Diphtherie beginnt häufig mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und leichtem Fieber. Das klingt zunächst nach einem gewöhnlichen Infekt. Innerhalb kurzer Zeit können sich jedoch fest haftende Beläge im Rachen bilden. Schwillt der Hals stark an oder bekommt das Kind schlecht Luft, besteht Lebensgefahr.
Dank der Impfung tritt Diphtherie in Deutschland nur noch selten auf. Vollständig verschwunden ist die Erkrankung jedoch nicht. Fälle können aus anderen Ländern eingeschleppt werden. Bestimmte Diphtheriebakterien können außerdem durch Tiere übertragen werden. Deshalb bleibt ein vollständiger Impfschutz wichtig.
Diphtherie auf einen Blick
- Erreger: toxinbildende Corynebakterien
- Übertragung: vor allem durch Tröpfchen und engen Kontakt
- Inkubationszeit: meistens 2 bis 5 Tage
- Typische Symptome: Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber und fest haftende Beläge
- Gefährlich durch: Atemwegsverschluss und Schäden an Herz, Nerven oder Nieren
- Behandlung: Diphtherie-Gegengift und Antibiotika
- Schutz: Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischimpfungen
- Bei Verdacht: Kinderarztpraxis vorher anrufen und nicht unangekündigt ins Wartezimmer gehen
Was ist Diphtherie?
Diphtherie ist eine ansteckende bakterielle Infektionskrankheit. Sie wird durch bestimmte Corynebakterien ausgelöst.
Gefährlich sind vor allem Bakterien, die das sogenannte Diphtherietoxin bilden können. Dieses Gift schädigt zunächst das Gewebe am Ort der Infektion. Es kann anschließend über das Blut in andere Bereiche des Körpers gelangen und unter anderem Herz, Nerven und Nieren angreifen.
Die häufigsten Formen sind:
- Diphtherie der Atemwege
- Hautdiphtherie
Die klassische Rachendiphtherie betrifft vor allem den Rachen und die Mandeln. Bei Kindern kann sich die Infektion zusätzlich auf den Kehlkopf ausbreiten.
Wie wird Diphtherie übertragen?
Eine Diphtherie der Atemwege wird hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen die Erreger in die Umgebung.
Eine Ansteckung ist außerdem durch engen direkten Kontakt möglich. Das gilt beispielsweise beim Küssen oder beim gemeinsamen Benutzen von Gegenständen, die mit Speichel in Kontakt gekommen sind.
Bei einer Hautdiphtherie befinden sich die Bakterien in den betroffenen Hautstellen. Sie können durch direkten Kontakt oder über verunreinigte Hände und Gegenstände weitergegeben werden.
Bestimmte Diphtheriebakterien kommen auch bei Tieren vor. Insbesondere Corynebacterium ulcerans kann in seltenen Fällen durch Haus- oder Nutztiere auf Menschen übertragen werden. Eine solche Übertragung ist jedoch deutlich seltener als eine gewöhnliche Atemwegsinfektion.
Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Die ersten Beschwerden treten meistens 2 bis 5 Tage nach der Ansteckung auf. Möglich ist ein Zeitraum von etwa einem bis zehn Tagen.
Während dieser Zeit können sich die Bakterien bereits im Körper vermehren. Erkrankte können die Erreger weitergeben, solange sie in Abstrichen nachweisbar sind.
Ohne Behandlung kann die Ansteckungsfähigkeit mehrere Wochen bestehen. Eine wirksame Antibiotikatherapie verkürzt diesen Zeitraum deutlich. Ob keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, wird jedoch mit Kontrollabstrichen geprüft.
Welche ersten Symptome verursacht Diphtherie?
Die Rachendiphtherie beginnt häufig mit Beschwerden, die zunächst wenig auffällig wirken:
- Halsschmerzen
- Schluckbeschwerden
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Kopf- oder Gliederschmerzen
- leichtes bis mäßiges Fieber
- geschwollene Lymphknoten am Hals
- Heiserkeit
- allgemeines Krankheitsgefühl
Nicht jedes Kind entwickelt hohes Fieber. Ein nur leichtes Fieber ist deshalb keine Entwarnung. Wie ihr erhöhte Temperaturen richtig einordnet, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber über Fieber bei Babys und Kindern.
Wie sehen die typischen Beläge bei Diphtherie aus?
Innerhalb von zwei bis drei Tagen können sich auf den Mandeln und im Rachen weißliche bis graue Beläge bilden. Sie werden Pseudomembranen genannt.
Diese Beläge:
- haften fest auf der Schleimhaut
- können sich über Mandeln, Gaumen und Rachen ausbreiten
- lassen sich nicht einfach abstreifen
- können beim Ablöseversuch bluten
- gehen häufig mit einem auffällig süßlichen Mundgeruch einher
Versucht bitte nicht, solche Beläge selbst zu entfernen. Dabei kann das Gewebe verletzt werden. Außerdem können Erreger weiterverteilt werden.
