Frankfurt/Main (AFP) – Für viele Verbraucher ändern sich im kommenden Jahr zentrale Ansprüche – wenn auch teilweise nur um wenige Euro. An anderen Stellen wie auf der Stromrechnung könnte es teurer werden. Wichtige Änderungen im Überblick:

MINDESTLOHN UND AUSBILDUNGSGEHALT

Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar von aktuell 9,19 Euro pro Stunde auf 9,35 Euro. Über die weitere Erhöhung wird ab Mitte des Jahres entschieden.    Auch Auszubildende sollen ab 2020 von einer sicheren Vergütung profitieren: Sie soll im ersten Lehrjahr zunächst mindestens 515 Euro betragen, bis 2023 soll der Betrag schrittweise auf 620 Euro erhöht werden.

HÖHERE HARTZ-IV-SÄTZE

Bezieher von Hartz IV bekommen ab Januar mehr Geld. Für alleinstehende Langzeitarbeitslose erhöht sich der Regelsatz von bislang 424 auf 432 Euro. Die Grundsicherung für Paare steigt von 382 auf 389 Euro je Partner. Bei Kindern erhöhen sich die Leistungen.

STEUERENTLASTUNGEN

Der Steuer-Grundfreibetrag wird im kommenden Jahr um 240 Euro angehoben. Das jährlich einkommensteuerfreie Einkommen beträgt dann 9408 Euro für Ledige und 18.816 Euro für zusammenveranlagte Verheiratete.

2020 bringt auch die lange diskutierte Umsatzsteuersenkung auf Monatshygieneartikel wie Tampons sowie auf elektronische Bücher und Zeitschriften. Außerdem steigen die Verpflegungspauschalen bei Dienstreisen und Weiterbildungen, auch Berufskraftfahrer bekommen einen sogenannten Pauschbetrag für Übernachtungen.

BAHNTICKETS

Nach dem Willen der großen Koalition soll die Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19 auf sieben Prozent zum 1. Januar 2020 kommen. Allerdings verweigerte der Bundesrat den steuerlichen Nachregelungen, zu denen auch die Tickets gehören, am Freitag die Zustimmung. Nun muss im Vermittlungsausschuss ein Kompromiss gefunden werden.

RENTE

Ab Juli sollen die Renten im Westen voraussichtlich um 3,15 Prozent und im Osten um 3,92 Prozent steigen. Die Regierung will zum Jahreswechsel zudem etwa vier Millionen Betriebsrentner durch einen Freibetrag von zunächst 159 Euro bei der Krankenversicherung entlasten.

STROMPREISE STEIGEN

Nicht alle Preisänderungen sind für Verbraucher positiv: Rund die Hälfte der örtlichen Versorger hat Preiserhöhungen zum Jahreswechsel angekündigt. Gründe für die Anpassungen sind die steigende EEG-Umlage und höhere Stromnetzgebühren. Die Mehrkosten für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden betragen laut Vergleichsportalen rund 70 Euro pro Jahr.

KOSTEN FÜR AUTOFAHRER

Die Bußgelder für Verkehrsverstöße klettern zum Jahreswechsel deutlich: Wer zum Beispiel unerlaubt auf dem Gehweg parkt, zahlt dann nicht mehr 20, sondern 55 Euro. Für über 20 Millionen Mitglieder des ADAC steigen außerdem erstmals seit langem die Beiträge.

UMWELTBONUS FÜR E-AUTOS

Die neue Förderrichtlinie für Elektroautos soll schnellstmöglich in Kraft treten. Der Umweltbonus steigt dann für Fahrzeuge bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro auf 6000 Euro, Autos bis zu einem Listenpreis von 65.000 Euro sollen mit 5000 Euro gefördert werden.


dwo/hcy

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