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Mumps bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Impfung

Mumps bei Kindern: Symptome, Ansteckung und Impfung

Plötzlich schmerzt die Wange. Das Kauen fällt schwer und die Region vor dem Ohr schwillt sichtbar an. Diese Beschwerden können auf Mumps hindeuten. Die Krankheit wird manchmal auch „Ziegenpeter“ genannt.

Nicht jedes erkrankte Kind bekommt die typischen dicken Wangen. Gerade bei kleinen Kindern kann Mumps wie eine Erkältung verlaufen. Manche Kinder haben sogar gar keine erkennbaren Beschwerden. Sie können das Virus trotzdem weitergeben.

Bei einem möglichen Mumpsfall solltet ihr zuerst in der Kinderarztpraxis anrufen. Geht nicht unangekündigt ins Wartezimmer. Dort könnten sich Menschen aufhalten, die nicht ausreichend geschützt sind.

Mumps auf einen Blick

  • Erreger: Mumpsvirus
  • Übertragung: vor allem durch Tröpfchen und direkten Speichelkontakt
  • Inkubationszeit: meistens 16 bis 18 Tage
  • Ansteckend: bereits vor der sichtbaren Schwellung
  • Typisches Symptom: schmerzhafte Schwellung vor und unter dem Ohr
  • Verlauf: bei kleinen Kindern oft mild oder unauffällig
  • Behandlung: Beschwerden lindern und das Kind schonen
  • Mögliche Komplikationen: Hirnhaut-, Gehirn-, Bauchspeicheldrüsen- oder Hodenentzündung
  • Schutz: zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln
  • Bei Verdacht: zu Hause bleiben und die Kinderarztpraxis anrufen

Was ist Mumps?

Mumps ist eine ansteckende Viruserkrankung. Die Viren befallen besonders häufig die Ohrspeicheldrüsen. Diese liegen seitlich im Gesicht, direkt vor und unter den Ohren.

Entzünden sich die Drüsen, können die Wangen deutlich anschwellen. Bei einigen Kindern ist nur eine Gesichtshälfte betroffen. Bei anderen schwellen beide Seiten an.

Die typischen dicken Wangen treten jedoch nicht bei allen Erkrankten auf. Mindestens ein Drittel der Infektionen verläuft ohne Beschwerden oder nur sehr mild. Vor allem Kinder unter fünf Jahren haben häufig lediglich erkältungsähnliche Symptome.

Mumps kann Menschen jeden Alters treffen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen treten Komplikationen häufiger auf, als bei kleinen Kindern.

Wie werden Mumpsviren übertragen?

Mumpsviren werden von Mensch zu Mensch weitergegeben. Beim Sprechen, Husten oder Niesen gelangen winzige Speicheltröpfchen in die Umgebung. Andere Menschen können diese Tröpfchen einatmen.

Eine Ansteckung ist außerdem möglich:

  • beim Küssen
  • durch direkten Kontakt mit Speichel
  • beim Teilen von Trinkflaschen oder Gläsern
  • über gemeinsam verwendetes Besteck
  • bei engem Kontakt innerhalb der Familie
  • bei engem Kontakt in Kita, Schule oder Freizeiteinrichtungen

Deutlich seltener werden die Viren über Gegenstände übertragen, an denen Speichel haftet. Auch Menschen ohne sichtbare Wangenschwellung können das Virus weitergeben.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden vergehen meistens 16 bis 18 Tage. Möglich ist ein Zeitraum von 12 bis 25 Tagen.

Die Inkubationszeit ist damit vergleichsweise lang. Familien erinnern sich deshalb nicht immer an einen möglichen Kontakt. Ein erkranktes Kind kann das Virus außerdem schon weitergeben, bevor Mumps eindeutig zu erkennen ist.

Wie lange ist Mumps ansteckend?

Die Ansteckungsgefahr beginnt ungefähr sieben Tage vor der Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Sie kann bis zu neun Tage nach Beginn der Schwellung bestehen.