Auch andere Infektionen verursachen Beläge oder starke Halsschmerzen. Eine sichere Diagnose ist allein anhand eines Blicks in den Rachen nicht möglich.
Was bedeutet „Cäsarenhals“?
Bei einer schweren Rachendiphtherie können die Lymphknoten und das umliegende Gewebe stark anschwellen. Der Hals wirkt dann auffällig breit und gespannt.
Diese ausgeprägte Schwellung wird gelegentlich als Cäsarenhals oder Stiernacken bezeichnet. Sie ist ein Warnzeichen für einen schweren Krankheitsverlauf und muss sofort medizinisch behandelt werden.
Was ist Kehlkopfdiphtherie?
Breitet sich die Infektion auf den Kehlkopf aus, können die Atemwege gefährlich eng werden. Besonders für Kinder ist das bedrohlich, weil ihre Atemwege ohnehin schmaler sind.
Mögliche Anzeichen sind:
- bellender Husten
- zunehmende Heiserkeit
- pfeifendes oder ziehendes Geräusch beim Einatmen
- erschwerte Atmung
- Unruhe und Angst
- Einziehungen der Haut zwischen den Rippen
- bläuliche Lippen oder Haut
- Stimmverlust
Die Kehlkopfdiphtherie wurde früher als „echter Krupp“ bezeichnet. Sie darf nicht mit dem wesentlich häufigeren Pseudokrupp verwechselt werden. Die Beschwerden können sich allerdings ähneln. Bei Atemproblemen solltet ihr deshalb nicht selbst versuchen, die Ursache festzustellen.
Wann müssen Eltern sofort die 112 rufen?
Ruft sofort den Rettungsdienst, wenn ein Kind:
- sichtbar schlecht Luft bekommt
- beim Einatmen pfeifende oder ziehende Geräusche macht
- bläuliche Lippen entwickelt
- kaum noch sprechen oder schlucken kann
- Speichel nicht mehr herunterschlucken kann
- eine starke Schwellung am Hals zeigt
- benommen, verwirrt oder kaum ansprechbar wirkt
- plötzlich zusammenbricht
- sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtert
Lasst das Kind möglichst aufrecht sitzen und beruhigt es. Schaut nicht mit einem Gegenstand tief in den Rachen. Versucht auch nicht, fest haftende Beläge zu lösen.
Was sollten Eltern bei einem Diphtherieverdacht tun?
Ruft zunächst die Kinderarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 an. Sagt ausdrücklich, dass ihr Diphtherie vermutet.
Geht nicht unangekündigt in ein Wartezimmer. Dort könnten sich Säuglinge, ungeimpfte Kinder oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr befinden. Die Praxis kann besondere Schutzmaßnahmen vorbereiten.
Bis zur ärztlichen Abklärung sollte das Kind:
- zu Hause bleiben
- keinen Besuch empfangen
- keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen
- möglichst wenig engen Kontakt zu anderen Personen haben
- eigene Handtücher, Trinkgefäße und Besteck benutzen
Wie wird Diphtherie festgestellt?
Zur Diagnose werden Abstriche aus dem Rachen, der Nase oder einer auffälligen Hautstelle genommen. Im Labor wird geprüft, welche Bakterien vorhanden sind und ob sie das Diphtherietoxin bilden können.
Die Proben sollten möglichst vor Beginn der Antibiotikatherapie gewonnen werden. Bei einem dringenden Verdacht darf die Behandlung dadurch jedoch nicht verzögert werden.
Die Ärztin oder der Arzt berücksichtigt zusätzlich:
- Beschwerden und Krankheitsverlauf
- Aussehen von Rachen oder Haut
- Impfstatus
- mögliche Kontakte zu Erkrankten
- vorausgegangene Reisen
- mögliche Kontakte zu Tieren
Welche Erkrankungen können ähnlich aussehen?
Halsschmerzen, Fieber und Beläge können viele Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise:
- Streptokokken-Angina
- Scharlach
- Pfeiffersches Drüsenfieber
- andere Mandelentzündungen
- Kehlkopfentzündung
- Pseudokrupp
Bellender Husten und Atemprobleme können auch bei anderen Atemwegserkrankungen auftreten. Keuchhusten bei Kindern verursacht typischerweise anfallsartige Hustenstöße, wird aber ebenfalls durch Bakterien ausgelöst und mit einem Kombinationsimpfstoff verhindert.
Die Erkrankungen lassen sich nicht zuverlässig anhand einzelner Symptome voneinander unterscheiden.
Was ist Hautdiphtherie?
