Krankenversicherungen für Kinder - Provisionsabgabeverbot
Bild: © exclusive-design / Adobe Stock

Es gibt einen Umstand, von denen nur die wenigsten wissen, welcher unser aller Versicherungen künstlich verteuert. Dazu zählen auch die privaten Krankenversicherungen – und somit auch die privaten Zusatzversicherungen, welche wir oftmals für unsere Kinder abschließen. 

Der Fluch des Provisionsabgabeverbotes

Es ist ein offenes – und trotzdem eher unausgesprochenes Geheimnis, dass die deutsche Versicherungsbranche ein weltweit einmaliges Problem hat: das Provisionsabgabeverbot. Es ist schlicht ein großes Mysterium, welche Vergütung ein Versicherungsvertreter für den Abschluss eines Vertrages bekommt. Darüber hinaus darf er laut Gesetz keinen Anteil seiner Provision – als Anreiz oder Rabatt – an seine Kunden weitergeben. Diese Fesseln gelten natürlich auch für private Krankenversicherungen für Kinder. Verbraucherverbände kritisieren diesen Umstand bereits seit Jahren. Dank kluger (und mutiger) Köpfe, können Eltern nun aber doch satte Cashbacks als Dankeschön für einen Vertragsabschluss ergattern.

Keine andere Branche kennt solch strikte Fesseln

Um sich einmal klar zu machen, womit die deutschen Versicherer zu kämpfen haben, muss man eigentlich nur in andere Bereiche schauen. Heutzutage rollt nicht mehr ein einziger PKW vom Hofe eines Autohändlers, ohne jedweden Rabatt oder Nachlass. Niemand würde ein Auto zur unverbindlichen Preisempfehlung kaufen. Auch bei Internet- Telekommunikations- oder Handyverträgen wird kaum noch ohne den Wegfall der Anschluss- bzw. Einrichtungsgebühr verkauft. Obendrein werden die zugehörigen Geräte mit dicken Nachlässen subventioniert.

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In der Versicherungsbranche ist das strikt verboten. Ein Versicherer darf allenfalls 15 Euro als „Geschenk“ pro Kalenderjahr an seine Kunden weitergeben. Jeder Cent darüber hinaus, riskiert das Einschreiten der Wettbewerbszentrale. Sie wacht also ganz aktiv mit darüber, ob gegen das Abgabeverbot verstoßen wird. Wie kann es nun also eine legale Möglichkeit geben, um diese Hürden auszuhebeln? Das Zauberwort nennt sich: Tippgeber.

So sparen Eltern aktuell bares Geld:

Die Praxis mit einem Tippgeber kann man wahrscheinlich am ehesten mit der Provision durch „Kunde wirbt Kunde“ vergleichen. Eine Privatperson – meist der Partner oder die Partnerin – stellt den Kontakt zum Vermittler her, und bekommt anstelle des Versicherungsnehmers eine Auszahlung.

Das Internetportal KinderPrivatVersichern nutzt als Spezialist für Kinderkrankenversicherungen, genau diese Möglichkeit, um einen Teil seines theoretischen Gewinns an die Familien ihrer Kunden zurückgeben zu können. Im Schnitt wird das Portal für die Vermittlung einer Versicherung mit acht Monatsbeiträgen als Provision vergütet. Ganze vier Monatsbeiträge gehen dabei aktuell als Dankeschön an den Tippgeber. Aus Verbrauchersicht eine ganz tolle und faire Lösung, wie sie in allen anderen Branchen in Deutschland absolut üblich ist – sogar beinahe zum guten Ton gehört.

Wird das Abgabeverbot endgültig fallen?

Der Konkurrenz ist dieses Geschäftsmodell jedoch ein mächtiger Dorn im Auge. Man spricht von unlauterem Wettbewerb. Denn wo Verbraucherschützer beinahe jubeln, müssen sich Versicherungen unangenehme Fragen von Eltern gefallen lassen. Christoph Hübner und Markus Herrmann, Geschäftsführer des Vermittlungsunternehmens, lassen aktuell den Vorwurf vor Gericht klären, um sich und ihr Modell von jeglichen Zweifeln zu befreien.

Wenn man bedenkt, dass die Allianz ganz offiziell eine Vielzahl von Tippgebern beschäftigt, stehen die Chancen für das noch recht junge Start-Up sehr gut.

Hübner sieht die Umstände recht optimistisch. Er geht davon aus, dass das Abgabeverbot innerhalb der kommenden Jahre endgültig fallen wird. „In jeder anderen Branche ist es normal, dass Anbieter und Käufer miteinander auch über den Preis der Dienstleistung sprechen. Nur wir Versicherungsvermittler wollen vom Staat vor diesen natürlichen Preisverhandlungen geschützt werden? Völlig absurd“, meint Hübner.


 

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