Start Verbraucher Kinder-Tablets: multimedialer Segen oder Fluch?

Kinder-Tablets: multimedialer Segen oder Fluch?

Kindertablets - Segen oder Fluch

Langsam rückt Weihnachten immer näher und die lieben Kleinen äußern die ersten Wünsche, oder sind sogar schon schwer damit beschäftigt, ihren Wunschzettel in liebevoller Kleinstarbeit vorzubereiten. Schließlich soll das Christkind genügend Zeit haben, die Wunschliste zu studieren und möglichst viele Geschenke davon zu besorgen.

Neben Barbie, Lego und Playmobil, steht auf immer mehr Wunschzetteln ein Tablet. Viele von uns wird das nicht verwundern, wenn auch nicht unbedingt begeistern. Unsere Kinder wachsen in einer multimedialen Welt auf, in der es normal ist, dass Mama und Papa ein Smartphone, einen Laptop und auch ein Tablet besitzen. Und auch wenn sie diese nicht aktiv nutzen dürfen – oder eben gerade dann – steigt die Neugierde darauf ins unermessliche.

Entscheidung für oder gegen ein Tablet für Kinder

Wie also gehen wir mit dem Wunsch unseres Kindes nach einem eigenen Tablet um? In erster Linie hängt es natürlich vom Alter des Kindes ab. Die meisten würden dem Wunsch bei einem 10 oder 12 jährigen Kind schon eher nachgeben, als bei einem 4 oder 5 jährigen. Doch zu schnell sollte man den Gedanken, ein Tablet als Geschenk zu Weihnachten zu verschenken, nicht abtun.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an eigens für Kinder entwickelter Tablets. Diese ermöglichen schon den Kleinsten, die Farben zu lernen oder das Zählen zu üben.  Auch Hörspiele und Kinderlieder können das Tablet zu einem tollen Begleiter für Unterwegs werden lassen. Bei einigen Modellen für Kinder gibt es dann auch eine Kamera, mit der besondere Eindrücke festgehalten werden können. Da die Benutzeroberflächen für Kinder recht einfach und übersichtlich gehalten sind, ist auch ein vierjähriges Kind tatsächlich ganz schnell fit im eigentlichen Umgang mit dem Kindertablet.

Kindertablets sollten regelmäßig kontrolliert werden

Also nicht das Alter sollte unbedingt ausschlaggebend sein, ob euer Kind ein Tablet bekommen darf oder nicht. Sondern der Nutzen der sich daraus erschließt. Ein Tablet sollte in erster Linie als Lerncomputer gesehen werden, mit dem euer Kind durch diverse Apps und Spiele unterschiedlichste Dinge entdecken und üben kann. Generell gilt, dass lediglich ein angemessener Teil der Freizeit mit medialen Inhalten bespickt sein sollte.

Wichtig ist jedoch, dass auch ein vermeintlich kindersicheres Tablet regelmäßig von Eltern überprüft werden sollte. Jede Software kann Unsicherheiten aufweisen, oder durch Updates (bei Onlinezugang) Sicherheitslücken offenbaren. Je jünger euer Kind ist, desto mehr Begleitung braucht es, damit es nicht mit unpassenden Inhalten in Verbindung kommt.

Altersempfehlungen bei Apps und Spielen beachten

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In den App-Stores gibt es eine schier unglaubliche Masse an Kinderapps und Spielen. Nicht alle sind für jedes Kind geeignet. Ihr seid die Experten für euer Kind, also schaut euch die unzähligen Apps gut an und entscheidet, mit welcher euer Kind unbedenklich spielen kann und welcher nicht. Die Spiele sind meist mit einer Altersempfehlung gekennzeichnet. Doch auch wenn bei einem Spiel die Empfehlung ab 0+ lautet, heißt das nicht automatisch, dass es für jedes zweijährige Kind geeignet ist.

In der Politik wird gerade zum Thema Altersempfehlung sehr hitzig diskutiert. Denn die empfohlenen Altersbeschränkungen sind nur recht grob unterteilt und geben Eltern meist nicht genügend Hilfestellung bei der Wahl der Spiele ihrer Kinder. Speziell im Bereich von Online-Spielen wird das aktuell stark bemängelt.

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Tablets können also für Kinder ein schönes und gut gewähltes Weihnachtsgeschenk sein. Wenn Eltern regelmäßig aktiv für die Sicherheit von Kindern im World-Wide-Web sorgen, klare Regeln im Umgang mit dem Tablet vermitteln und kontrollieren, dann spricht nicht mehr viel gegen die Nutzung von Kindertablets. Am Ende ist es wie beim Fernsehen. Es geht um Zeitspannen und Inhalte. Altersgerechte Nutzung liegt dann auch in der Verantwortung von Mama und Papa.


 

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