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BFH: Freibetrag für gemeinsames häusliches Arbeitszimmer gilt pro Steuerzahler

von AFP
Arbeitszimmer - Home Office

München (AFP) – Ein gemeinsam von mehreren Steuerpflichtigen genutztes häusliches Arbeitszimmer kann künftig von jedem der Steuerzahler bis zur Höchstbetragsgrenze von 1.250 Euro steuerlich abgesetzt werden.

Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in zwei am Mittwoch verkündeten Urteilen und änderte damit seine Rechtsprechung zugunsten der Steuerzahler. Bislang galt eine aufs Arbeitszimmer bezogene Obergrenze, die somit unabhängig von der Zahl der Nutzer war. (Az.VI R 53/12 u. VI R 86/13)

Mit den Urteilen kann nun der Höchstbetrag von jedem Steuerpflichtigen, der das Arbeitszimmer nutzt, in voller Höhe in Anspruch genommen werden. Im ersten Fall nutzten die Kläger gemeinsam ein häusliches Arbeitszimmer in einem Einfamilienhaus, das ihnen jeweils zur Hälfte gehörte. Finanzamt und Finanzgericht (FG) erkannten die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer von jährlich etwa 2.800 Euro nur in Höhe von 1.250 Euro an und ordneten diesen Betrag den Klägern je zur Hälfte zu.

Der BFH hob diese Entscheidung auf: Der auf den Höchstbetrag von 1.250 Euro begrenzte Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sei jedem Steuerpflichtigen zu gewähren, dem für seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, wenn er in dem Arbeitszimmer über einen Arbeitsplatz verfügt, entschied das Gericht.

Der BFH stellte zudem klar, dass die Kosten bei Ehegatten jedem Ehepartner grundsätzlich zur Hälfte zuzuordnen sind, wenn sie bei hälftigem Miteigentum ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam nutzen.

jo/ut


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