Besonders leicht wird das Virus in diesem Zeitraum übertragen:

  • zwei Tage vor Beginn der Erkrankung
  • bis vier Tage nach Beginn der Erkrankung

Auch Menschen ohne deutliche Beschwerden können ansteckend sein. Deshalb lassen sich Infektionsketten nicht immer schnell erkennen.

Welche ersten Symptome können auftreten?

Mumps beginnt häufig mit allgemeinen Beschwerden. Diese können zunächst wie eine Erkältung oder ein anderer fieberhafter Infekt wirken.

Mögliche erste Krankheitszeichen sind:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • leichtes bis mäßiges Fieber
  • allgemeines Unwohlsein
  • Schmerzen beim Kauen
  • Schmerzen beim Schlucken
  • ein Druckgefühl vor oder unter dem Ohr

Wie ihr erhöhte Temperaturen richtig einordnet, erklären wir in unserem Ratgeber über Fieber bei Babys und Kindern.

Wie sieht die typische Schwellung bei Mumps aus?

Das bekannteste Symptom ist eine geschwollene Ohrspeicheldrüse. Die Schwellung kann zunächst nur auf einer Seite auftreten. Einige Tage später kann auch die andere Gesichtshälfte betroffen sein.

Typische Beschwerden sind:

  • eine sichtbare Schwellung vor und unter dem Ohr
  • Schmerzen beim Kauen oder Schlucken
  • eine druckempfindliche Wange
  • ein Spannungsgefühl der Haut
  • Schmerzen, die bis zum Ohr ausstrahlen können
  • ein trockener Mund
  • stärkere Schmerzen bei sauren Speisen oder Getränken

Die Schwellung hält meistens drei bis acht Tage an. Manchmal entzünden sich auch andere Speicheldrüsen. Dann kann es unter dem Unterkiefer oder unter der Zunge zu Schwellungen kommen. Auch benachbarte Lymphknoten können anschwellen.

Eine geschwollene Wange bedeutet natürlich nicht immer automatisch Mumps. Auch Zahnprobleme, entzündete Lymphknoten oder andere Infektionen kommen als Ursache infrage. Eine ärztliche Untersuchung ist deshalb wichtig.

Wie verläuft Mumps bei kleinen Kindern?

Kinder unter fünf Jahren entwickeln oft nur leichte Beschwerden. Möglich sind Schnupfen, Husten, Fieber oder Müdigkeit. Die typische Schwellung kann vollständig fehlen.

Ein milder Verlauf bedeutet aber nicht, dass das Kind niemanden anstecken kann. Auch mögliche Komplikationen lassen sich nicht allein anhand der Stärke der Wangenschwellung ausschließen.

Wie wird Mumps festgestellt?

Eine schmerzhaft geschwollene Ohrspeicheldrüse kann einen deutlichen Hinweis geben. Sicher erkennen lässt sich Mumps allein am Aussehen jedoch nicht.

Die Krankheit ist durch die Impfungen seltener geworden. Außerdem können andere Erkrankungen ähnliche Beschwerden auslösen. Ein Mumpsverdacht sollte deshalb im Labor abgeklärt werden.

Dafür kann die Praxis zum Beispiel:

  • einen Abstrich aus dem Rachen untersuchen lassen
  • eine Urinprobe untersuchen lassen
  • Antikörper im Blut bestimmen lassen

Bei geimpften Kindern kann die Auswertung schwieriger sein. Informiert die Praxis deshalb über alle bisherigen MMR-Impfungen. Wichtig ist auch, wann ein möglicher Kontakt stattgefunden hat.

Wie wird Mumps behandelt?

