ZDF-Umfrage!

Social Media erst ab 14? Große Mehrheit der Deutschen wünscht sich klare Altersgrenzen

Social Media Verbot für Kinder 81 Prozent sind dafür

Bild: © Tada Images / Adobe Stock


Sollten Kinder unter 14 Jahren kein Instagram, kein TikTok, kein Snapchat nutzen dürfen? Diese Frage sorgt seit Monaten für Diskussionen – und die Stimmung in Deutschland scheint aktuell ziemlich eindeutig zu sein.

Laut einer aktuellen, repräsentativen Erhebung des ZDF-Politbarometers sagen ganze 81 Prozent der Befragten: Ja, es braucht ein gesetzliches Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. Das ist eine deutliche Mehrheit.

Interessant ist dabei, wer besonders klar zustimmt: Tatsächlich sprechen sich die 18- bis 34-Jährigen am stärksten für ein Verbot aus – mit 84 Prozent Zustimmung. Bei den 35- bis 59-Jährigen sind es 79 Prozent, bei den über 60-Jährigen 82 Prozent. Kurz gesagt: Über fast alle Generationen hinweg wünschen sich viele Menschen strengere Regeln.

Politik greift das Thema auf

Auch in Berlin wird das Thema inzwischen ernsthaft diskutiert. CDU und SPD drängen auf verbindliche Altersgrenzen. Diskutiert wird vor allem ein Mindestalter von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke.

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich ebenfalls deutlich. Wenn Jugendliche täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm verbringen und soziale Kontakte fast nur noch digital stattfinden, müsse man sich über Probleme im Sozialverhalten nicht wundern, so seine (eventuell leicht verkürzte Argumentation und) Einschätzung.

Die SPD bringt zusätzlich eine gestufte Lösung ins Gespräch – also Regeln, die je nach Alter unterschiedlich streng ausfallen.

Australien macht es vor

Deutschland ist mit dieser Debatte nicht allein. Australien hat als erstes Land ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige beschlossen. Auch in Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Spanien wird über ähnliche Schritte diskutiert.

Die große Herausforderung bleibt: Wie überprüft man das Alter zuverlässig? Und wie verhindert man, dass Kinder die Regeln einfach umgehen?

Nicht alle finden ein Verbot richtig

Es gibt auch Gegenstimmen. Die Bundesschülerkonferenz warnt davor, junge Menschen komplett von sozialen Netzwerken auszuschließen. Plattformen wie Instagram oder TikTok seien längst auch Orte politischer Information und gesellschaftlicher Debatte. Ein pauschales Verbot könne dazu führen, dass Jugendliche wichtige Entwicklungen verpassen.

Und was heißt das für Familien?

Viele Eltern kennen die täglichen Diskussionen rund ums Smartphone nur zu gut. Wie viel Bildschirmzeit ist noch okay? Ab wann wird es zu viel? Und wie schützt man Kinder vor problematischen Inhalten, ohne sie komplett auszuschließen?

Die Umfrage zeigt: Der Wunsch nach klareren Regeln ist groß. Ob am Ende wirklich ein gesetzliches Verbot kommt, oder eher strengere Alterskontrollen und technische Lösungen, ist noch offen.

Was aber bleibt, ist eine zentrale Frage: Wie begleiten wir unsere Kinder so, dass sie digitale Räume kompetent und selbstbewusst nutzen – ohne dass sie ihnen schaden?


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