen Job machen. Sie kühlen die Luft zwar nicht aktiv runter, bringen sie aber ordentlich in Bewegung. Und das ist oft schon ausreichend, um sich wesentlich wohler in der Wohnung zu fühlen.

Der Ventilatoren-Tipp: An besonders heißen Tagen, kannst du deinen Ventilator mit Hilfe von einem nassen Handtuch zum Miniklimagerät aufrüsten. Wird die Luft durch das nasse Handtuch gepustet, kühlt sie sich stark ab. Immer wenn die Tücher trocken geworden sind, nässt du sie einfach nach. Aber Vorsicht: Ventilatoren werden mit Strom betrieben. Also bitte keine tropfnassen Tücher benutzen. Darüber hinaus können Handtücher eventuell vom Ventilator gefressen werden, wenn sie zwischen die Flügel geraten.

Übrigens kann man nasse Handtücher auch morgens oder abends beim Lüften in die Fenster hängen. Auch in diesem Fall wird die Zugluft zusätzlich abgekühlt – und der Raum gleich mit.

Kleine Extra-Tipps mit großer Wirkung

  • Niemals die Abwärme von Elektrogeräten unterschätzen. Denn die ist teilweise enorm. Ob Fernseher, Laptop oder sein großer Bruder (der PC), allesamt entwickeln sie im eingeschalteten Zustand viel mehr Wärme, als man denken sollte. Wenn man sie konsequent bei Nicht-Nutzung ausschaltet, bleibt es kühler.
  • Gleiches gilt für Leuchtmittel. Wenn du noch keine LED’s benutzt, kannst du auch hier durch den Austausch eine Menge Wärmeausstrahlung einsparen.
  • Tausche deine Kaltschaummatratze gegen eine Taschenfederkernmatratze aus. Dort kann die Luft besser zirkulieren. Kaltschaum speichert Wärme – und gibt sie wieder ab. Federkernmatratzen können Wärme (und auch Kälte) besser regulieren.
  • Pflanzen im Haus verbessern nicht nur allgemein die Luft, sie können auch rein subjektiv für gefühlt kühlere Räume sorgen. Allerdings funktioniert es wesentlich besser mit wirklich großen Pflanzen. Beispielsweise mit Palmen oder Bambus.
  • Vor dem Schlafengehen eine nicht zu kalte Dusche nehmen. Wer kalt duscht, ist zwar kurz erfrischt, empfindet die Umgebung aber weiterhin als unerträglich warm. Nur wenn der Körper mollig warm abgeduscht wird, steigt man danach aus der Dusche in eine angenehm kühle Umgebung aus.
  • Auch die Wandfarbe kann enormen Einfluss auf Raumtemperaturen nehmen. Helle Wände reflektieren das Licht besser. So heizen sich die Wände nicht so extrem auf.

Über den Autor

Torsten Esser

Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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