Es gibt kein Medikament, das Mumpsviren gezielt beseitigt. Die Behandlung soll die Beschwerden lindern. Gleichzeitig muss auf mögliche Komplikationen geachtet werden. Hilfreich können sein:

  • ausreichend Ruhe
  • genügend Flüssigkeit
  • weiche und leicht zu kauende Speisen
  • angenehm kühle oder warme Umschläge
  • eine sorgfältige Mundhygiene
  • altersgerechte Schmerz- oder Fiebermittel nach ärztlicher Rücksprache

Saure Lebensmittel regen den Speichelfluss an. Dadurch können die Schmerzen stärker werden. Dazu gehören zum Beispiel Zitrusfrüchte, saure Säfte und Speisen mit viel Essig.

Antibiotika wirken nicht gegen Mumpsviren. Sie helfen nur, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion vorliegt.

Gebt Kindern keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure wie Aspirin oder ASS. Eine Ausnahme gilt nur, wenn das Mittel ausdrücklich ärztlich verordnet wurde. Der Wirkstoff kann bei Kindern und Jugendlichen mit einer Virusinfektion das seltene, aber gefährliche Reye-Syndrom begünstigen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die meisten Kinder erholen sich vollständig. Das Risiko für Komplikationen steigt jedoch mit dem Alter. Mumps kann neben den Speicheldrüsen auch andere Organe betreffen. Möglich sind:

  • eine Hirnhautentzündung
  • eine Gehirnentzündung
  • vorübergehende oder dauerhafte Hörschäden
  • eine Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • eine Hodenentzündung nach der Pubertät
  • eine Eierstockentzündung
  • eine Brustdrüsenentzündung

Solche Komplikationen können auch auftreten, wenn die Wangenschwellung nur schwach ausgeprägt ist.

Kann Mumps eine Hirnhautentzündung verursachen?

Bis zu zehn Prozent der Erkrankten entwickeln eine Hirnhautentzündung. Sie heilt meistens ohne bleibende Schäden aus. Trotzdem muss ein betroffenes Kind schnell ärztlich untersucht werden. Mögliche Warnzeichen sind:

  • starke oder zunehmende Kopfschmerzen
  • ein schmerzhaft steifer Nacken
  • Lichtempfindlichkeit
  • wiederholtes Erbrechen
  • ungewöhnliche Schläfrigkeit
  • Verwirrtheit

Eine Hirnhautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Besonders gefährlich können bakterielle Infektionen verlaufen. Wichtige Warnzeichen findet ihr in unserem Beitrag über Meningokokken bei Kindern.

Deutlich seltener kommt es zu einer Gehirnentzündung. Sie kann Lähmungen und andere bleibende Schäden verursachen. In sehr seltenen Fällen kann sie tödlich verlaufen.

Kann Mumps das Gehör schädigen?

Während einer Mumpserkrankung kann sich das Hörvermögen vorübergehend verschlechtern. Häufig sind dabei besonders hohe Töne betroffen.

Ein dauerhafter Hörverlust ist sehr selten. Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit betrifft er ungefähr einen von 20.000 Erkrankten.

Reagiert euer Kind nach der Erkrankung schlechter auf Geräusche? Oder berichtet es selbst von einem verminderten Hörvermögen? Dann sollte das Gehör ärztlich untersucht werden.

Was ist eine Mumps-Hodenentzündung?

Vor der Pubertät ist eine Hodenentzündung selten. Nach der Pubertät gehört sie dagegen zu den bekannteren Komplikationen von Mumps.

Sie beginnt häufig einige Tage nach der Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Mögliche Anzeichen sind:

  • erneut ansteigendes Fieber
  • starke Schmerzen im Hoden
  • eine sichtbare Schwellung
  • Rötung oder Überwärmung des Hodensacks
  • Schmerzen im Unterbauch

Etwa 15 bis 30 Prozent der erkrankten Jugendlichen und Männer bekommen nach der Pubertät eine Hodenentzündung. Meistens ist nur eine Seite betroffen.

Die Fruchtbarkeit kann anschließend eingeschränkt sein. Eine dauerhafte Unfruchtbarkeit kommt jedoch selten vor.

