Um euer Baby mit der Flasche zu füttern, braucht ihr nicht nur die für euch passende Flasche, sondern auch einen geeigneten Sauger. Form, Größe und Material sind hier sehr verschieden. Welche Unterschiede es gibt und welcher Sauger wann und wie passt, könnt ihr hier lesen. 

Habt ihr euch für das Füttern mit der Flasche entschieden, braucht ihr neben dieser, den richtigen Sauger. Die Sauger bestehen immer aus weichem Kunststoff, damit dein Baby durch seine Trinkbewegungen Milch aus ihnen herausdrücken kann. Durch ein kleines Ventil an der Seite des Saugers wird verhindert, dass im Fläschchen ein Vakuum entsteht, was den Milchfluss unterbinden würde. Viele Hersteller haben dieses Ventil mittlerweile dahingehend optimiert, das überschüssige Luft so effektiv aus dem Fläschchen austreten kann. Das reduziert die lästigen – und für eure Babys schmerzhaften – Koliken.

Da Sauger nicht genormt sind, können die Größen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausfallen. Nicht jeder Sauger passt also auf jede Flasche. Die bekannten Drogeriemärkte wie Dm oder Rossmann, haben jedoch für die meisten Flaschen, passende Sauger von ihrer Hausmarke. Diese sind deutlich günstiger, als die der namenhaften Hersteller Nuk oder Avent. Informationen dazu, welche Faktoren du bei der Wahl eines Saugers besonders beachten solltest, und welche verschiedenen es auf dem Mark gibt, haben wir hier für dich zusammengestellt.

Das Material – Latex oder Silikon

Die Flaschensauger gibt es in zwei Materialvarianten – Silikon oder Latex. Beide sind in allen gängigen Formen aufzufinden. Sie unterschieden sich jedoch nicht nur in der Farbe, sondern vor allem in ihren Eigenschaften. Latexsauger erkennt man direkt an ihrer typischen gelb-brauen Farbe. Sie sind sehr strapazierfähig und bekommen seltener Risse oder Löcher. Nachteil ist, dass sie schnell altern und durch das häufige sterilisieren klebrig werden. Silikonsauger hingegen sind bei vielen Müttern schon alleine wegen ihrer ansprechenden Optik, nämlich durchsichtig und glasklar, beliebter. Ein negativer Aspekt ist jedoch die Anfälligkeit für Risse und Löcher. Das wird vor allem dann zum Problem, wenn dein Kind die ersten Zähnchen bekommt. Solange dein Baby jedoch keine Zähne hat, sind Silikonsauger meist eine gute Wahl, da du sie nicht so häufig nachkaufen musst. Da Babys ihren eigenen Kopf haben, muss bei der Wahl des Saugers einfach getestet werden, welchen euer Kind lieber mag.

Die Saugerform

Sauger für die Babyflasche gib es in zahlreichen Formen. Die einen sind eher flach, andere eher rund und wieder andere kombinieren beides. Um die natürliche Saugbewegung deines Kindes zu nutzen, solltest du einen Sauger bevorzugen, der der Anatomie der weiblichen Brustwarze nachempfungen ist. Diese Sauger sollen auch eine gesunde Kieferentwicklung begünstigen. Solche Sauger haben meist eine relativ breite Basis, damit das Kind den Mund weit öffnen muss, um ihn zu umschließen. Viele Hersteller weisen auf den Verpackungen darauf hin, ob ihre Sauger kiefergerecht geformt sind.

Die richtige Saugergröße

Auf allen Saugerverpackungen sind bestimmte Altersklassen angeben. So werden zum Beispiel für Säuglinge bis 6 Monaten, Sauger in Gr.1 empfohlen. Diese Angaben sind Richtwerte, die dir dabei helfen können die richtige Größe für dein Kind zu finden. Welcher Sauger aber wirklich die richtige Größe für dein Kind hat, kann sich nur in der Praxis zeigen. Einige Kinder trinken bis zum Ende der Flaschenzeit aus Saugern der Gr.1, und bei anderen sollte man auf ein größeres Modell umsteigen, damit das Baby weiterhin angenehm trinken kann.

Das Saugerloch

Welche Lochgröße du für den Sauger wählen musst, hängt in erster Linie davon ab, was du deinem Kind mit der Flasche füttern möchtest. Es wird in der Regel zwischen Tee-, Milch – und Breisaugern unterschieden. Soll dein Kind also Milchnahrung trinken, solltest du einen Milchsauger wählen und für Tee einen Teesauger. Der wesentliche Unterschied besteht wirklich nur in der Lochgröße. Um die unterschiedlichen Sauger zu unterscheiden, befindet sich meist am unteren Rand der Sauger ein Buchstabe der die Lochgröße angibt. S steht dabei für Tee (small) M für Milch (middle) und L für den Breisauger (Large) !

Neben der Größe der Lochung kann der Milchfluss auch noch über die Anzahl der Löcher in einem Sauger reguliert werden. (Dieses System haben nur wenige Sauger.) Zu Beginn reicht meist ein Sauger mit nur einem Loch aus, für ältere Kinder sind Sauger mit mehreren Löchern empfehlenswert, da sie so schneller und mehr trinken können. Die meisten Sauger haben eine Kennzeichnung, für welche Altersklasse sie geeignet sind. Allerdings können diese nur als Richtwerte dienen, da sich Babys natürlich individuell entwickeln.

Beim Kauf von Saugern gibt es einige Dinge zu beachten. Natürlich gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Faktoren, die wiederum von Hersteller zu Hersteller variieren. Doch keine Sorge: welcher Sauger für dein Kind der geeignete ist, wird es dir schnell und deutlich zeigen. Probiert einfach gemeinsam verschiedene Sauger aus. Und wenn der richtige gefunden ist, läuft das füttern wie von alleine. 


Dieser Beitrag ist Teil unserer Artikelserie über Babyflaschen und Milchnahrung.

Über den Autor

Jacqueline Esser

Erzieherin, Mutter, Autorin

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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