Bei einer Hautdiphtherie befallen die Bakterien verletzte Hautstellen. Möglich sind zunächst kleine Bläschen, Knötchen oder wunde Bereiche.
Später können sich entwickeln:
- schlecht heilende Wunden
- ausgestanzte wirkende Geschwüre
- schmierige oder fest haftende Beläge
- Rötung und Schwellung
- Schmerzen
- nässende Hautstellen
Die Hautdiphtherie verläuft häufig milder als eine Rachendiphtherie. Sie ist trotzdem ansteckend. Außerdem können toxin-bildende Bakterien auch bei dieser Form Komplikationen verursachen. Eine chronische oder ungewöhnlich belegte Wunde sollte ärztlich untersucht werden. Das gilt besonders nach einer Reise oder nach engem Kontakt zu Tieren.
Welche Komplikationen kann Diphtherie verursachen?
Das Diphtherietoxin kann sich im Körper ausbreiten und Organe schädigen. Komplikationen können auch auftreten, wenn sich die Beschwerden im Hals bereits bessern.
Möglich sind:
- Herzmuskelentzündung
- Herzrhythmusstörungen
- Herzschwäche
- Lähmungen von Nerven
- Schluckstörungen
- Lähmung des Gaumensegels
- Sehstörungen
- Lähmung der Atemmuskulatur
- Nierenschäden
- Lungenentzündung
- Verschluss der Atemwege
Eine Herzmuskelentzündung kann sich beispielsweise durch Brustschmerzen, ungewöhnliche Erschöpfung, Atemnot, Herzrasen oder Kreislaufprobleme bemerkbar machen.
Nervenschäden können erst Wochen nach der eigentlichen Infektion auftreten. Deshalb sind auch nach der akuten Behandlung ärztliche Kontrollen wichtig.
Wie wird Diphtherie behandelt?
Eine vermutete Diphtherie wird normalerweise im Krankenhaus behandelt. Erkrankte werden zunächst isoliert, damit sich die Bakterien nicht weiterverbreiten. Die Behandlung besteht aus mehreren Teilen:
Diphtherie-Antitoxin
Das Diphtherie-Antitoxin ist ein Gegengift. Es bindet Toxin, das noch frei im Blut vorhanden ist.
Bereits an Körperzellen gebundenes Gift kann dadurch nicht mehr unschädlich gemacht werden. Deshalb muss das Antitoxin bei einem begründeten Verdacht möglichst früh gegeben werden. Auf das endgültige Laborergebnis wird bei einer typischen schweren Atemwegsdiphtherie nicht gewartet.
Antibiotika
Antibiotika bekämpfen die Diphtheriebakterien. Dadurch wird die weitere Giftbildung gestoppt und die Dauer der Ansteckungsfähigkeit verkürzt.
Das Antibiotikum ersetzt jedoch nicht das Gegengift. Beide Behandlungen haben unterschiedliche Aufgaben.
Weitere medizinische Maßnahmen
Abhängig vom Zustand des Kindes können außerdem notwendig sein:
- Überwachung von Herz und Kreislauf
- Unterstützung der Atmung
- Behandlung auf einer Intensivstation
- Flüssigkeit über eine Infusion
- strenge körperliche Schonung
- Behandlung auftretender Komplikationen
Was passiert mit engen Kontaktpersonen?
Das Gesundheitsamt ermittelt, wer engen Kontakt zu der erkrankten Person hatte. Dazu können gehören:
- Menschen aus demselben Haushalt
- enge Freundinnen und Freunde
- Kinder und Betreuungspersonen aus derselben Kita-Gruppe
- Personen mit direktem Kontakt zu Speichel oder Hautwunden
- medizinisches Personal ohne ausreichende Schutzmaßnahmen
Bei engen Kontaktpersonen können Abstriche aus Nase und Rachen genommen werden. In der Regel erhalten sie vorsorglich ein Antibiotikum. Das gilt auch dann, wenn sie geimpft sind.
Zusätzlich wird der Impfstatus überprüft. Fehlt eine Impfung oder liegt die letzte Dosis lange zurück, kann eine Auffrischung erforderlich sein. Das Gesundheitsamt entscheidet außerdem, ob eine Kontaktperson vorübergehend Kita, Schule oder Arbeitsplatz meiden muss.
Schützt die Impfung vor jeder Ansteckung?
Die Diphtherieimpfung richtet sich gegen das Gift der Bakterien. Sie schützt sehr zuverlässig vor einer schweren Erkrankung durch das Diphtherietoxin.
Sie verhindert jedoch nicht in jedem Fall, dass sich Diphtheriebakterien vorübergehend im Rachen oder auf der Haut ansiedeln. Auch geimpfte Kontaktpersonen werden deshalb untersucht und gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt.
Der Impfstatus allein reicht außerdem nicht aus, um Diphtherie bei typischen Beschwerden sicher auszuschließen.