Plötzliche starke Hodenschmerzen müssen immer sofort ärztlich abgeklärt werden. Dahinter kann auch eine Hodentorsion stecken. Dabei dreht sich der Hoden und seine Blutversorgung wird unterbrochen. Das ist ein dringender Notfall.

Woran lässt sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung erkennen?

In seltenen Fällen entzündet sich bei Mumps die Bauchspeicheldrüse. Dann können folgende Beschwerden auftreten:

  • starke Schmerzen im Oberbauch
  • Übelkeit
  • wiederholtes Erbrechen
  • Fieber
  • eine druckempfindliche Bauchdecke
  • Schmerzen, die bis in den Rücken ziehen

Starke oder anhaltende Bauchschmerzen sollten schnell ärztlich untersucht werden.

Wann benötigt ein Kind dringend medizinische Hilfe?

Ein Mumpsverdacht sollte grundsätzlich mit der Kinderarztpraxis besprochen werden. Ruft dort vorher an und erwähnt den Verdacht ausdrücklich.

Noch am selben Tag benötigt ihr ärztliche Hilfe, wenn das Kind:

  • starke oder zunehmende Kopfschmerzen hat
  • einen schmerzhaft steifen Nacken entwickelt
  • wiederholt erbricht
  • kaum trinkt
  • deutlich weniger Urin ausscheidet
  • starke Bauchschmerzen bekommt
  • plötzlich schlechter hört
  • eine sehr schmerzhafte Gesichtsschwellung zeigt
  • nach der Pubertät Schmerzen oder eine Schwellung am Hoden entwickelt
  • sich nach einer ersten Besserung wieder deutlich verschlechtert

Außerhalb der Praxiszeiten erreicht ihr den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Ruft sofort die 112, wenn das Kind:

  • bewusstlos oder kaum weckbar ist
  • einen Krampfanfall hat
  • schwer verwirrt wirkt
  • Atemnot entwickelt
  • starke Kreislaufprobleme zeigt
  • innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich krank wirkt

Was gilt bei Mumps in der Schwangerschaft?

Mumps in der Schwangerschaft erhöht nach aktuellem Wissen nicht das Risiko für angeborene Fehlbildungen. Das unterscheidet die Erkrankung von Röteln in der Schwangerschaft.

Trotzdem sollten Schwangere nach einem möglichen Kontakt ihre frauenärztliche Praxis anrufen. Dort kann geprüft werden, ob ein ausreichender Schutz besteht – und was als Nächstes zu tun ist.

Die MMR-Impfung enthält abgeschwächte Lebendviren. Sie wird deshalb während einer Schwangerschaft nicht verabreicht.

Dürfen Kinder mit Mumps in die Kita oder Schule?

Bereits bei einem begründeten Verdacht dürfen Kinder keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Eltern müssen die Kita oder Schule sofort informieren.

Eine Rückkehr ist erst möglich, wenn die Beschwerden abgeklungen sind. Zusätzlich müssen seit Beginn der Mumpserkrankung mindestens fünf Tage vergangen sein. Die behandelnde Praxis oder das Gesundheitsamt entscheidet, wann das Kind zurückkehren darf.

Auch Menschen aus demselben Haushalt können vorübergehend ausgeschlossen werden. Das betrifft Personen, die Mumps noch nicht durchgemacht haben und nicht vollständig geimpft sind.

Ist Mumps meldepflichtig?

Ja. In Deutschland müssen ein Mumpsverdacht, eine Erkrankung und ein Todesfall namentlich an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Auch ein Nachweis des Mumpsvirus ist meldepflichtig. Das gilt, wenn der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Die Meldung übernimmt normalerweise die behandelnde Praxis oder das untersuchende Labor. Eltern müssen zusätzlich die Gemeinschaftseinrichtung informieren.

Was ist nach einem Kontakt mit Mumps zu tun?

