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Anti-Weichmacher in Kinderprodukten – Händler zeigen wies geht

von Torsten Esser
Veröffentlicht: Letztes Update

Phthalate / Bisphenol-A / Diethylhexylphthalat (DEHP) / sogenannte Weichmacher. Diese, und noch viele weitere Begriffe, sind häufig in unseren Rückrufen zu lesen. Im Zusammenhang mit gesundheitlichen Horrorszenarien, möchten Eltern möglichst auf der sicheren Seite der Verbraucherkette stehen. 

Kleines Kind trinkt an einer TrinkflascheWas sind denn eigentlich Weichmacher?

Bei Weichmachern handelt es sich um Stoffe, welche bei der Produktion diverser Produkte, Materialien hinzugefügt werden, um diese dehnbarer, weicher, flexibler, und geschmeidiger zu machen.

Gerade im Zusammenhang mit Produkten für Kinder stehen sie in einem schlechten Licht dar. Denn neben ihren offensichtlichen Vorteilen für das Produkt, bergen sie hohe Risiken für die Gesundheit.

In den letzten Jahren hat die EU sehr klare Richtlinien für Weichmacher in Kinderspielzeug erlassen. Zum Beispiel dürfen Phthalate (DEHP) nur bis zu einem Prozentsatz von 0,1 in Produkten für Kinder nachweisbar sein. Alles darüber hinaus ist schlichtweg verboten. Da sich Phthalate nicht fest mit einem Material verbinden lassen, gasen sie mit der Zeit aus den Produkten wieder aus. Durch intensives bespielen, oder ablutschen dieser Produkte, kann der Stoff von Babys und Kleinkindern aufgenommen werden. Daher die strengen Grenzwerte.

Ein weiterer Weichmacher ist BPA (Bisphenol-A). Im engeren Sinne ist er mehr ein Ausgangsstoff für die Synthese polymerer Kunststoffe. Er ist in vielen Produkten des täglichen Lebens enthalten. In Verpackungen für Lebensmittel (Wurstwaren), in Trinkflaschen, Konservendosen. Mit einer Verbrauchsmenge von knapp 4,9 Millionen Tonnen pro Jahr, ist dieser Stoff sogar einer der am häufigsten verarbeiteten Chemikalien der Welt.

In Babyflaschen ist BPA seit 2011 gänzlich verboten. Für alle anderen Produktbereiche gibt es bisher allerdings nur festgelegte Grenzwerte. Aber auch hier ist mittlerweile nachgewiesen, dass man BPA durch den Kontakt mit den Produkten in sich aufnimmt. Dadurch wird der Hormonhaushalt beeinflusst. Experten sprechen auch von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetesrisiko. Bei Säuglingen mutmaßt man, dass BPS zu Fehlentwicklungen führen könnte.

Geht es auch ohne BPA?

Was aber können Eltern machen, wenn sie sich in Anbetracht solcher Aussagen verunsichert fühlen? Sie können eine Entscheidung treffen: Keine Weichmacher für mein Kind!
Zugegeben, diese Entscheidung ist leider nicht gänzlich einhaltbar. Es gibt ganz viele unterschiedliche Arten und Stoffe von Weichmachern. Auf Kennzeichnungen kann man sich wahrscheinlich auch nicht einzig verlassen. Anders sieht es allerdings aus, wenn man explizit nach Herstellern oder Händlern sucht, welche ihre Produkte und Waren nach ganz bestimmten Merkmalen bewerben und vertreiben.

Händler gehen mit gutem Beispiel voran!

Möchte man zum Beispiel bei einer Kindertrinkflasche darauf achten, dass sie ganz sicher ohne BPA hergestellt wurde, dann wird man zumindest im Internet fündig. Kivanta.de verteibt laut eigener Aussage, schadstofffreie und nachhaltige Produkte für Kinder. Produkte für die KITA, Schule und Freizeit.

Auch in anderen Bereichen wird man über die Suchmaschinen relativ schnell fündig werden. Shops mit sehr spezifischen Produktgruppen oder Produktmerkmalen sind recht rar gestreut. Daher wird man sie finden, wenn man sie sucht. Im Fall von Kivanta, versichert der Online Shop, dass jedes Produkt intensiv überprüft worden ist, bevor es in den Verkauf geht.

Allerdings sollte man darauf achten, dass zB das Prüfsiegel von „Trusted Shops“ auf der Seite vorhanden ist. Klickt man auf dieses Siegel, wird sich eine Unterseite des Siegelanbieters öffnen, und explizit darüber informieren, ob der Shop eine aktive Mitgliedschaft hat. Ist dem nicht so – Finger weg!

Fazit: Möchte man möglichst nicht alle drei Wochen bei diversen Rückrufaktionen der Hersteller zusammen zucken, geht es also auch anders.

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