Dose mit Fertiggericht
Bild: © Irina Fischer / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Produkte des Wurstherstellers Wilke aus Hessen sind offenbar auch in Fertiggerichten anderer Hersteller verarbeitet worden. Das gehe aus einer Antwort des hessischen Verbraucherschutzministeriums von Freitag auf Anfrage von Foodwatch hervor, wie die Verbraucherorganisation am Sonntag mitteilte. Sie hatte die Anfrage bereits am 9. Oktober gestellt.

Von welchen Herstellern diese Fertiggerichte sind, in welchen Produkten und in wie vielen, lässt das Ministerium laut Foodwatch offen.

Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rückert kritisierte: „Es wird gemauert, vertuscht, verschwiegen.“ Die hessischen Behörden unter der Verantwortung von Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) nähmen weitere Erkrankungen billigend in Kauf. Sie müssten endlich alle bekannten Namen von betroffenen Herstellern, Marken, Produkten und Verkaufsstellen auf den Tisch legen.

In Wurstwaren von Wilke waren bereits im März schädliche Bakterien, sogenannte Listerien, festgestellt worden. Drei ältere Todesfälle werden mittlerweile damit in Verbindung gebracht. Hinz zufolge wurde in ihrem Ministerium erst am 16. September durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie durch das Robert-Koch-Institut klar, dass es einen Zusammenhang zwischen an Listerien Erkrankten und der Firma Wilke gebe. Der Betrieb wurde am 1. Oktober geschlossen.

Die hessischen Behörden raten schwangeren Frauen übrigens offiziell zu einem Arztbesuch, nach dem Verzehr von Wilke-Produkten. Die zugehörigen Informationen werden jedoch weiterhin zurück gehalten.


ilo/cax/tes

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