Welche Diphtherieimpfungen empfiehlt die STIKO für Kinder?
Die Diphtherieimpfung wird normalerweise als Kombinationsimpfung verabreicht. Die Grundimmunisierung schützt gleichzeitig vor mehreren Krankheiten.
Nach den STIKO-Empfehlungen 2026 erhalten reifgeborene Säuglinge die Impfungen üblicherweise im Alter von:
- 2 Monaten
- 4 Monaten
- 11 Monaten
Frühgeborene erhalten eine zusätzliche Dosis. Für sie gilt normalerweise das Impfschema:
- 2 Monate
- 3 Monate
- 4 Monate
- 11 Monate
Anschließend empfiehlt die STIKO Auffrischimpfungen:
- im Alter von 5 bis 6 Jahren
- im Alter von 9 bis 16 Jahren
Fehlende Impfungen sollen möglichst bald nachgeholt werden. Eine begonnene Impfserie muss normalerweise nicht von vorn begonnen werden.
Gegen welche Krankheiten schützt die Sechsfachimpfung?
Die Sechsfachimpfung schützt vor:
- Diphtherie
- Tetanus
- Keuchhusten
- Kinderlähmung
- Haemophilus influenzae Typ b
- Hepatitis B
Trotz des gemeinsamen Impfstoffs handelt es sich um unterschiedliche Erkrankungen. Diphtherie wird über ansteckende Bakterien verbreitet. Tetanus bei Kindern entsteht dagegen, wenn Erreger über eine Wunde in den Körper gelangen. Tetanus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Müssen Erwachsene ihren Impfschutz auffrischen?
Ja. Nach abgeschlossener Grundimmunisierung soll die Diphtherieimpfung im Erwachsenenalter alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
Häufig wird dafür ein Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie und Tetanus verwendet. Mindestens einmal soll die fällige Auffrischung zusätzlich den Schutz vor Keuchhusten enthalten.
Eltern und andere enge Bezugspersonen sollten deshalb nicht nur den Impfpass der Kinder prüfen, sondern auch ihren eigenen.
Welche Impfreaktionen können auftreten?
Nach der Impfung kann das Immunsystem vorübergehend reagieren. Möglich sind:
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Rötung oder Schwellung
- Müdigkeit
- Reizbarkeit
- Kopf- oder Gliederschmerzen
- leichtes Fieber
- Magen-Darm-Beschwerden
Diese Reaktionen klingen normalerweise innerhalb weniger Tage ab. Stärkere allergische Reaktionen sind selten. Bei Atemnot, einer starken Schwellung, Bewusstseinsstörungen oder einem Krampfanfall benötigt das Kind sofort medizinische Hilfe.
Kann man trotz einer durchgemachten Diphtherie erneut erkranken?
Ja. Eine überstandene Diphtherie hinterlässt nicht immer einen zuverlässigen Schutz.
Deshalb wird nach der Erkrankung geprüft, welche Impfungen fehlen. Die Grundimmunisierung wird begonnen oder vervollständigt. Das gilt auch dann, wenn das Kind während der Erkrankung ein Diphtherie-Antitoxin erhalten hat.
Darf ein Kind mit Diphtherie in die Kita oder Schule?
Nein. Bereits bei einem begründeten Verdacht darf das Kind keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Eltern müssen die Kita oder Schule unverzüglich informieren.
Eine Rückkehr ist erst möglich, wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Dafür sind nach abgeschlossener Behandlung Kontrollabstriche erforderlich. Die behandelnde Praxis und das Gesundheitsamt entscheiden, wann das Kind wieder zugelassen wird.
Auch gesunde Kontaktpersonen können vorübergehend ausgeschlossen werden. Das Gesundheitsamt legt die notwendigen Maßnahmen anhand des Kontakts, der Untersuchungsergebnisse und des Impfschutzes fest.
Ist Diphtherie meldepflichtig?
Ja. In Deutschland müssen bereits der Verdacht, die Erkrankung und ein Todesfall namentlich an das Gesundheitsamt gemeldet werden.
Auch der Nachweis toxinbildender Diphtheriebakterien ist meldepflichtig. Die Meldungen übernehmen normalerweise die behandelnde Praxis und das Labor.
Eltern müssen außerdem die Gemeinschaftseinrichtung informieren, wenn ihr Kind an Diphtherie erkrankt oder der Erkrankung verdächtig ist.
Quellen
- Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Diphtherie
- Robert Koch-Institut: Empfehlungen der STIKO 2026
- Robert Koch-Institut: Häufige Fragen zur Diphtherieimpfung
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Diphtherie
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Diphtherieimpfung bei Kindern
- gesund.bund.de: Diphtherie
- Infektionsschutzgesetz: § 6 und § 34
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