Das Potenzial von Internet und Computerspielen für die kindliche Entwicklung nutzen Aktuelle Studie zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Kind Tablet Gaming
Bild: © Stanisic Vladimir / Fotolia

Digitale Medien üben schon auf Kleinkinder eine große Faszination aus und sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie schaffen zwar vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation und persönlichen Weiterentwicklung, jedoch fürchten viele Eltern auch eine gewisse Gefahr. Denn als Erziehungsberechtigter lässt sich nicht immer überprüfen, was die Kinder etwa im Internet treiben. Doch digitale Medien sind nicht nur ein Zeitvertreib, sondern können zum Lernen motivieren. Auch einige Games können die Kreativität junger Menschen fördern.

Eine Studie von Bitkom zu Gaming und Smartphone aus dem Jahr 2017 zeigt, dass die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Vor allem Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren nutzen verstärkt Smartphones und Tablets. Während 2014 „nur“ 25 Prozent der Kinder zwischen 8 und 9 Jahren das Smartphone ab und zu benutzt haben, sind es 2017 schon fast 50 Prozent. Mit steigendem Alter haben auch mehr Kinder ein eigenes Smartphone: immerhin 18 Prozent der 8- und 9-Jährigen, und bei den Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, mit 94 Prozent nahezu alle in diesem Alter.

Auch die Begleitung des Internetkonsums durch die Eltern ist ein Schwerpunkt der umfangreichen Befragung von Bitkom. So dürfen 76 Prozent der 6- bis 7-Jährigen nur für eine bestimmte Zeit das Internet nutzen. Bei den 10- bis 11-Jährigen sind es 62 Prozent, während der Internetkonsum bei den Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren nur bei 9 Prozent überprüft wird.

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Digitale Welt kann Entwicklung der Kinder fördern

Die Studie zeigt, dass die digitale Welt mittlerweile ein fester Bestandteil der Gesellschaft ist. Zwar birgt das Internet seine Risiken, doch sein Potenzial kann dafür genutzt werden, Kinder zu motivieren, sich neues Wissen anzueignen und dabei Spaß zu haben. Spezielle Lernmedien zielen auf die Wissensvermittlung ab und wecken den Entdeckergeist der Kleinen. Doch auch Spiele sind für die kindliche Entwicklung wichtig, auch wenn man bei der Auswahl von geeigneten Spielen auf den Erkenntnisgewinn achten sollte. Browserbasierte Strategiespiele  wie diese hier  verlangen beispielsweise eine hohe Planungsfähigkeit, und fördern so innerhalb einer Spielsituation strategisches Denken und vorausschauendes Handeln bei den Kindern.

Eltern sollten sich also durchaus grundsätzlich mit dem Thema der digitalen Welt auseinandersetzen, da selbst in vielen Grundschulen Tablets als Lernunterstützung genutzt werden. Für Kinder ist das Digitale zur absolut natürlichen Lebenswelt geworden. Möchte man sein Kind also vor den Gefahren im Internet bewahren, sollte man bereits den Einstieg aktiv begleiten und stützen.

[blockquote align=“none“ author=““]Wichtig: Digitale Spiele für Kinder sollten alters-entsprechend sein. Auch über 90 Prozent der auszuführenden Handlungen sollten schnell erlernbar sein. Frust beim Spiel kann die Entwicklung eines Kindes sogar hemmen.[/blockquote]

Auch wenn Computerspiele also durchaus ihre Daseinsberechtigung im Leben von Kindern haben, sollten Eltern gewisse Regeln im Umgang mit digitalen Geräten und dem Internet aufstellen. Natürlich sollten Kinder dazu ermutigt werden, eigene Entscheidungen zu treffen, doch gerade die Jüngeren können die Zeit, die sie am Computer verbringen, noch nicht einschätzen und benötigen deshalb die elterliche Begleitung. Wenn man jedoch gemeinsam mit den Kindern spielt, zeigt man Verständnis für ihr Bedürfnis, und schafft wertvolle Erlebnisse, ohne dass der Nachwuchs dieses Verhalten allzu sehr als Kontrolle empfindet.


 

 

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Torsten Esser
Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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