Umfrage: Mehrheit unterstützt geplantes Verbot von Einweg-Plastikgeschirr Zuspruch über alle Bevölkerungsgruppen hinweg

Einweg-Plastikbesteck
Bild: © fotomatrix / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Eine große Mehrheit der Deutschen unterstützt das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verbot von Einweg-Produkten aus Plastik. 72,7 Prozent befürworten den Vorschlag, wie die „Welt“ am Mittwoch unter Berufung auf eine von der Zeitung in Auftrag gegebene Umfrage berichtete. 21,7 Prozent lehnen das Verbot demnach ab. 5,6 Prozent sind unentschieden.

Eine Mehrheit für das Verbot gibt es laut „Welt“ bei den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien. Am höchsten ist sie demnach bei den Anhängern der Grünen, am geringsten bei denen der AfD. Unter den verschiedenen Altersgruppen und Geschlechtern ist die Zustimmung relativ gleich verteilt. Im Westen war die Zustimmung höher als im Osten Deutschlands. Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der „Welt“ Ende Mai online gut 5000 Teilnehmer.

Am Montag hatte die EU-Kommission ihre Pläne vorgestellt, wonach solche Produkte verboten werden sollen, für die es bereits erschwingliche Alternativen gibt – also Besteck und Geschirr aus Plastik, Trinkhalme, Luftballonstäbe, Rührstäbchen und Wattestäbchen.

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Bei Produkten, für die es „noch keine offensichtlichen Alternativen gibt“, sind die EU-Länder aufgerufen, den Verbrauch einzudämmen – etwa indem sie nationale Ziele festlegen oder alternative Produkte zur Verfügung stellen. Gemeint sind Verpackungen und Becher für Essen und Getränke zum Mitnehmen. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent wiederzuverwerten.

 

fml/jm


 

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