Kinder mit Tablets
Bild: © georgerudy / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will leicht erkennbare Altersempfehlungen für Apps durchsetzen, um Kinder und Jugendliche vor gefährlichen Inhalten zu schützen.

„Das ist ein Thema, an das wir ran wollen“, sagte Giffey der „Bild am Sonntag“. „Wir haben bei demselben Spiel unterschiedliche Altersangaben, die im Netz rumgeistern. Eltern müssen aber auf die Kennzeichnung vertrauen können.“

Die Kennzeichnungspflicht soll Teil des neues Jugendmedienschutzgesetzes werden, das Giffeys Ministerium gerade ausarbeitet. „Wir haben im Moment ein Jugendschutzgesetz, das noch aus dem Zeitalter von Videokassette und CD-ROM stammt“, sagte die Ministerin dem Blatt. „Ich habe mir vorgenommen, dass wir ein Jugendmedienschutzgesetz entwickeln, in dem wir zu all diesen Dingen Antworten geben und auch die Anbieter stärker in die Pflicht nehmen.“

Ziel sei, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode zu verabschieden. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Ländern“, sagte Giffey. „Ende des Jahres wollen wir einen ersten Entwurf vorlegen.“

ilo/pw


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