Mit zwölf Jahren bei einem Verkehrsunfall plötzlich genau das Richtige tun? Zwei Jungen aus Bayern haben gezeigt, dass das geht. Während eine Frau einen verletzten Rollerfahrer versorgte, sicherten sie die Straße ab und halfen den Rettungskräften, den Unfallort zu finden.
Passiert ist das am Donnerstag, dem 9. Juli 2026, im bayerischen Furth im Wald. Ein 74-jähriger Mann war mit seinem Roller von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. Dort blieb er verletzt in der Nähe eines Waldstücks liegen.
Warum der Mann die Kontrolle über seinen Roller verlor, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei geht bislang davon aus, dass gesundheitliche Probleme eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Jungen zögerten keine Sekunde
Eine Autofahrerin entdeckte die Unfallstelle und hielt sofort an. Während sie zu dem verletzten Mann eilte und sich um ihn kümmerte, blieben die beiden zwölfjährigen Jungen, die mit ihr unterwegs waren, ebenfalls nicht untätig.
Sie zogen Warnwesten an und machten vorbeifahrende Autos auf die Unfallstelle aufmerksam. Das war besonders wichtig: Der Rollerfahrer lag nach seinem Sturz abseits der Fahrbahn und war von der Straße aus offenbar nicht leicht zu sehen.
Als Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen, zeigten die Jungen den Einsatzkräften außerdem, wo sie den Verletzten finden konnten.
Der 74-Jährige wurde vor Ort medizinisch versorgt. Anschließend brachte ihn ein Rettungshubschrauber mit mittelschweren Verletzungen in eine Klinik.
Ihre Erfahrung bei der Jugendfeuerwehr half ihnen
Dass die beiden Zwölfjährigen in dieser aufregenden Situation so ruhig und überlegt reagierten, kommt vermutlich nicht von ungefähr: Beide sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr.
Dort lernen Kinder und Jugendliche nicht nur viel über die Arbeit der Feuerwehr. Sie erfahren auch, worauf es in einem Notfall ankommt: Ruhe bewahren, Hilfe holen, Gefahren erkennen und sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.
Genau das setzten die Jungen an der Unfallstelle um. Auch die Polizei zeigte sich beeindruckt und lobte ihr besonnenes Verhalten. Mit ihrem Einsatz hätten sie dazu beigetragen, die Unfallstelle abzusichern und die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.
LINKTIPP: Hier geht es zur offiziellen Seite der deutschen Jugendfeuerwehr.
Helfen kann manchmal ganz einfach sein
Die beiden Jungen mussten niemanden aus einem brennenden Auto ziehen oder selbst medizinische Hilfe leisten. Sie taten genau das, was in diesem Moment möglich und sicher war: Warnwesten anziehen, andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen und den Rettungskräften den Weg zeigen.
Gerade das macht ihre Geschichte so stark. In einem Notfall kommt es nicht immer auf spektakuläre Aktionen an. Manchmal hilft es schon enorm, aufmerksam zu sein, nicht wegzuschauen und die richtigen kleinen Schritte zu gehen. Und darin waren diese beiden Zwölfjährigen ziemlich groß.
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