Hatte euer Kind engen Kontakt zu einer erkrankten Person? Dann solltet ihr zuerst den Impfpass prüfen. Ruft anschließend die Kinderarztpraxis oder das Gesundheitsamt an. Besonders wichtig ist das, wenn das Kind:

  • nicht gegen Mumps geimpft ist
  • bisher nur eine MMR-Impfung erhalten hat
  • einen unbekannten Impfstatus hat
  • ein geschwächtes Immunsystem besitzt

Fehlende MMR-Impfungen sollten möglichst schnell nachgeholt werden. Nach einem Kontakt wird eine Impfung möglichst innerhalb von drei Tagen empfohlen.

Die Impfung kann eine bereits erfolgte Ansteckung nicht sicher verhindern. Sie verbessert aber den Schutz vor zukünftigen Infektionen. Außerdem kann sie dabei helfen, einen Ausbruch einzudämmen.

Das Gesundheitsamt entscheidet dann (wie oben beschrieben), ob das Kind weiterhin die Kita oder Schule besuchen darf.

Welche Mumpsimpfung empfiehlt die STIKO?

In Deutschland gibt es keinen einzelnen Impfstoff nur gegen Mumps. Die Impfung erfolgt normalerweise gemeinsam gegen Masern, Mumps und Röteln. Diese Impfung wird kurz MMR-Impfung genannt.

Die STIKO empfiehlt für Kinder zwei Impfungen:

  • erste MMR-Impfung: im Alter von 11 Monaten
  • zweite MMR-Impfung: im Alter von 15 Monaten

Zwischen den beiden Impfungen müssen mindestens vier Wochen liegen.

Wird ein Kind schon vor dem elften Lebensmonat in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut, kann die erste Impfung früher erfolgen. Möglich ist sie ab einem Alter von neun Monaten. Den weiteren Impfplan stimmt die Kinderarztpraxis anschließend passend auf das Alter des Kindes ab.

Weitere Informationen findet ihr auch in unserem ausführlichen Beitrag über Masern bei Kindern.

Was ist der Unterschied zwischen MMR und MMRV?

MMR schützt gegen:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln

MMRV schützt zusätzlich gegen Windpocken. Das Kürzel V steht für Varizellen. Das ist der medizinische Name für Windpocken.

Bei der ersten Impfung empfiehlt die STIKO zwei getrennte Spritzen. Das Kind bekommt dann den MMR-Impfstoff und den Impfstoff gegen Windpocken getrennt.

Der Grund ist ein leicht erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe nach der ersten MMRV-Kombinationsimpfung. Bei der zweiten Impfung kann der gemeinsame MMRV-Impfstoff verwendet werden.

Welche Impfstoffe das Kind erhält, bespricht die Kinderarztpraxis mit euch.

Kann ein vollständig geimpftes Kind trotzdem Mumps bekommen?

Ja, das ist möglich. Zwei Impfungen schützen deutlich besser als eine einzelne Dosis. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es aber nicht.

Der Impfschutz gegen Mumps kann mit den Jahren schwächer werden. Deshalb kommt es gelegentlich zu Ausbrüchen bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Das ist besonders bei engem und längerem Kontakt möglich.

Mumps verläuft bei vollständig geimpften Menschen meistens milder. Eine verdächtige Schwellung sollte trotzdem ärztlich abgeklärt werden.

Ist man nach einer Mumpserkrankung immun?

Nach einer durchgemachten Mumpserkrankung besteht meistens ein sehr lang anhaltender Schutz. Häufig hält er ein Leben lang. Eine erneute Infektion ist möglich, kommt aber selten vor.

Eine frühere Wangenschwellung ist kein sicherer Beweis für eine durchgemachte Mumpserkrankung. Auch andere Infektionen können ähnlich aussehen.

Wenn der Schutz unklar ist, sollte die Kinderarztpraxis den Impfpass prüfen. Eine zusätzliche MMR-Impfung ist normalerweise auch dann möglich, wenn bereits ein Schutz gegen einen Teil der enthaltenen Krankheiten besteht.


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