Reisen International
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Berlin (AFP) – Sommerurlaub im Ausland funktioniert auch in Corona-Zeiten – aber nicht nur im Reiseland macht die Pandemie Veränderungen und Einschränkungen nötig. Auch die Urlaubsvorbereitung sollte derzeit mit Blick auf temporär geänderte Reise- und Hygieneregeln etwas anders ablaufen als in den Vorjahren. Was Urlauber beachten sollten:

DAS REISEGEPÄCK

Neben den ansonsten bevorzugten Hygieneartikeln gehören in diesem Jahr unbedingt auch die mittlerweile gewohnten Mund-Nasen-Bedeckungen in den Koffer und ins Handgepäck. Hilfreich sind gegebenenfalls auch Desinfektionsmittel und -tücher sowie Einmalhandschuhe, wie das Reiseportal Weg.de rät: „für Ihren eigenen Schutz und um für entsprechende Hygienevorgaben gerüstet zu sein“. Und anstatt die gesamte Urlaubskasse vorab in die Währung des Reiselandes umzutauschen, sollten Urlauber lieber ihre Kredit- oder Girokarte mitnehmen – kontaktloses Zahlen ist derzeit nämlich nicht nur in Deutschland das Mittel der Wahl.

EINREISEBESTIMMUNGEN

Vor Abfahrt oder Abflug sollten Urlauber einen Überblick über die Einreisebestimmungen und mögliche Quarantäneregelungen ihres Ziellandes haben.

„Sonst kann es unter Umständen ein böses Erwachen geben – und zwar nicht erst am Urlaubsort, sondern bereits am heimischen Flughafen“, warnt der Deutsche Reiseverband (DRV) und verweist auf die Informationen des Auswärtigen Amtes und der zuständigen Reiseveranstalter. Diese seien ebenso wie Airlines verpflichtet, ihre Kunden „aktiv über die geltenden Einreiseformalitäten in Kenntnis zu setzen“.

Laut DRV führen aktuell einige Urlaubsländer digitale Einreiseformulare ein, die noch vor der Einreise ausgefüllt sein müssen – so setzen zum Beispiel Griechenland, Spanien und Teile von Italien auf digitale Fragebogen. Spanien lässt während einer Übergangsfrist bis Ende Juli noch handschriftliche Einreiseformulare zu. Diese können dem DRV zufolge dann einfach im Flugzeug ausgefüllt werden. Für Griechenland ist dies beispielsweise nicht möglich – hier muss der Online-Antrag demnach spätestens 24 Stunden vor Einreise gestellt sein.

Fluggesellschaften kontrollieren vor dem Abflug, ob die Anmeldepflicht eingehalten wurde und können im Zweifel die Beförderung ablehnen. Außerdem sollten Reisende zur Sicherheit die Kontaktdaten aller Unterkünfte und des Deutschen Botschafters im Urlaubsland notieren.

VOR ORT

Was zuhause gilt, ist natürlich auch im Urlaub Pflicht: die Corona-Regeln in Erfahrung bringen und einhalten. Urlauber können sich darüber auch in einem Touristenbüro vor Ort informieren. Das Reiseportal Weg.de rät, öffentliche Verkehrsmittel in Metropolen nur außerhalb der Stoßzeiten zu nutzen und Reiseziele nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden.

Es gelte, die wieder gewonnene Reisefreiheit nicht aufs Spiel zu setzen, betont der Generalsekretär des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Rabe. Es gebe bisher aber keine Belege dafür, „dass Urlaubsreisen zur Erhöhung der Ansteckungsgefahr führen, wenn die Urlauber sich an die allgemein gültigen und anerkannten Hygiene- und Abstandsregeln halten“.

„Um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden, ist es schlicht notwendig, sich konsequent an diese vorgegebenen Maßnahmen zu halten“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig dem „Handelsblatt“ mit Blick auf Pauschalreisen. „Auf den Flughäfen, an Bord der Flugzeuge, beim Bustransfer sowie im Hotel gibt es verschiedenste Maßnahmen, die helfen, das Infektionsrisiko auf das Mindestmaß zu reduzieren.“


dwo/jm

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